Lecker Fisch!

In der letzten Zeit gibt es bei uns irgendwie oft Fisch bzw. Seafood …

Die Lachssuppe habe ich bei meiner schwedisch-finnischen Schwiegermama kennengelernt. Sie ist total schnell und einfach zubereitet und schmeckt einfach gigantisch.

Die Grundzutaten sind – wer hätte es gedacht – Lachs, Kartoffeln, und irgendeine Art Suppengrün. Was man noch hinzugibt ist eigentlich nicht wichtig. Besonders lecker finde ich Selleriestauden. Ich habe mir angewöhnt, wenn ich Gemüse kaufe, das sich für Suppen oder Currys oder ähnliches eignet, einfach kleinzuschneiden und den Teil, den ich nicht gleich brauche, einfach einzufrieren. Das ist irre praktisch, wenn man mal nicht wahnsinnig viel Zeit zum einkaufen und/oder kochen hat. Das gleiche mache ich übrigens auch mit dem Lachs: ich kaufe oft ein frisches Lachsfilet und schneide es dann in grobe Würfel und friere es ein.

 

Das zweite skandinavisch-kulinarische Highlight der letzten Tage wären räkor – also Shrimps.

Obwohl es eine große Fummelei bedeutet, kaufen wir immer die ungeschälte Variante: die Shrimps schmecken dann einfach besser. Traditionell isst man sie auf Brot (gerne mjukbröd, also das weiche Brot, das es bei IKEA oder mittlerweile sogar auch bei ALDI gibt) bzw. Toast. Dazu passt Schmand, Dill, Zitrone, Zwiebel, Mayonnaise und Pfeffer. Dieses Mal haben wir erstmals die marinierten Zwiebeln dazu gegessen – auch seeehr lecker!

 

Kartoffelwaffeln

Am vergangenen Wochenende haben wir ein Rezept ausprobiert, das mein Mann (!) in der FLOW (Nummer 23) entdeckt hat:

Kartoffelwaffeln mit Lachs

Eine Sensation!

Das Rezept stammt von einem australischen Koch, der mittlerweile in Stockholm lebt: Simon Bajada.

250 g mehligkochende Kartoffeln schälen, kochen, stampfen, abkühlen lassen und mit

Salz, Pfeffer, Dill (wer will),

25 g zerlassener salziger Butter,

60 g Mehl und

2 Eiern vermengen und im gefetteten Waffeleisen ausbacken.

Dazu Gravlax (und/oder wie wir Garnelen), Schmand, Zitronensaft reichen.

Auch lecker dazu: rote Zwiebeln, die zuvor mit Zitronensaft und Zucker eingelegt wurden.

Smaklig måltid!

 

 

 

 

Endlich mal wieder …

… hatte ich Zeit etwas zu nähen! Herrlich.

Leider komme ich nicht so oft dazu, wie ich mir das wünschen würde. Aber das geht wohl vielen so.

Nun habe ich es also endlich mal wieder geschafft. Das alte Wickeltäschchen, das ich hatte, war wirklich erbärmlich … Höchste Zeit für ein neues. Denn auch wenn das dritte Kind mittlerweile schon zwei ist –  auch für das letzte halbe Jahr/Jahr darf es ja noch ein bisschen hübsch sein.

Also ran an den Stoffschrank, etwas schönes aussuchen und los geht es.

Von innen ist es ziemlich schlicht: weißer und blau-weiß gestreifter Stoff. Außen habe ich den letzten Rest eines tollen Stoffs mit Segelbooten benutzt. Und so sah die Tasche dann von außen aus:

Verschlossen wird das ganze mit einem breiten, dunkelgrünen Gummiband. Das hatte ich zufällig noch da. Manchmal hadere ich ein bisschen mit diesem Pragmatismus: wenn ich mich dazu entschlossen habe, etwas zu machen, ziehe ich es auch durch, auch wenn ich vielleicht nicht perfekt dafür ausgestattet bin. Mir hätte ein dunkelblaues Gummiband besser dazu gefallen, aber dafür hätte ich extra in ein Geschäft fahren müssen, und dann weiß ich nicht, ob ich das Nähprojekt auch wirklich so schnell abgeschlossen hätte. Manchmal braucht es einfach nur ein wenig Mut zur Imperfektion ;)

Gefrostete Gläser

Ich habe da mal was ausprobiert … Mit Salz gefrostete Gläser. Man nehme:

ein (Weck) Glas

grobes Salz

Wasser

einen Heizkörper

Man schütte das grobe Salz in das Glas, bedecke es ordentlich mit Wasser und stelle es auf die Heizung. Dann warten. Beim ersten Versuch (siehe Bild) habe ich übrigens viel zu wenig Salz genommen. Das Weckglas, das ich genommen habe, ist circa 20 cm hoch. Dafür habe ich im Endeffekt bestimmt drei Esslöffel Salz benötigt. Wasser musste ich auch einige Male nachfüllen, da es momentan so kalt ist, dass die Heizung wirklich richtig heiß war.

Nach einiger Zeit kriechen dann die Salzkristalle förmlich das Glas hinauf.

 

 

 

Viel Spaß beim nachmachen :)

Unverhofft schön

Was macht man mit einem Tag, den man unverhofft Zuhause verbringt, da das mittlere Kind in der Nacht Fieber bekommen hat? Zuerst war ich ein wenig genervt, da ich sooo viel zu tun hatte, so viel zu erledigen, so viel vor. Es fällt mir oft schwer, mich von dem loszulösen, das ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Ich habe dann immer das Gefühl, dass mein gesamtes Konzept zusammenbricht. Bei einem 5-Personen-Haushalt gibt es eben immer viel zu tun … Aber mal ehrlich: Geht wirklich die Welt unter, nur weil ich nicht schon morgens die Waschmaschine anschmeiße? Oder weil ich nicht ins Büro fahre, sondern nur von zu Hause die wichtigsten Mails beantworte? Bricht wirklich das reinste Chaos aus, weil ich nicht einkaufen gehe, sondern meinen Mann bitte, dies auf dem Heimweg zu erledigen? Eben …

Als ich mich also damit abgefunden hatte, dass es heute nicht wie geplant laufen würde, einige Anrufe getätigt hatte und ein paar Mails beantwortet hatte, wurde es ganz wunderbar.

Schneeschippen mit Uropa

Zuerst mussten wir Schnee schippen. Dank Fiebersaft und warmer Kleidung hatte sogar meine kränkelnde Tochter viel Spaß dabei.

Danach haben wir gemeinsam einen italienischen Tomaten-Auberginen-Auflauf gemacht. Lecker!

Parmigiana di melanzane

 

 

 

 

 

 

Und da der Ofen dann sowieso schon einmal heiß war, haben wir auch gleich noch einen Rotweinkuchen gebacken. Den haben wir dann nachmittags mit viel Obst und Tee bei der Lektüre von Pippi Langstrumpf gegessen.

Unser Nachmittagssnack

Alles in allem war es ein wirklich entspannter, schöner Tag. Nicht, dass ich mir jetzt wünschen würde, dass meine Kinder öfter einmal krank würden, aber naja, so ab und zu … ;)

Papas Geburtstag

Es ist Freitag, der 6. Januar 2017. Morgens um 9:47 wache ich auf. Mein Mann liegt neben mir. Er schnarcht. Von oben höre ich die Stimmen unserer drei Kinder. Sie diskutieren. Es geht um irgendetwas mit Lego, Eisbären und Elsa. Fuck. Ich wecke meinen Mann. Wir müssen uns beeilen. Um elf müssen wir zum Brunch bei meinem Papa sein. Er feiert heute seinen 56.ten Geburtstag. Davor muss aber noch der Hund raus, wir müssen uns einigermaßen stadtfein machen und vor allem die Kinder müssen davon überzeugt werden, dass sie sich heute bereits vor 14 Uhr aus ihren Schlafanzügen schälen müssen. Der Weihnachtsferien-Modus hat uns nämlich momentan fest im Griff. Mein Mann brummt vor sich hin. Ich versuche nun etwas eindringlicher, ihn zu wecken. Als ich aufstehe, versucht er, mich zurück ins Bett zu ziehen. Ich wehre mich schweren Herzens gegen seine Hank-Moody-Moves und entfliehe im letzten Moment dem Bett. Ich gehe duschen, schminke mich, ziehe mich an, trommle die Kinder zusammen, helfe ihnen bei der Wahl der Festtagskleidung, prügle meinen Mann aus dem Bett, wickle den Kleinsten, treibe meinen Mann dazu an, endlich mit dem Hund rauszugehen, mache uns beiden einen Kaffee, flechte meiner Tochter einen französischen Zopf, knöpfe meinem Großen das Hemd richtig zu und schaffe es schließlich, uns alle einigermaßen pünktlich ins Auto zu verfrachten.

Und dann …

Dann wache ich auf. Es ist der 6. Januar 2017 und wir werden nicht zu meinem Papa fahren. Denn mein Papa ist vor knapp zwölf Jahren gestorben. An diesem kleinkarierten, windigen kleinen Arsch namens Krebs. Meine, unsere, Kinder hat er nie kennengelernt. Und meine Kinder haben ihn nie kennengelernt. Noch wissen sie nicht, was ihnen dadurch entgangen ist. Was für ein unglaublicher Opa er gewesen wäre. Er liebte Kinder. Er hätte meine Kinder bis zur Besinnungslosigkeit geliebt. Er war Musiker, Schauspieler und Regisseur. Er war ein Freigeist. Er war nicht einfach. Aber einer der tollsten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe. Ich vermisse ihn schmerzlich. Jeden Tag. Es reißt mir das Herz raus. Jeden Tag.

Aber ich mache weiter. Und meine Schwestern machen weiter. Weil wir wollen. Weil wir müssen. Und weil wir es ihm schuldig sind. Weil jeder Tag ein geschenkter Tag ist. Weil wirklich alles andere verblasst und unwichtig erscheint im Angesicht des Verlusts und des Todes. Und weil es nichts gibt, was wertvoller ist als das Leben. Abgedroschen, aber wahr. Amen.

Ich weiß, dass er zusieht. Dass er meine Kinder, meine Schwestern und uns alle sieht. Und dass er sich freut. Jeden Tag. Darüber, dass wir weitermachen. Auch wenn wir weinen.

Advent Advent und keiner rennt …

Nein, keiner rennt, sondern alle sitzen beseelt von Erinnerungen und Vorfreude um den Tisch herum, auf dem zum ersten Mal in diesem Jahr die Kisten mit der Weihnachtsdeko stehen. Oh wie schön! Endlich beginnt die Adventszeit. Obwohl es zuweilen stressig sein kann, die diversen Weihnachtsfeiern und Adventsnachmittage abzuklappern, alle Geschenke zu besorgen und das julbord (das traditionelle schwedische Weihnachtsessen) vorzubereiten, liebe ich diese Zeit.

dsc_0161Einer der schönsten Momente in dieser vorweihnachtlichen Zeit ist definitiv, die Kinder dabei zu beobachten, wie sie voller Begeisterung in den Weihnachtssachen wühlen und sich wie kleine Kinder (hahaha) über alles freuen, was sie in den Boxen wieder entdecken.

 

Nachdem wir am Samstagmorgen alle zusammen bei unserem (zweiten) Waldbesuch mehrere schöne Tannen- und Ilexzweige gesammelt hatten, konnten wir endlich Adventskranz und Co. basteln. Am Vortag war ich schon einmal mit den Kindern in den Wald gefahren, aber naja, was soll ich sagen … irgendwie hatte ich da nicht auf dem Schirm, dass es in diesem Wald keine Tannen gibt, sondern nur Kiefern ;)

Die Ergebnisse unserer gemeinsamen Bastelei:

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Unsere Türdekoration

Der Adventskranz

Der Adventskranz

Fensterdekoration

Fensterdekoration

★★★

★★★★★

★★★★★★★

★★★★★★★★★★

★★

Eine schöne Adventszeit

★★★★

Mützenordnung

Unser Flur nimmt ja nach und nach Gestalt an. Nach der Lampe, dem Hobel als Aufhängung und dem Holzstamm für die Taschen hat jetzt ein Puppenhaus Einzug gehalten.

Ich hatte nach einer praktischen, günstigen aber ungewöhnlichen Lösung gesucht um die Mützen, Schals und Handschuhe der Kinder aufzubewahren.

Im Netz bin ich dann durch Zufall auf der Seite des schwedischen Möbelhändlers meines Vertrauens auf dieses Puppenhaus gestoßen. Da war klar, dass ich sofort zu IKEA fahren musste um dieses Teil zu besorgen. Zum Glück ist es von uns aus nicht weit dorthin :)

Selbstverständlich ist es Absicht, dass mein schwedischer Mann ein gelb-blaues Outfit trägt, während er ein IKEA-Teil aufbaut ...

Selbstverständlich ist es Absicht, dass mein schwedischer Mann ein gelb-blaues Outfit trägt, während er ein IKEA-Teil aufbaut …

Mein Mann hat es dann ratzfatz aufgebaut und an die Wand geschraubt:

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Ich finde es ziemlich cool und die Kinder kommen auch gut damit zurecht. Also perfekt. Als nächstes wollen wir die Kleiderhakenleiste, die untendrunter ist, entfernen und durch solche tintenfischartigen Haken (wie unter der Theke in Kneipen) ersetzen, die wir direkt unter das Häuschen schrauben wollen.

Ich werde berichten.

Rezepte fürs Wochenende

Unser erstes Wochenende im fertigen Wohnzimmer haben wir wie gesagt recht gemütlich verbracht. Drei Rezepthighlights möchte ich hier gerne teilen. Einmal etwas ganz ohne Kohlenhydrate, einmal mit Kohlenhydraten aber ohne Gluten und einmal richtig mit allet ;)

Das Glanzlicht der freitäglichen Plätzchen-Bäckerei waren die

Pistazienmakronen

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2 Eiweiß

1 Prise Salz

120 g Zucker

100 g geschälte und gemahlene Mandeln

60 g gemahlene Pistazien

1 TL Zitronensaft

Zum Verzieren: 100 g dunkle Kuvertüre und ein paar Pistazienstückchen

Die Eiweiß mit dem Salz steif schlagen, dann den Zucker einrieseln lassen und anschließend die restlichen Zutaten unterheben.

Den Ofen auf 150 °C vorheizen und die Masse in kleinen Häufchen auf das Backpapier setzen. Achtung: unbedingt Abstand lassen zwischen den Makronen, da sie noch ein wenig auseinander laufen.

Nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen und dann in die Kuvertüre tunken und wenn gewollt mit halben Pistazien verzieren.

Voilà!

Der lange Weg zu 60 g geschälten Pistazien

Der lange Weg zu 60 g geschälten Pistazien

 

Am Samstag haben wir dann mit lieben Freunden selbst Flammkuchen gemacht. Beim Teigausrollen mussten alle mithelfen. Aber die mühevolle Arbeit hat sich gelohnt: es hat geschmeckt wie frisch aus dem Elsass :)

30 g Hefe (in 100 ml lauwarmem Wasser aufgelöst)

750 g Mehl

300 ml Buttermilch 

3 TL Salz

8 EL Olivenöl 

Den Teig zwei Stunden gehen lassen. Dann in 7-8 gleich große Teile teilen und ganz dünn ausrollen. Nach Belieben belegen und bei mindestens 200 Grad °C circa 10 Minuten backen.

Ich liebe es, Flammkuchen zu machen, wenn Freunde da sind. Man kann schon beim Kochen gemütlich zusammensitzen und gemeinsam schnippeln, ausrollen und belegen. Auch die Kinder lieben es erst den Teig zu kneten, ihn dann mit ihren Teigrollen zu bearbeiten und schließlich selbst zu belegen.

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Flammkuchen mit Freunden – ein Traum

Am Sonntagabend gab es dann was ganz ohne Kohlenhydrate – Thunfischsalat (mit Gurke, Tomate, Avocado, Mayonnaise), Tomate-Mozzarella-Salat und ein bisschen Beiwerk. Lecker!

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Ein perfektes Wochenende … nicht nur kulinarisch ♡

 

 

Hoch die Hände Wochenende

Moin!

Nach unzähligen leichten bis mittleren Krankheitsanfällen seitens der Kinder haben wir es geschafft, uns wieder einigermaßen an die Oberfläche zu strampeln.

Mehr oder weniger spontan habe wir letzte Woche eine Rundumerneuerung unseres Wohnzimmers vorgenommen: Tapete runter, Wände gestrichen, alles umgestellt!

Also haben wir es dieses Wochenende ein wenig ruhiger angehen lassen. Wir haben viel gebacken, gekocht und stundenlang auf dem Wohnzimmerboden gesessen um alle CDs und DVDs durchzusehen und auszusortieren, während die Kinder zu „Ich hab die Schnauze voll von rosa“ auf der Couch rumgehopst sind.

Das größte Kind hilft mit beim Tapete-runter-reissen - selbstverständlich ausgestattet mit einem Feuerwehrhelm

Das größte Kind hilft mit beim Tapete-runter-reissen – selbstverständlich ausgestattet mit einem Feuerwehrhelm

Mit ein wenig Hilfe von Mike Timm sieht unser Wohnzimmer jetzt so aus:

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Wir lieben es. Die glatten Wände machen alles viel ruhiger.dsc_0157

Und Fuchs der ich bin, habe ich natürlich gleich die Gelegenheit genutzt, um mal wieder ALLES umzustellen. Mein Mann war wie immer begeistert ;) Aber das Ergebnis gefällt auch ihm sehr gut. :)dsc_0158