Zwischen Sardegna und hier

Leute, Leute. Vor vier Stunden sind wir von unserem15-tägigen Sardinienurlaub zurückgekehrt. Noch sind wir völlig gefangen in diesem Niemandsland zwischen Urlaub und Zuhause, zwischen am-Strand-liegen und Wäsche waschen, zwischen Eis essen und Wochenendeinkauf. Ich mag noch gar nicht daran denken, wie der Montag mit Arbeit, Schule und Kindergarten wieder weitergeht. Und ich habe beschlossen, das auch wirklich nicht zu tun. Heute schwelge ich noch ein wenig im Gestern. Der Alltag muss noch einen Tag warten. Wenn ich dann wieder richtig im Alltagsmodus angekommen bin, werde ich natürlich ausführlich darüber berichten, wie ein Urlaub auf Sardinien mit drei Familien (sage und schreibe 14 Personen insgesamt) so aussehen kann. Aber bis dahin: noch ein bisschen Dolcefarniente. Nur noch ein ganz kleines bisschen  ….

Feuerschale

Schon lange wollten mein Mann und ich eine Feuerschale, in der man – im Gegensatz zum Grill – auf niedriger Höhe im Garten ein kleineres Feuer anzünden kann. Entweder einfach so, weil’s schön ist, oder um zum Beispiel Stockbrot zu machen. Leider sind die gängigen Schalen, die man im Baumarkt kaufen kann, ziemlich teuer.

Beim googeln nach alternativen, günstigeren Lösungen ist mein Mann dann auf den Blog von Perlenhuhn gestoßen, auf dem es eine Anleitung für eine selbstgegossene Feuerschale aus Beton gibt. Genau das was wir gesucht hatten! Also musste mein armer Mann sofort in den Baumarkt fahren und einen 40 kg Sack Beton kaufen :) Kostenpunkt: 6 Euro!

Zunächst muss man die Plastikformen (Schüsseln, Pflanzschalen, etc.) gut einölen.

Dann den Beton in einem Eimer mit der entsprechenden Menge Wasser (nach Gefühl – einfach nach und nach dazugeben) anrühren und dann in die entsprechende Form gießen. Wer etwas hohles, wie die Feuerschale gießen will, sollte die größere Form nur bis zu maximal 2/3 füllen und dann den entsprechenden, kleineren und von außen ebenfalls eingeölten Platzhalter hinein drücken. Wir mussten zum beschweren noch ein paar Steine benutzen.

Dann das Ganze zwei Tage trocknen lassen. Am besten übergießt man es dabei immer wieder mit Wasser, denn das erst ermöglicht das Abbinden des Betons; dadurch entwickelt er seine Festigkeit. Ich habe die innere Form bereits nach 24 h rausgenommen und den Hohlraum richtig mit Wasser geflutet.

So sah dann die Schale nach 48 h aus. Noch nicht sonderlich spektakulär, aber solide.

Das erste Feuer in der neuen Schale – schon ein wenig spektakulärer ;)

Ich habe übrigens auch noch andere, kleinere Formen gegossen, aber da hatte ich kein glückliches Händchen … Die inneren Formen waren zu groß, so dass die Wände der Schalen und Töpfe zu dünn geworden sind und direkt beim Auslösen aus der Form gebrochen sind … Das will ich aber bei Gelegenheit noch einmal besser machen.

Nur eine kleine runde Schale ist gelungen. Die hatte ich in einer Silikon-Kuchenform gegossen. Das war das dankbarste Material überhaupt! Man konnte die Schale ganz einfach aus der Form lösen. Aber zu den kleineren Projekten folgt bald ein zweiter Beitrag :)

Viel Spaß beim nachmachen und anfeuern oder bepflanzen oder oder oder!

Anna

 

Rhabarberkuchen

Jetzt, da es wieder Rhabarber zu kaufen gibt, ist mir wieder mein liebstes Rezept für einen Rharbarberkuchen mit Baiser eingefallen. Mir persönlich ist er mit einem Quark-Öl-Teig am liebsten, da dieser Teig nicht so durchweicht und auch immer gelingt :)

Man braucht für den Teig

150 g Mehl

1/2 Päckchen Backpuler

75 g Speisequark

3 EL Milch

3 EL Öl

30 g Zucker

1 EL Vanillezucker

1 Prise Salz

Alles kräftig durchkneten und auf einem gefetteten Backblech ausrollen (ich habe eine ganz normale, runde Springform genommen; man kann aber auch mit der doppelten Menge ein ganzes Blech Kuchen backen).

Für den Belag

750 g Rhabarber

waschen und in Stücke schneiden (schälen ist nicht nötig!) und auf den Teig legen.

Dann den Kuchen bei 175° C (Heissluft) für circa 25 min backen.

Für das Baiser

2 Eiweiß

75 g Zucker

steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen.

Dann noch einmal für circa 10 min in den Ofen, bis das Eiweiß schön goldbraun ist.

Im Zweifelsfall funktioniert es übrigens auch, den Kuchen gleich mit dem Eischnee zusammen zu backen – letztens ist es mir nämlich passiert, dass ich das Eiweiß auf dem Kuchen hatte bevor ich ihn das erste Mal gebacken hatte ;) Ich habe ihn dann einfach bei circa 150 °C Ober- und Unterhitze ungefähr 45 min lang gebacken …

Sandkastenküche

Da bei uns ja immer viel umgeräumt, ausgeräumt, umgestellt und aussortiert wird, gibt es oft das ein oder andere Möbelstück, das übrig bleibt und nach einer neuen Bestimmung sucht. So erging es auch diesem alten, halb kaputten Phonomöbel (schon lustig, dass frühere Fernseher wirklich auf so ein kleines Teil gepasst haben …).

Da klar war, dass dieses Prachtstück nicht mehr INNERHALB des Hauses untergebracht werden sollte, kamen wir schnell auf den Gedanken, es in eine Spielküche für den Sandkasten zu verwandeln.

Also einfach mit Edding ein paar Kochplatten aufgezeichnet, vorne noch ein paar Knöpfe aufgemalt, fertig!

Und wenn es nach dieser Saison vollständig auseinanderfällt, hat es wenigstens noch einen schönen Sommer gehabt ;)

Zack Zack Wärmflaschenbezug

Kurz vor unserem ersten richtigen Campingtrip (dazu später mehr), habe ich noch schnell eine Wärmflasche besorgt, da die Wettervorhersage ja so eher mäßig war … Da das grüne Gummidings jedoch nicht ganz meinen ästhetischen Vorstellungen entsprochen hat, musste ich noch ganz schnell einen Bezug nähen.

Mit ein paar Fleece-Stoffresten ging das dann auch wirklich Zack Zack.

1. Wärmflasche auf den Stoff legen und mit einem großzügigen cm drumherum abmalen. Oben  am Hals noch 3 cm mehr Spiel lassen.

2. Den Stoff ausschneiden. Dieses Stoffstück dient nun als Vorlage für die anderen beiden Teile. Für die anderen beiden Teile jeweils einmal das untere Drittel, dann einmal das obere Drittel runterklappen und abzeichnen. Wieder ausschneiden. Da ich vergessen habe, von diesen wichtigen Schritten Fotos zu machen, versuche ich das mal anhand der Zeichnung zu verdeutlichen ;)

3. Wer möchte, kann noch etwas auf den Stoff aufnähen. Ich habe mich für ein einfaches Herz entschieden.

4. Nun die beiden Teile, die nur zu zwei Dritteln ausgeschnitten wurden, an den geraden, offenen Kanten umnähen.

5. Dann alle Teile rechts auf rechts legen und rundherum zunähen. Am Schluss noch von innen nach außen drehen – fertig! :)

 

Gebirgs-Wandmalerei

Im Zuge der Verschönerung des Spielpodests kamen wir auf die Idee, das Spielzimmer der Kinder endlich einmal zu streichen.

Da das Zimmer ja allen drei Kindern als Spielzimmer dient, musste es etwas neutrales sein und sollte auch zu dem neuerlich grau bezogenen Podest passen.

Relativ schnell hatten wir uns auf Berge geeinigt.

Mithilfe von viel Malerkrepp und ein paar Vorlagen, die wir aus Pappe ausgeschnitten hatten, konnten wir das Gebirge relativ schnell und problemlos an die Wand malen. 

Pimp my Podest

Das Spielpodest, das wir gebaut haben, als unser Kleinster kam, war nach knapp drei Jahren fällig für eine Generalüberholung. Ich hatte schon lange überlegt, es mit einem Teppich zu überziehen, aber irgendwie konnte ich mich nie dazu überwinden, für die Pressspanplatte, die circa 1,30 x 1,70 m groß ist, Teppich von der Rolle zu kaufen, der 4 m breit ist. Erstens zahlt man dann ja das doppelte von dem was man wirklich braucht und außerdem: Was tun mit dem Rest? Da ich von Natur aus dazu neige, Dinge zu horten, wollte ich mich quasi selbst davor schützen, irgendwo im Keller 2m x 1,50 m Teppich“Reste“ aufzubewahren :)

Als ich letztens durch den Baumarkt schlich (um Farben für Projekt Gebirgs-Wandmalerei zu kaufen), hatte ich endlich die Erleuchtung! TEPPICHFLIESEN! Wie cool sind bitte Teppichfliesen? Für solche Projekte sind sie einfach perfekt: 40 x 40 cm große Filzplatten, selbstklebend, günstig, leicht zu verarbeiten, gut Kante auf Kante zu legen.

Also habe ich rasch 18 Stück gekauft (zum Preis von gerade einmal 20 €!) und bin damit nach Hause gerast. Dort habe ich zusammen mit den Kindern gleich losgelegt.

Zunächst habe ich Linien eingezeichnet, damit die erste und damit alle folgenden Filzplatten gerade aufgeklebt werden können. 

Die Platten habe ich alle an den Seiten überlappen lassen, da ich dachte, ich könnte sie nach unten umklappen und damit die hässlich Kanten verkleiden. Es sollte sich herausstellen, dass das nicht ging, da der Filz dazu einfach zu starr ist. (Mein Mann hatte das übrigens vorausgesagt – geglaubt habe ich ihm aber erst, als ich es ausprobiert habe ;)

Da mich die offenen Seiten der Pressspanplatte jedoch so sehr gestört haben, habe ich mir eine andere Lösung einfallen lassen: 

Ich habe einfach an den Kanten doppelseitiges Teppichverlegeband aufgeklebt und dann mit den Resten der Teppichfliesen beklebt. Dank des neuen Cutters liessen sich die Kanten auch extrem genau abschneiden und das Ergebnis ist, wie ich finde, echt gut geworden:

Dann musste das Podest nur wieder aufgebaut werden :)

Lecker Fisch!

In der letzten Zeit gibt es bei uns irgendwie oft Fisch bzw. Seafood …

Die Lachssuppe habe ich bei meiner schwedisch-finnischen Schwiegermama kennengelernt. Sie ist total schnell und einfach zubereitet und schmeckt einfach gigantisch.

Die Grundzutaten sind – wer hätte es gedacht – Lachs, Kartoffeln, und irgendeine Art Suppengrün. Was man noch hinzugibt ist eigentlich nicht wichtig. Besonders lecker finde ich Selleriestauden. Ich habe mir angewöhnt, wenn ich Gemüse kaufe, das sich für Suppen oder Currys oder ähnliches eignet, einfach kleinzuschneiden und den Teil, den ich nicht gleich brauche, einfach einzufrieren. Das ist irre praktisch, wenn man mal nicht wahnsinnig viel Zeit zum einkaufen und/oder kochen hat. Das gleiche mache ich übrigens auch mit dem Lachs: ich kaufe oft ein frisches Lachsfilet und schneide es dann in grobe Würfel und friere es ein.

 

Das zweite skandinavisch-kulinarische Highlight der letzten Tage wären räkor – also Shrimps.

Obwohl es eine große Fummelei bedeutet, kaufen wir immer die ungeschälte Variante: die Shrimps schmecken dann einfach besser. Traditionell isst man sie auf Brot (gerne mjukbröd, also das weiche Brot, das es bei IKEA oder mittlerweile sogar auch bei ALDI gibt) bzw. Toast. Dazu passt Schmand, Dill, Zitrone, Zwiebel, Mayonnaise und Pfeffer. Dieses Mal haben wir erstmals die marinierten Zwiebeln dazu gegessen – auch seeehr lecker!

 

Kartoffelwaffeln

Am vergangenen Wochenende haben wir ein Rezept ausprobiert, das mein Mann (!) in der FLOW (Nummer 23) entdeckt hat:

Kartoffelwaffeln mit Lachs

Eine Sensation!

Das Rezept stammt von einem australischen Koch, der mittlerweile in Stockholm lebt: Simon Bajada.

250 g mehligkochende Kartoffeln schälen, kochen, stampfen, abkühlen lassen und mit

Salz, Pfeffer, Dill (wer will),

25 g zerlassener salziger Butter,

60 g Mehl und

2 Eiern vermengen und im gefetteten Waffeleisen ausbacken.

Dazu Gravlax (und/oder wie wir Garnelen), Schmand, Zitronensaft reichen.

Auch lecker dazu: rote Zwiebeln, die zuvor mit Zitronensaft und Zucker eingelegt wurden.

Smaklig måltid!

 

 

 

 

Endlich mal wieder …

… hatte ich Zeit etwas zu nähen! Herrlich.

Leider komme ich nicht so oft dazu, wie ich mir das wünschen würde. Aber das geht wohl vielen so.

Nun habe ich es also endlich mal wieder geschafft. Das alte Wickeltäschchen, das ich hatte, war wirklich erbärmlich … Höchste Zeit für ein neues. Denn auch wenn das dritte Kind mittlerweile schon zwei ist –  auch für das letzte halbe Jahr/Jahr darf es ja noch ein bisschen hübsch sein.

Also ran an den Stoffschrank, etwas schönes aussuchen und los geht es.

Von innen ist es ziemlich schlicht: weißer und blau-weiß gestreifter Stoff. Außen habe ich den letzten Rest eines tollen Stoffs mit Segelbooten benutzt. Und so sah die Tasche dann von außen aus:

Verschlossen wird das ganze mit einem breiten, dunkelgrünen Gummiband. Das hatte ich zufällig noch da. Manchmal hadere ich ein bisschen mit diesem Pragmatismus: wenn ich mich dazu entschlossen habe, etwas zu machen, ziehe ich es auch durch, auch wenn ich vielleicht nicht perfekt dafür ausgestattet bin. Mir hätte ein dunkelblaues Gummiband besser dazu gefallen, aber dafür hätte ich extra in ein Geschäft fahren müssen, und dann weiß ich nicht, ob ich das Nähprojekt auch wirklich so schnell abgeschlossen hätte. Manchmal braucht es einfach nur ein wenig Mut zur Imperfektion ;)