Pinnwand mal anders

Mit Kindern gibt es bekanntermaßen immer eine Menge Bilder, Zettel und Fotos, die nach Hause geschleppt werden und die (zumindest für eine Weile) einen Platz im Rampenlicht verdient haben. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass sich viele Eltern oft fragen: „Wohin nur damit?“ Natürlich kann man eine Pinnwand aufhängen. Hatten wir auch schon. Hat mir aber nicht so gut gefallen. Und die fiesen, spitzen Pins sind irgendwie überall rumgeflogen … Eine schöne Schnur mit Wäscheklammern ist natürlich auch eine Alternative.

Da wir uns aber nach unserer Küchen-/Esszimmerrenovierung extrem schwer damit tun, Löcher in die makellosen Wände zu bohren, haben wir uns für eine andere Variante entschieden: Für … Trommelwirbel … MAGNETFARBE! Das haben wir bei Freunden gesehen und waren ganz begeistert davon. Die beiden waren so schlau, diese Farbe schon beim Hausbau einzuplanen. Uns ist es erst NACH der Renovierung eingefallen 😂 Profis halt. Das hat bedeutet, dass wir die frisch verputzte und gestrichene Wand nochmal überstreichen mussten.

Die Magnetfarbe selbst ist schwarz (also zumindest die, die wir aus dem Farbenfachhandel hatten). Man muss sie in mehreren Schichten auftragen (bei uns waren es vier) und dann – wenn gewünscht – wieder weiß überstreichen. Wir haben zum Überstreichen Silikatfarbe benutzt. Das ist wirklich toll, denn mit dieser Farbe kann man nur einen einzelnen Teil der Wand überstreichen, ohne dass es Ränder gibt oder man einen Unterschied zur nicht gestrichenen Fläche erkennt.

Wir haben auf Brusthöhe einen 1×1 m großen Kasten abgeklebt und dann die zähe schwarze Masse aufgetragen. Nach der letzten Schicht haben wir die Magnetfarbe 72 h durchtrocknen lassen und dann weiß überstrichen.

Das Ergebnis ist wirklich toll!

Meiner Meinung nach ist das einzig negative an dieser Wand, dass man extra-starke Magnete benutzen muss (die gibt es zum Beispiel im Baumarkt). Die sind jedoch so stark, dass sie sich über große Distanzen anziehen. Dabei knallen sie so aneinander, dass sie sich gegenseitig Ecken abschlagen 😳 Und die Kinder kriegen sie auch nicht auseinander. Aber gut, das ist wohl ein vergleichsweise kleiner Wermutstropfen …

Ansonsten ist diese Art der „Pinnwand“ total zu empfehlen!

 

Weltbester Hefeteig

Dank meinem lieben Freund Tobi bin ich bereits seit einiger Zeit erleuchtet was das Thema selbst gemachten Pizzateig angeht. Denn er hat mir beigebracht, dass man den Teig für den authentischen Geschmack mindestens 24 h im Kühlschrank gehen lassen muss! Denn erst durch das langsame Gehen findet die alkoholische Gärung statt, die für das spezielle Aroma verantwortlich ist. Ich weiß, dass jetzt viele denken: „Was, wie soll ich das denn machen? So lange auf den Teig warten???“ Aber, ich sage euch: es lohnt sich! Wirklich und ehrlich! Und man kann nicht nur Pizza aus dem Teig machen, sondern auch einfaches Brot oder Focaccia! Probiert es aus …

Ich habe mir angewöhnt, öfter mal solchen Teig anzusetzen und dann in einzelnen Portionen im Kühlschrank aufzubewahren. Je nach Bedarf nehme ich dann eine oder mehrere Portionen raus und backe  etwas daraus. Das ist wirklich irre praktisch und noch dazu wahnsinnig lecker.

Das Rezept ist total einfach:

1 kg Mehl

1 Hefewürfel

1 EL Zucker

Wasser

Olivenöl

Salz

Mehl in die Schüssel. Hefewürfel mit Zucker und ein wenig lauwarmem Wasser auflösen und dann zum Mehl geben. Olivenöl (circa 50 bis 100 ml – je nach Geschmack und Gefühl) und Salz (schon eine ordentliche Portion – der Teig soll leicht salzig schmecken) ebenfalls dazugeben. Unter Zugabe von so viel Wasser wie nötig einen gewöhnlichen Hefeteig kneten. Er darf nicht zu nass und nicht zu trocken sein. Ideal ist er, wenn er sich seidig anfühlt.

Wenn ihr unsicher mit der Konsistenz seid, könnt ihr den Teig kurz stehen lassen und schauen, ob er anfängt zu gehen. Wenn ja: super! Wenn nein: mehr Wasser oder noch etwas Mehl dazu.

Wenn der Teig also so ist wie er sein soll, teilt ihr ihn in mehrere Portionen (bei mir sind es normalerweise sechs) und gebt diese in jeweils eine eigene Tupperschüssel. (Achtung: Es muss noch Luft drin sein, sonst hebt euch der Teig den Deckel an und trocknet aus!)

Nun wartet ihr idealerweise 24 h bevor ihr den Teig weiter verarbeitet. Wenn es gar nicht anders geht, versucht ihn wenigstens 8-10 Stunden gehen zu lassen :) Also morgens ansetzen, abends essen. Es dürfen aber auch ganz locker ein paar Tage sein. Ihr werdet sehen, dass der Teig dann ganz luftig und fluffig ist. Wenn ihr ihn weiter verwendet, solltet ihr ihn nur noch in die entsprechende Form bringen, aber nicht mehr ausgiebig kneten. Sonst geht einiges der gewonnenen Luftigkeit wieder verloren.

So, und jetzt könnt ihr daraus verschiedene Dinge backen.

Für die Focaccia bedeckt ihr eine Auflaufform mit einer ordentlichen Schicht Öl (bitte kein gewöhnliches Olivenöl nehmen, sondern eines, das sich zum Braten eignet), breitet darin den Teig aus (ich nehme 2 der vorbereiteten Portionen), bis sich das Öl auch ein wenig auf der Oberfläche verteilt und gebt anschließend grobes Salz und Rosmarin darauf. Dann für circa 20-25 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei mindestens 200 Grad.

Die Pizza könnt ihr natürlich ganz nach eurem Geschmack machen. Wichtig ist nur, dass der Ofen und am besten auch der Pizzastein bzw. das Backblech auf höchster Stufe vorgeheizt sind. Meine liebste Variante: Tomatensauce, Schinken, Mascarponekleckse, Pilze, Mozzarella di Buffala und ein würziger Käse.

Wenn es ganz einfach und schnell gehen soll, formt den Teig zu einem Fladen oder dreht ihn leicht ein und backt daraus ein schnelles Brot. Noch ein paar Oliven oder ein Salat dazu – perfekt!

Buon appetito!

 

SO. VIELE. GEFÜHLE.

Puh. Was sind das im Moment für emotionale Tage.

Vor elf Tagen habe ich mein viertes Kind geboren. Heute hätte sie eigentlich erst auf die Welt kommen sollen.

Heute ist aber auch der erste Todestag unseres geliebten Hundes. Er war bei uns, seit er ein kleiner Welpe war.  Als er starb, war er knapp elf Jahre alt. Das bedeutet fast elf Jahre Spaziergänge. Egal bei welchem Wetter. Fast elf Jahre Dreck, nasse Pfotenabdrücke und Hundehaare. Im Haus und im Auto. Fast elf Jahre immer der Hund im Hinterkopf. Was machen, wenn wir länger weg sind? Fast elf Jahre Urlaub mit Hund. Immer mit dem Auto. Immer dorthin wo er mitkommen durfte. Fast elf Jahre Rücksichtnahme und Kompromisse. Tierarztrechnungen, Futterkosten, Kacktüten.

Aber auch fast elf Jahre unbändige, unmittelbare und ungebremste Liebe. Linus war groß, schwarz und hat manchmal ziemlich gestunken, aber er war eine echte Seele von einem Hund. Kein Kind, kein Kindergeburtstag, kein noch so großes Geschrei konnten ihn aus der Ruhe bringen. Und auch wenn es ein Klischee ist: Es war einfach so schön, nach Hause zu kommen und zu wissen, dass er da sein und vor Freude ausrasten wird. Einfach nur, weil du heimkommst.

Die Liebe für meinen Hund war natürlich anders als die, die ich für meine Kinder empfinde. Aber dennoch bin ich auch ein Jahr später unendlich traurig und vermisse ihn wie wahnsinnig. Denn er war doch irgendwie unser erstes Kind. Er hat nie in unserem Bett geschlafen, wir haben ihn auch nicht vom Tisch gefüttert und auch sonst haben wir ihn wie einen Hund, nicht wie einen Menschen behandelt. Aber mit ihm durften mein Mann und ich üben, was es heißt, gemeinsam Verantwortung für etwas zu übernehmen. Wir konnten lernen, uns abzusprechen. Wir haben auch gelernt, dass wir uns gar nicht sonderlich oft absprechen müssen, da wir uns in Erziehungsfragen meistens einig sind. So hat uns unser Hund mit auf das Abenteuer Großfamilie vorbereitet. Auch deswegen werden wir ihn nie vergessen.

Zu diesen ganzen emotionalen Daten kommen aber auch noch so viele andere Gefühle.

Ich vermisse meinen Vater, der keines seiner bisher fünf Enkelkinder (meine vier + das Baby meiner Schwester) kennenlernen durfte.

Ich vermisse auch meinen Mann, der nach ein paar Tagen daheim wieder arbeiten gehen musste. Nicht, weil er das so gerne möchte, sondern weil er muss. Ich habe mir ja nicht ohne Grund einen emanzipierten Schweden ausgesucht ;) Aber da seine Frau – also ich – nicht so der klassische Karrieretyp ist, muss er tapfer den Großteil des Familieneinkommens bestreiten. Und da man mit dem Höchstbetrag des Elterngeldes nur schwer eine sechsköpfige Familie ernähren kann, kann er keine Elternzeit nehmen.

Das bedeutet also, dass er morgens die Kinder in die Schule bzw. in den Kindergarten bringt und dann zur Arbeit fährt. Dann sind das Baby und ich alleine. Das genieße ich auch wirklich sehr, dennoch fehlt mir eben mein Mann. Ich würde so gerne mit ihm die ruhigen Vormittage auskosten und jede Bewegung, jedes Geräusch und jede volle Windel unserer Kleinsten mit ihm teilen. Aber da funkt eben die Realität dazwischen.

Zu all dem kommt dann noch diese ganz besondere Atmosphäre, wenn man gerade ein Baby geboren hat. Alles ist auf einmal wie in Watte gepackt und gleichzeitig total verstärkt.

Die Zeit geht langsamer und schneller zugleich. Alles ist entschleunigt und gleichzeitig rennen einem die Tage nur so durch die Finger. Auf einmal ist sie 11 Tage alt. Die Nabelschnur ist auch schon abgefallen. Das erste Mal baden haben wir ebenfalls hinter uns.

Deine Wahrnehmung verändert sich radikal. Auf einmal fährt jedes Auto viel zu schnell an dir vorbei. Alle reden viel zu laut. Bei der ersten Autofahrt spürst du jede einzelne Unebenheit bis ins Mark. Jedes kleine Loch in der Straße wird zu einem riesigen Graben, der den Kinderwagen viel zu sehr durchschüttelt.

Die Sonne scheint auf einmal heller. Jedes Licht ist viel greller. Der Regen ist lauter. Alles erscheint in mindestens 1000%.

Diese erste Zeit mit einem neuen Baby ist so vieles. Bewegend. Verwirrend. Bezaubernd. Anstrengend. Entspannend. Chaotisch. Eine Berg-und-Talfahrt. Emotional. Wunderschön. Lustig. Traurig. Unglaublich kleine Füße, Hände und Ohren. Weiche Haut. Winzige Klamotten, die trotzdem zu groß sind. Schmerzen im Nacken. Schmerzende Brüste. Ein überquellendes Herz.

Bestimmt erlebt jeder diese Zeit ein bisschen anders. Aber eines ist sie sicherlich für jeden: einmalig.

Und genau deswegen lasse ich diesen Beitrag jetzt Beitrag sein und versuche nicht, ihn noch zu verbessern, sondern lege mich stattdessen mit meinem Baby auf dem Arm auf die Couch. ❤️

Schwedische kokosbollar

Sehr beliebt in Schweden sind kleine süße Teilchen, die man zum Kaffee isst. So wird daraus eine fika(paus), also eine Kaffeepause. Ein für uns lustiges Wort, aber eine schöne Tradition. Das Kaffeetrinken wird in Schweden ziemlich zelebriert – man trinkt gerne und viel Kaffee.

Es gibt traditionell Kekse, Gebäckstücke oder eben sogenannte kokosbollar (oder auch chokladbollar) dazu.

Aus gegebenem Anlass – eine meiner Lieblingsschwestern feiert morgen Geburtstag – habe ich heute welche selbst gemacht. Da meine andere Lieblingsschwester jeden Januar ihr eigenes Fasten-Programm durchzieht und auf alle tierischen Produkte und konventionellen Zucker verzichtet, habe ich diesmal auch eine vegane Variante gemacht. Beides geht super schnell und einfach und man kann es unendlich variieren. UND die Kinder mögen es auch!

Hier das Rezept

150 g Butter oder Kokosöl (Zimmertemperatur)

2 dl Zucker oder Xylit (Birkenzucker)

3,5 dl feine Haferflocken

1 dl Kokosflocken

1,5 EL Vanillezucker oder Xylit

4,5 EL Kakaopulver

3 EL kalter Kaffee (mit Kaffee schmeckt es besser, wer aber der Kinder wegen auf Kaffee verzichten möchte, kann auch einfach Wasser nehmen)

Kokosflocken oder Hagelzucker zum verzieren

In Schweden werden Rezepte traditionell in dl=Dezilitern angegeben. Man benutzt zum Abmessen kleine Messbecher. Die gibt es unter anderem bei IKEA. 

Erst das Fett mit dem Zucker vermischen (von Hand oder mit dem Rührgerät), dann die restlichen Zutaten unterrühren. In einen tiefen Teller die Kokosflocken oder den Hagelzucker (ich persönlich stehe auf die Kokosvariante) schütten. Aus dem Teig kleine Kügelchen formen und in den Flocken hin- und herrollen.

Die fertigen Kügelchen in einer Dose im Kühlschrank mindestens eine Stunde kaltstellen. (Vor allem die Butter-Variante – die bollar aus Kokosöl sind von Natur aus härter) Man kann sie auch super einfrieren. Aber bei uns kommt es irgendwie nie dazu ;)

Ich bin mir relativ sicher, dass man die chokladbollar auch noch „gesünder“ machen kann und den Zucker zum Beispiel durch Honig oder Agavendicksaft ersetzen kann. Ich habe es nur noch nie ausprobiert.

Jetzt noch Kaffee kochen und die süßen Kugeln genießen …

Weltbester Zitronenkuchen

Dieses Rezept war eines der ersten, das ich mir je angeeignet habe und ich finde, es ist nach wie vor das allerbeste Rezept für Barbarakuchen, also Zitronenkuchen! Außerdem habe ich kürzlich rausgefunden, dass der Teig auch in Muffinform gut gelingt.

Nich lang schnacken – hier das Rezept:

200 g Butter

250 g Zucker

abgeriebene Zitronenschale

4 Eier

125 g Speisestärke

125 g Mehl

0,5 TL Backpulver

und für den Guss

Saft einer halben Zitrone

circa 6 EL Puderzucker

Bei dem Teig darauf achten, dass die Butter wirklich weich ist. Zunächst die Butter mit dem Zucker und der Zitronenschale verrühren, bis alles schön cremig und ein bisschen heller geworden ist. Danach die Eier hinzugeben (am besten wirklich eines nach dem anderen, und immer so lange rühren, bis man das Ei nicht mehr sieht). Dann das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver dazu. Alles nochmal kräftig verrühren.

Für den Kuchen: Den Teig in eine (am besten mit Backpapier ausgekleidete) Kastenform füllen und bei 175 Grad (ohne Umluft) circa 70 Minuten backen. Macht immer mal wieder eine Stäbchenprobe, denn der Kuchen sollte nicht total trocken gebacken werden.

Für die Muffins: den Teig in eine (am besten mit Papierförmchen ausgekleidete) Muffinform füllen. Bei mir werden es immer 12 große Muffins. Dann bei 175 Grad (ohne Umluft) circa 25-30 Minuten backen. Auch hier empfiehlt sich die Stäbchenprobe.

Anschließend bei beiden Zubereitungsarten den Zitronenguss auf dem Backwerk verteilen. Nach Belieben noch Streusel drauf und fertig!

Viel Spass beim Nachbacken

Sitzkissen selber nähen

Jedes Mal wenn ich wieder etwas nähe, macht es mir solchen Spaß, dass ich mich immer frage, warum ich das nicht viel öfter mache. Aber so ist das nunmal im Alltag einer Mutti ;) Man hat oft nicht genug Zeit für sich und die Dinge, die einem Spaß machen.

Jetzt hatte ich also mal wieder Zeit und eine Idee. Wir haben eine L-förmige Couch, die es mit sich bringt, dass immer nur einer von uns bequem seine Beine ausstrecken kann. Deswegen wollte ich gerne ein paar Sitzkissen nähen, die man gut übereinander stapeln kann um seine Füße darauf ablegen zu können.

Das Schöne an diesem Projekt war und ist, dass es so unglaublich simpel und schnell genäht ist. Also ein tolles Projekt auch für Nähanfänger.

Für die drei verschiedenen Kissen, die ich bis jetzt genäht habe, habe ich einen sehr weichen, leicht dehnbaren Stoff (beige; daraus wollte ich ursprünglich mal einen Schal nähen), einen richtigen Polsterstoff (der rosafarbene) und zwei feste IKEA-Stoffe (grün und weiß mit Punkten) genommen.

Zunächst muss man nur zwei große Kreise ausschneiden. In Ermangelung einer passenden Vorlage habe ich mir aus einem Stück Papier einen Viertel-Kreis ausgeschnitten und den dann auf den Stoff gelegt und abgezeichnet (zeichnen, nach rechts spiegeln, zeichnen, nach unten spiegeln, zeichnen, nach links spiegeln, zeichnen).

Bei dem kleineren Kissen konnte ich den Deckel einer Tonne als Vorlage benutzen. Anschließend die Kreise ausschneiden.

Dann legt man die Stoffe rechts auf rechts aufeinander. Für Nähanfänger: rechts auf rechts bedeutet, dass sich die beiden schönen Seiten anschauen bzw. innen berühren. Bei unifarbenen Stoffen ist das meist egal. Das heißt, von außen sieht man die Stoffseiten, auf die man die Umrisse gemalt hat.

Nun steckt man alles rundherum mit Nadeln fest. Dabei sollte man sich die Wendeöffnung am besten mit quergesteckten Nadeln markieren. Die Wendeöffnung ist der Ausschnitt, durch den man den Stoff nach dem Zusammennähen von innen nach außen stülpen kann und durch den man dann das Kissen auch befüllt. Die Öffnung sollte also ungefähr so breit sein wie eure Faust.

Dann einmal (fast) rundherum zunähen. Ich benutze dazu einen Stretch-Geradstich. Das dauert zwar ein bisschen länger, da immer abwechselnd vorwärts und rückwärts genäht wird, aber dafür gibt es eine reißfeste, dehnbare Naht.  Nach dem Wenden muss man das Kissen nur noch füllen. Ihr könnt dazu entweder diese Kügelchen benutzen, mit denen man auch Sitzsäcke befüllt oder einfach Kissenwatte. Ich habe normale Kissenfüllung genommen. Die kann man im Stoffladen kaufen oder man kauft bei Ikea die billigsten Kopfkissen (3,99€) und nimmt daraus die Füllung. Es empfiehlt sich, die Sitzkissen relativ dicht zu stopfen. Wenn ihr übrigens lieber die Kügelchen benutzen wollt, solltet ihr zunächst einen Innensack aus ganz einfachem Stoff nähen, damit, falls eine Naht aufgehen sollte, nicht gleich alles voll mit diesen wunderbar elektrostatisch aufgeladenen Mini-Bällchen ist. Ich spreche aus Erfahrung ;)

Wenn ihr das Kissen gefüllt habt, müsst ihr nur noch die Wendöffnung verschließen. Man kann natürlich einfach von außen die Naht mit der Nähmaschine verschließen. Das ist aber zum einen ein bisschen knifflig und zum anderen sieht es danach nicht besonders schön aus. Am besten näht ihr die Öffnung von Hand mit dem sogenannten Matratzen- oder Leiterstich zu. Das ist ein besonderer Stich, den man nachher von außen nicht mehr sehen kann. Dazu gibt es tolle Anleitungen auf YouTube. Lasst euch nicht entmutigen, falls ihr das noch nie gemacht habt: es sieht zunächst komplizierter aus als es ist. Und es lohnt sich wirklich, diesen Stich zu lernen.

So, nun aber genug der weisen Worte. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen!

Anna

 

Kerzenhalter aus Holzkugeln

Vor einiger Zeit habe ich den String-Kerzenhalter von Ferm Living im Internet entdeckt und fand ihn gleich umwerfend. Den Preis fand ich allerdings auch eher umwerfend – und das nicht im positiven Sinne ;)

Alternative: (wer hätte es gedacht!?) Selbermachen. Ich habe dann im Internet nach Holzkugeln geschaut. Dort gibt es auch wirklich tolle Sachen, aber die sind teilweise sehr teuer oder die Lieferzeit wäre relativ lang gewesen. Das hat meine kreative Ungeduld nicht ausgehalten. Also bin ich in den Bastelmarkt und habe dort

Holzkugeln in verschiedenen Größen (4 davon mindestens 6 cm im Durchmesser)

Veloursband

Tüllen (das sind die Halterungen für die Kerzen)

gekauft. Bei den Holzkugeln solltet ihr darauf achten, dass sie „gebohrt“ sind und nicht „halbgebohrt“. Bei den halbgebohrten Kugeln geht das Loch nur bis zur Hälfte.

Zuerst habe ich Löcher in die vier großen Kugeln gebohrt … ok … das ist gelogen … mein Mann hat das gemacht. Aber ich habe fachkundig zugeschaut.

Dabei hat er das bereits vorhandene Loch als Ausgangspunkt genommen und es auf die Größe der Tülle erweitert. Wir haben dazu die Säulenbohrmaschine benutzt. Wer keine solche hat, kann es auch mit der normalen Bohrmaschine versuchen. Wem das auch noch suspekt ist, der kann sich z.B. bei DaWanda fertige Holzkugeln inklusive Tüllen bestellen.

Im nächsten Schritt mussten die Holzkugeln unten abgeschliffen werden, damit sie eine gerade Fläche haben, auf der sie sicher stehen können. Ich denke, man kann hier die Gleichung aufstellen: je kleiner die Kinder, die im Haus wohnen, desto größer (=standfester) sollte die Fläche sein. Um ehrlich zu sein, ist das eine eher ätzende, langwierige Sache. Ich habe dazu den Winkelschleifer genommen, aber vielleicht hat ja jemand eine bessere Idee?!

Anschließend mussten in die vier großen Kugeln im unteren Drittel wieder feine Löcher für die Schnur gebohrt werden.

Danach habe ich die Tüllen mit Heißkleber in die vorbereiteten Löcher geklebt.

Ganz am Schluss muss man nur noch die Schnur durch die Löcher fädeln. Und fertig ist der Kerzenständer/Adventskranz •••Θ•••Θ•••Θ•••Θ•••

 

Mit 14 Mann nach Sardinien

Das war ein ganz schönes Projekt, das wir uns da vorgenommen hatten: Zu vierzehnt nach Sardinien! 3 Familien, 1 Wohnwagen, 1 Wohnmobil, 1 VW-Bus mit Anhänger, 6 Erwachsene, 8 Kinder, 2 Wochen, 900 km nach Livorno, 6,5 h auf der Fähre, 630 km Rundweg auf Sardinien, wieder 6,5 h Fähre, wieder 900 km von Livorno nach Hause …

Zu Vierzehnt? seid ihr bekloppt?

Viele Leute, denen ich davon erzählt habe, was wir in den Pfingstferien vorhaben, haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen: „Ne, das wäre mir zu anstrengend!“ „Mit so vielen Leuten zusammen Urlaub machen? Wahnsinn!“ Und, was soll ich sagen? Ja, es ist nicht immer leicht, sich mit so vielen anderen Menschen abzustimmen, zu arrangieren und zu einigen. Aber es ist eine unheimlich wertvolle Erfahrung, bei der man viel über sich selbst und die anderen lernen kann. Und für die Kinder war es einfach traumhaft. Es war immer jemand da zum Spielen (und das schon am frühen Morgen!) und zusammen waren sie unheimlich frei und selbstständig: so konnten zum Beispiel die Kleinen zusammen mit den größeren Kindern auf den Spielplatz laufen oder mit Lauf- und Fahrrädern eine Runde um den Campingplatz drehen – ganz ohne Erwachsene. Auch für uns Eltern war das natürlich eine riesige Erleichterung. Wir konnten Urlaub mit unseren Kindern machen, aber mussten sie nicht permanent bespaßen – wir waren entspannt und zufrieden und so waren die Kids es auch. Wie gesagt, es gab auch Situationen, die für alle unbefriedigend waren, da man vielleicht unterschiedliche Vorstellungen von der Tagesplanung oder vom Essen oder oder oder hatte, aber alles in allem war es eine tolle Erfahrung.

Die Anreise

Auf der Fähre

Ich möchte diesen Urlaub nicht jedes Jahr machen, aber ich bin soooo froh, dass wir es dieses Jahr so gemacht haben! Das liegt daran, dass die Anreise mit Auto (und Wohnwagen) eben ziemlich lang ist. Wir mussten circa 900 km nach Livorno fahren und dort dann auf die Fähre. Da die Italiener ja ihrem Ruf gerecht werden müssen, vielleicht nicht das bestorganisierteste Volk der Erde zu sein, ging die Fähre auch einfach mal eine Stunde später los als angekündigt ;) Mit dem Flugzeug ist die Reise natürlich schneller und bequemer, aber für uns als fünfköpfige Familie einfach nicht optimal. Alternativ kann man übrigens auch von Genua oder sogar von Frankreich (Nizza, Marseille oder Toulon) die Fähre nehmen. Preise vergleichen lohnt sich! Für unser großes Gespann war es jedoch am günstigsten von Livorno aus. Bei der Kalkulation der Anreise darf man auch nicht vergessen, die anderen Kosten mit einzuberechnen – z.B. Vignetten (ja, Vignetten – denn in der lieben Schweiz braucht nicht nur das Auto eine Vignette, sondern auch der Wohnwagen!) und Mautgebühren.

Tipps? ja, Tipps

Ich tue mich immer schwer damit, ganz konkret zu Dingen zu raten oder von ihnen abzuraten, da die Vorstellungen und Geschmäcker ja so verschieden sind, aber in diesem Fall möchte ich es doch tun: Ich behaupte, dass man total viel verpasst, wenn man auf Sardinien in einer einzigen Unterkunft bleibt anstatt die Insel zu erkunden. Ich habe selten eine so vielfältige Landschaft kennengelernt. Deswegen ist mein ganz klarer Tipp, sich entweder einen Mietwagen zu leihen, oder eben doch die beschwerliche, aber lohnenswerte Anreise mit dem eigenen Auto auf sich zu nehmen :) Wir haben so unglaublich viel gesehen und erlebt in diesen 14 Tagen – das möchte ich um keinen Preis der Welt missen.

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hyperschlecht

Wie fängt man an, über etwas zu schreiben, das einen wochenlang außer Gefecht gesetzt hat? Ich weiß es nicht so richtig. Deswegen habe ich diesen Post auch schon 26 Mal in meinem Kopf entworfen und dann wieder verworfen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, sich hinzusetzen und zu schreiben. So, nun aber der Reihe nach.

Ich bin schwanger mit meinem vierten Kind. An sich ist das ja eine tolle Nachricht. Jetzt, in Schwangerschaftswoche 21 kann ich das auch so empfinden und freue mich wahnsinnig auf dieses Baby. Aber bis vor zwei, drei Wochen sah die Welt noch ganz anders aus. Die dunkle Wolke, die mich beherrscht hat, heißt Hyperemesis gravidarum. Zu deutsch: die schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit. Ja, genau das, was Herzogin Kate auch hat. Jeder, der auch darunter zu leiden hatte, kennt nur allzu schmerzlich den Unterschied zur normalen morning sickness. Für die Glücklichen, die davon verschont waren: das eine lässt sich mit dem anderen nur schwer vergleichen.

Hyperemesis spielt in einer ganz anderen Liga. Natürlich variiert das Krankheitsbild auch hier von Schwangerer zu Schwangerer, aber man kann es vielleicht so zusammenfassen:

  • die Übelkeit begleitet dich 24 h am Tag
  • der Zustand hält weit über die 12. SSW hinaus an
  • das Erbrechen kann dich so schwächen bzw. dehydrieren, dass du in der Klinik mit Infusionen versorgt werden musst
  • die meisten Schwangeren brauchen Medikamente, um diese Zeit überhaupt zu überstehen
  • dieser Zustand ist psychisch extrem belastend

So weit, so schlecht. Ich war leider in allen vier Schwangerschaften davon betroffen. Bei der ersten ging es bis zur 25. SSW, und ich habe in den ersten Wochen 6 kg abgenommen. Bei der zweiten ging es ’nur‘ bis zur 20., dafür lag ich aber eine zeitlang in der Klinik. Bei der dritten Schwangerschaft hielt das Erbrechen bis zur 18. SSW an und diesmal bis zur 19. SSW.

Für meinen Mann war übrigens schon immer klar, dass er vier Kinder haben wollte. Ich jedoch habe immer gezögert. Und zwar nicht, weil ich kein viertes Kind wollte, sondern weil ich schlicht und ergreifend irrsinnige Angst vor einer erneuten Schwangerschaft hatte. Jetzt, da das schlimmste überstanden ist, kann ich sagen, dass ich mich darüber freue, dass wir diesen kleinen ‚Unfall‘ hatten und ich quasi bewusst gar keine Entscheidung treffen musste. Denn das muss ich klar sagen: bei allem Elend habe ich nie an einen Schwangerschaftsabbruch gedacht. Aber das zu erklären ist gar nicht so leicht. In diesen 13 Wochen Dunkelheit (von der 6. bis zur 19. SSW) war mir irgendwie gar nicht so richtig bewusst, dass ich ein Baby in mir trage. Das klingt verrückt, ich weiß. Aber durch die mit den Symptomen einhergehende Depression konnte ich  gar nicht hinter diese Tür gucken. Ich war gefangen in einem dunklen Raum aus Übelkeit und Erbrechen. Es gab kein Baby in diesem Raum. Nur mich und meinen Körper. Und die Angst. Meine Gedanken kreisten darum, wie ich den Tag überstehen könnte. Morgens fing es damit an, dass ich einen Zeitpunkt abzupassen versuchte, an dem möglichst keines der Kinder in der Nähe der Toilette war, wenn ich mich erbrechen musste. Dann ging es weiter mit der Frage, welche Flüssigkeit denn an diesem Tag am wenigsten schlimm wäre. Wasser? Tee? Ingwersud? Und welches Essen würde wohl heute überhaupt irgendwie funktionieren? Denn das ist die einzige Regel, die (für mich) ganz sicher galt: Wenn ich gar nichts esse, wird es noch schlimmer. Ansonsten gab es so gut wie keine Regeln, was das Ganze noch einmal so unendlich viel schwerer machte. An einem Tag konnte ich einen Flammkuchen essen und dazu eine Fanta trinken und es war ok. Am nächsten Tag konnte es passieren, dass ich mir nach einem Zwieback und einem Schluck Fencheltee die Seele aus dem Leib gekotzt habe.

Wenn es einem so schlecht geht und man so oft es geht einfach auf der Couch vor sich hin vegetiert, googelt man natürlich und sucht Berichte von anderen Betroffenen. Vor Allem bei Instagram bin ich da fündig geworden. Dabei habe ich einige Posts von Frauen gefunden, denen es so ging wie mir oder sogar noch schlechter. Bilder von Eimern, Braunülen, Infusionsständern, etc. So schlimm das auch war, so sehr hat es mich natürlich getröstet, dass ich nicht alleine bin. Aber, was mich wirklich schockiert hat, waren die vielen Beiträge, die in einem fröhlich-tschilpenden Ton so Dinge verkündet haben wie: „Heute wieder ein echt schlechter Tag. Naja, da muss man halt durch. Lachender emoticon, Herz emoticon, Sonnen emoticon #hyperemesisgravidarum“ und dazu ein durchgestyltes Foto einer lächelnden Schwangeren. Oder Beiträge, bei denen IG-typische Fotos von opulenten Mahlzeiten gepostet wurden und dazu Kommentare wie „Nach diesem Essen ist die #hyperemesisgravidarum ein bisschen besser auszuhalten! Lachender emoticon“  Puh. Ich meine, ich fühle mich schon ein bisschen merkwürdig dabei, das zuzugeben, aber ich habe mich von solchen Posts verhöhnt gefühlt. Ich weiß, dass jeder seiner eigenen Wahrnehmung unterliegt, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Frauen das gleiche durchgemacht haben wie ich. Es ist ja auch völlig ok, wenn man sich nicht wochenlang beschissen fühlt! Glaubt mir, es ist sogar besser so! Die wirkliche Hyperemesis wünsche ich niemandem! Niemandem! Aber ich wünsche mir, dass man sorgsam mit diesem Thema umgeht. Wenn man nicht wirklich davon betroffen ist, sollte man sich vielleicht einfach zurückhalten. Auch mit Tips. Wenn ich einen Euro für jedes Mal bekommen hätte, da mich jemand fragte: „Hast du es denn schon mal mit Ingwer probiert? Soll helfen …“, dann könnte ich jetzt mit dem Geld ein schönes Wochenende irgendwo verbringen.

Ja, ich habe Ingwer ausprobiert. Ja, ich habe B-Vitamine probiert. Ja, ich kenne Vomex. Ja, ich kenne den Trick, erstmal einen trockenen Keks zu essen bevor man aufsteht. Ja, ich kenne Nux Vomica. Ja, ich habe nach dem Aufstehen erstmal einen Schluck lauwarmes Wasser getrunken. Ja, ich habe es mit Tee probiert. Ja, ich kenne Ipecacuanha. Ja, ich habe es mit ausschließlich warmem, bekömmlichem Essen versucht. Ja, ich habe an einer Zitrone gerochen. Ja, ich habe so ein blödes Akupressur-Armband. JA JA JA!

Wie gesagt, bei mir war das einzige, was sicher war, dass ich mich zum essen zwingen musste, denn sonst war ich völlig verloren. Dennoch ist mir auch das nicht immer gelungen. Manchmal war der Widerwille gegen das Essen einfach zu groß. Ansonsten habe ich es mit Akupunktur versucht. Es hat die Übelkeit nicht weggezaubert, aber es hat mir zumindest ein kleines bisschen Linderung und Entspannung verschafft. Meine Hebamme meinte jedoch auch, dass das einzige was wirklich helfen könnte, Ruhe und Entspannung sei. Das ist natürlich nicht gerade leicht zu bewerkstelligen, wenn ein Kind frisch in die dritte Klasse (= neue Lehrerin, neues Klassenzimmer, neue Ansprüche) kommt, das andere Kind eingeschult wird (alles neu!) und das dritte Kind Eingewöhnung im Kindergarten hat. Deswegen waren die ersten 4-5 Wochen nach den Sommerferien auch die schlimmsten überhaupt. Erst, als sich alles eingependelt hatte, und ich auch mal wieder 2-3 Stunden am Tag für mich hatte, ging es langsam bergauf. Nichtsdestotrotz konnte ich nach dem Sommerurlaub bis heute nicht mehr arbeiten gehen. Momentan arbeite ich nur von zu Hause. (Das ist mir auch nach wie vor ein Rätsel, wie Frauen mit Hyperemesis es schaffen, ihren Job weiterzumachen. Riesenrespekt an dieser Stelle.)

Der einzige Tip, den ich mir anmaßen würde, anderen Betroffenen zu geben ist der folgende: Besprecht mit eurer Frauenärztin/eurem Frauenarzt die Möglichkeit der Beantragung einer Haushaltshilfe. Zu mir kam an drei Tagen in der Woche eine Frau, die mir geholfen hat. Das war wirklich eine wahnsinnige Erleichterung! Wenn ihr also betroffen seid und die Möglichkeit dazu habt, nehmt diese Hilfe an! Ich fand die Vorstellung am Anfang zwar auch schwierig, dass jemand um mich herumwirbeln sollte, während ich im Bett lag, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Während der Zeit in der die Haushaltshilfe da war, ging es bei mir auch sichtlich bergauf. Das kann natürlich auch Zufall gewesen sein, aber mir hat es ungemein geholfen, dass jemand da war, der dieses äußere, belastende Chaos ein bisschen gebändigt hat.

Warum schreibe ich das eigentlich alles auf? Tja, es ist wohl wie so oft, wenn Menschen über Dinge schreiben, die sie belasten oder belastet haben: Man erhofft sich davon eine Art Therapie, dass man sich frei machen, vielleicht sogar abschließen kann mit diesem dunklen Kapitel. Im Englischen gibt es das schöne Wort closure. Das wünsche ich mir. Und ein bisschen gut fühlt es sich auf jeden Fall schon an. :)

Jetzt kann ich mich endlich wieder den schönen, sonnigen, bunten, wilden, fröhlichen, banalen Dingen des Lebens widmen und mich auf mein viertes Baby freuen. Yay!

Danke, dass ihr bis hierhin gelesen habt. ♡

Anna

 

 

P.S.: Es tut mir leid, dass manche von euch nun erst auf diesem Wege von Baby Nummer 4 erfahren haben …

 

 

Zwischen Sardegna und hier

Leute, Leute. Vor vier Stunden sind wir von unserem15-tägigen Sardinienurlaub zurückgekehrt. Noch sind wir völlig gefangen in diesem Niemandsland zwischen Urlaub und Zuhause, zwischen am-Strand-liegen und Wäsche waschen, zwischen Eis essen und Wochenendeinkauf. Ich mag noch gar nicht daran denken, wie der Montag mit Arbeit, Schule und Kindergarten wieder weitergeht. Und ich habe beschlossen, das auch wirklich nicht zu tun. Heute schwelge ich noch ein wenig im Gestern. Der Alltag muss noch einen Tag warten. Wenn ich dann wieder richtig im Alltagsmodus angekommen bin, werde ich natürlich ausführlich darüber berichten, wie ein Urlaub auf Sardinien mit drei Familien (sage und schreibe 14 Personen insgesamt) so aussehen kann. Aber bis dahin: noch ein bisschen Dolcefarniente. Nur noch ein ganz kleines bisschen  ….