Sandkastenküche

Da bei uns ja immer viel umgeräumt, ausgeräumt, umgestellt und aussortiert wird, gibt es oft das ein oder andere Möbelstück, das übrig bleibt und nach einer neuen Bestimmung sucht. So erging es auch diesem alten, halb kaputten Phonomöbel (schon lustig, dass frühere Fernseher wirklich auf so ein kleines Teil gepasst haben …).

Da klar war, dass dieses Prachtstück nicht mehr INNERHALB des Hauses untergebracht werden sollte, kamen wir schnell auf den Gedanken, es in eine Spielküche für den Sandkasten zu verwandeln.

Also einfach mit Edding ein paar Kochplatten aufgezeichnet, vorne noch ein paar Knöpfe aufgemalt, fertig!

Und wenn es nach dieser Saison vollständig auseinanderfällt, hat es wenigstens noch einen schönen Sommer gehabt ;)

Zack Zack Wärmflaschenbezug

Kurz vor unserem ersten richtigen Campingtrip (dazu später mehr), habe ich noch schnell eine Wärmflasche besorgt, da die Wettervorhersage ja so eher mäßig war … Da das grüne Gummidings jedoch nicht ganz meinen ästhetischen Vorstellungen entsprochen hat, musste ich noch ganz schnell einen Bezug nähen.

Mit ein paar Fleece-Stoffresten ging das dann auch wirklich Zack Zack.

1. Wärmflasche auf den Stoff legen und mit einem großzügigen cm drumherum abmalen. Oben  am Hals noch 3 cm mehr Spiel lassen.

2. Den Stoff ausschneiden. Dieses Stoffstück dient nun als Vorlage für die anderen beiden Teile. Für die anderen beiden Teile jeweils einmal das untere Drittel, dann einmal das obere Drittel runterklappen und abzeichnen. Wieder ausschneiden. Da ich vergessen habe, von diesen wichtigen Schritten Fotos zu machen, versuche ich das mal anhand der Zeichnung zu verdeutlichen ;)

3. Wer möchte, kann noch etwas auf den Stoff aufnähen. Ich habe mich für ein einfaches Herz entschieden.

4. Nun die beiden Teile, die nur zu zwei Dritteln ausgeschnitten wurden, an den geraden, offenen Kanten umnähen.

5. Dann alle Teile rechts auf rechts legen und rundherum zunähen. Am Schluss noch von innen nach außen drehen – fertig! :)

 

Gebirgs-Wandmalerei

Im Zuge der Verschönerung des Spielpodests kamen wir auf die Idee, das Spielzimmer der Kinder endlich einmal zu streichen.

Da das Zimmer ja allen drei Kindern als Spielzimmer dient, musste es etwas neutrales sein und sollte auch zu dem neuerlich grau bezogenen Podest passen.

Relativ schnell hatten wir uns auf Berge geeinigt.

Mithilfe von viel Malerkrepp und ein paar Vorlagen, die wir aus Pappe ausgeschnitten hatten, konnten wir das Gebirge relativ schnell und problemlos an die Wand malen. 

Pimp my Podest

Das Spielpodest, das wir gebaut haben, als unser Kleinster kam, war nach knapp drei Jahren fällig für eine Generalüberholung. Ich hatte schon lange überlegt, es mit einem Teppich zu überziehen, aber irgendwie konnte ich mich nie dazu überwinden, für die Pressspanplatte, die circa 1,30 x 1,70 m groß ist, Teppich von der Rolle zu kaufen, der 4 m breit ist. Erstens zahlt man dann ja das doppelte von dem was man wirklich braucht und außerdem: Was tun mit dem Rest? Da ich von Natur aus dazu neige, Dinge zu horten, wollte ich mich quasi selbst davor schützen, irgendwo im Keller 2m x 1,50 m Teppich“Reste“ aufzubewahren :)

Als ich letztens durch den Baumarkt schlich (um Farben für Projekt Gebirgs-Wandmalerei zu kaufen), hatte ich endlich die Erleuchtung! TEPPICHFLIESEN! Wie cool sind bitte Teppichfliesen? Für solche Projekte sind sie einfach perfekt: 40 x 40 cm große Filzplatten, selbstklebend, günstig, leicht zu verarbeiten, gut Kante auf Kante zu legen.

Also habe ich rasch 18 Stück gekauft (zum Preis von gerade einmal 20 €!) und bin damit nach Hause gerast. Dort habe ich zusammen mit den Kindern gleich losgelegt.

Zunächst habe ich Linien eingezeichnet, damit die erste und damit alle folgenden Filzplatten gerade aufgeklebt werden können. 

Die Platten habe ich alle an den Seiten überlappen lassen, da ich dachte, ich könnte sie nach unten umklappen und damit die hässlich Kanten verkleiden. Es sollte sich herausstellen, dass das nicht ging, da der Filz dazu einfach zu starr ist. (Mein Mann hatte das übrigens vorausgesagt – geglaubt habe ich ihm aber erst, als ich es ausprobiert habe ;)

Da mich die offenen Seiten der Pressspanplatte jedoch so sehr gestört haben, habe ich mir eine andere Lösung einfallen lassen: 

Ich habe einfach an den Kanten doppelseitiges Teppichverlegeband aufgeklebt und dann mit den Resten der Teppichfliesen beklebt. Dank des neuen Cutters liessen sich die Kanten auch extrem genau abschneiden und das Ergebnis ist, wie ich finde, echt gut geworden:

Dann musste das Podest nur wieder aufgebaut werden :)

Lecker Fisch!

In der letzten Zeit gibt es bei uns irgendwie oft Fisch bzw. Seafood …

Die Lachssuppe habe ich bei meiner schwedisch-finnischen Schwiegermama kennengelernt. Sie ist total schnell und einfach zubereitet und schmeckt einfach gigantisch.

Die Grundzutaten sind – wer hätte es gedacht – Lachs, Kartoffeln, und irgendeine Art Suppengrün. Was man noch hinzugibt ist eigentlich nicht wichtig. Besonders lecker finde ich Selleriestauden. Ich habe mir angewöhnt, wenn ich Gemüse kaufe, das sich für Suppen oder Currys oder ähnliches eignet, einfach kleinzuschneiden und den Teil, den ich nicht gleich brauche, einfach einzufrieren. Das ist irre praktisch, wenn man mal nicht wahnsinnig viel Zeit zum einkaufen und/oder kochen hat. Das gleiche mache ich übrigens auch mit dem Lachs: ich kaufe oft ein frisches Lachsfilet und schneide es dann in grobe Würfel und friere es ein.

 

Das zweite skandinavisch-kulinarische Highlight der letzten Tage wären räkor – also Shrimps.

Obwohl es eine große Fummelei bedeutet, kaufen wir immer die ungeschälte Variante: die Shrimps schmecken dann einfach besser. Traditionell isst man sie auf Brot (gerne mjukbröd, also das weiche Brot, das es bei IKEA oder mittlerweile sogar auch bei ALDI gibt) bzw. Toast. Dazu passt Schmand, Dill, Zitrone, Zwiebel, Mayonnaise und Pfeffer. Dieses Mal haben wir erstmals die marinierten Zwiebeln dazu gegessen – auch seeehr lecker!

 

Kartoffelwaffeln

Am vergangenen Wochenende haben wir ein Rezept ausprobiert, das mein Mann (!) in der FLOW (Nummer 23) entdeckt hat:

Kartoffelwaffeln mit Lachs

Eine Sensation!

Das Rezept stammt von einem australischen Koch, der mittlerweile in Stockholm lebt: Simon Bajada.

250 g mehligkochende Kartoffeln schälen, kochen, stampfen, abkühlen lassen und mit

Salz, Pfeffer, Dill (wer will),

25 g zerlassener salziger Butter,

60 g Mehl und

2 Eiern vermengen und im gefetteten Waffeleisen ausbacken.

Dazu Gravlax (und/oder wie wir Garnelen), Schmand, Zitronensaft reichen.

Auch lecker dazu: rote Zwiebeln, die zuvor mit Zitronensaft und Zucker eingelegt wurden.

Smaklig måltid!

 

 

 

 

Endlich mal wieder …

… hatte ich Zeit etwas zu nähen! Herrlich.

Leider komme ich nicht so oft dazu, wie ich mir das wünschen würde. Aber das geht wohl vielen so.

Nun habe ich es also endlich mal wieder geschafft. Das alte Wickeltäschchen, das ich hatte, war wirklich erbärmlich … Höchste Zeit für ein neues. Denn auch wenn das dritte Kind mittlerweile schon zwei ist –  auch für das letzte halbe Jahr/Jahr darf es ja noch ein bisschen hübsch sein.

Also ran an den Stoffschrank, etwas schönes aussuchen und los geht es.

Von innen ist es ziemlich schlicht: weißer und blau-weiß gestreifter Stoff. Außen habe ich den letzten Rest eines tollen Stoffs mit Segelbooten benutzt. Und so sah die Tasche dann von außen aus:

Verschlossen wird das ganze mit einem breiten, dunkelgrünen Gummiband. Das hatte ich zufällig noch da. Manchmal hadere ich ein bisschen mit diesem Pragmatismus: wenn ich mich dazu entschlossen habe, etwas zu machen, ziehe ich es auch durch, auch wenn ich vielleicht nicht perfekt dafür ausgestattet bin. Mir hätte ein dunkelblaues Gummiband besser dazu gefallen, aber dafür hätte ich extra in ein Geschäft fahren müssen, und dann weiß ich nicht, ob ich das Nähprojekt auch wirklich so schnell abgeschlossen hätte. Manchmal braucht es einfach nur ein wenig Mut zur Imperfektion ;)

Gefrostete Gläser

Ich habe da mal was ausprobiert … Mit Salz gefrostete Gläser. Man nehme:

ein (Weck) Glas

grobes Salz

Wasser

einen Heizkörper

Man schütte das grobe Salz in das Glas, bedecke es ordentlich mit Wasser und stelle es auf die Heizung. Dann warten. Beim ersten Versuch (siehe Bild) habe ich übrigens viel zu wenig Salz genommen. Das Weckglas, das ich genommen habe, ist circa 20 cm hoch. Dafür habe ich im Endeffekt bestimmt drei Esslöffel Salz benötigt. Wasser musste ich auch einige Male nachfüllen, da es momentan so kalt ist, dass die Heizung wirklich richtig heiß war.

Nach einiger Zeit kriechen dann die Salzkristalle förmlich das Glas hinauf.

 

 

 

Viel Spaß beim nachmachen :)

Unverhofft schön

Was macht man mit einem Tag, den man unverhofft Zuhause verbringt, da das mittlere Kind in der Nacht Fieber bekommen hat? Zuerst war ich ein wenig genervt, da ich sooo viel zu tun hatte, so viel zu erledigen, so viel vor. Es fällt mir oft schwer, mich von dem loszulösen, das ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Ich habe dann immer das Gefühl, dass mein gesamtes Konzept zusammenbricht. Bei einem 5-Personen-Haushalt gibt es eben immer viel zu tun … Aber mal ehrlich: Geht wirklich die Welt unter, nur weil ich nicht schon morgens die Waschmaschine anschmeiße? Oder weil ich nicht ins Büro fahre, sondern nur von zu Hause die wichtigsten Mails beantworte? Bricht wirklich das reinste Chaos aus, weil ich nicht einkaufen gehe, sondern meinen Mann bitte, dies auf dem Heimweg zu erledigen? Eben …

Als ich mich also damit abgefunden hatte, dass es heute nicht wie geplant laufen würde, einige Anrufe getätigt hatte und ein paar Mails beantwortet hatte, wurde es ganz wunderbar.

Schneeschippen mit Uropa

Zuerst mussten wir Schnee schippen. Dank Fiebersaft und warmer Kleidung hatte sogar meine kränkelnde Tochter viel Spaß dabei.

Danach haben wir gemeinsam einen italienischen Tomaten-Auberginen-Auflauf gemacht. Lecker!

Parmigiana di melanzane

 

 

 

 

 

 

Und da der Ofen dann sowieso schon einmal heiß war, haben wir auch gleich noch einen Rotweinkuchen gebacken. Den haben wir dann nachmittags mit viel Obst und Tee bei der Lektüre von Pippi Langstrumpf gegessen.

Unser Nachmittagssnack

Alles in allem war es ein wirklich entspannter, schöner Tag. Nicht, dass ich mir jetzt wünschen würde, dass meine Kinder öfter einmal krank würden, aber naja, so ab und zu … ;)

Papas Geburtstag

Es ist Freitag, der 6. Januar 2017. Morgens um 9:47 wache ich auf. Mein Mann liegt neben mir. Er schnarcht. Von oben höre ich die Stimmen unserer drei Kinder. Sie diskutieren. Es geht um irgendetwas mit Lego, Eisbären und Elsa. Fuck. Ich wecke meinen Mann. Wir müssen uns beeilen. Um elf müssen wir zum Brunch bei meinem Papa sein. Er feiert heute seinen 56.ten Geburtstag. Davor muss aber noch der Hund raus, wir müssen uns einigermaßen stadtfein machen und vor allem die Kinder müssen davon überzeugt werden, dass sie sich heute bereits vor 14 Uhr aus ihren Schlafanzügen schälen müssen. Der Weihnachtsferien-Modus hat uns nämlich momentan fest im Griff. Mein Mann brummt vor sich hin. Ich versuche nun etwas eindringlicher, ihn zu wecken. Als ich aufstehe, versucht er, mich zurück ins Bett zu ziehen. Ich wehre mich schweren Herzens gegen seine Hank-Moody-Moves und entfliehe im letzten Moment dem Bett. Ich gehe duschen, schminke mich, ziehe mich an, trommle die Kinder zusammen, helfe ihnen bei der Wahl der Festtagskleidung, prügle meinen Mann aus dem Bett, wickle den Kleinsten, treibe meinen Mann dazu an, endlich mit dem Hund rauszugehen, mache uns beiden einen Kaffee, flechte meiner Tochter einen französischen Zopf, knöpfe meinem Großen das Hemd richtig zu und schaffe es schließlich, uns alle einigermaßen pünktlich ins Auto zu verfrachten.

Und dann …

Dann wache ich auf. Es ist der 6. Januar 2017 und wir werden nicht zu meinem Papa fahren. Denn mein Papa ist vor knapp zwölf Jahren gestorben. An diesem kleinkarierten, windigen kleinen Arsch namens Krebs. Meine, unsere, Kinder hat er nie kennengelernt. Und meine Kinder haben ihn nie kennengelernt. Noch wissen sie nicht, was ihnen dadurch entgangen ist. Was für ein unglaublicher Opa er gewesen wäre. Er liebte Kinder. Er hätte meine Kinder bis zur Besinnungslosigkeit geliebt. Er war Musiker, Schauspieler und Regisseur. Er war ein Freigeist. Er war nicht einfach. Aber einer der tollsten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe. Ich vermisse ihn schmerzlich. Jeden Tag. Es reißt mir das Herz raus. Jeden Tag.

Aber ich mache weiter. Und meine Schwestern machen weiter. Weil wir wollen. Weil wir müssen. Und weil wir es ihm schuldig sind. Weil jeder Tag ein geschenkter Tag ist. Weil wirklich alles andere verblasst und unwichtig erscheint im Angesicht des Verlusts und des Todes. Und weil es nichts gibt, was wertvoller ist als das Leben. Abgedroschen, aber wahr. Amen.

Ich weiß, dass er zusieht. Dass er meine Kinder, meine Schwestern und uns alle sieht. Und dass er sich freut. Jeden Tag. Darüber, dass wir weitermachen. Auch wenn wir weinen.