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Chill mal, Mama

Werbung ist ja so eine Sache. Die einen finden es interessant, die anderen nervig und wieder andere völlig ätzend.

Ich persönlich freue mich, wenn mich Firmen anschreiben, die ich cool finde. So auch bei Tropilex. Ich durfte mir diesen schönen Hängesessel aussuchen. Wir haben ihn jetzt einige Wochen auf Herz und Nieren getestet und ich kann sagen, dass er den Großfamilienbelastungstest bestanden hat ;) Wir alle sitzen gerne darin und ich hoffe, dass wir im Sommer einen Platz im Garten für ihn finden. Dann gibt es vielleicht auch noch mal ein besseres Foto als dieses hier …

Ja, ich weiß. An mir ist ein Model verloren gegangen. Und an meinem Sohn ein Fotograf …

www.tropilex.com

http://www.haengemattengigant.de

Wenn ihr auf der Suche nach einer Hängematte, einem Hängesessel oder einem entsprechenden Gestell seid, dann schaut doch bei Tropilex vorbei!

(Dies ist natürlich Werbung, aber kein affiliate link)

blaming myself

Anna war eine meiner besten Freundinnen. An sich war sie ein toller Mensch. Aber eben leider nicht perfekt. 

Das fing schon beim Gewicht an. Sie war einige Jahre ihres Lebens viel zu dünn. Das war schon krankhaft. Nach all den Schwangerschaften und Geburten hatte sie dafür einige Kilos zu viel auf den Rippen. Ein bisschen mehr Sport hätte da wohl wahre Wunder vollbracht. Einigermaßen sportlich war sie ja, aber so richtig krasse Siege hat sie nie errungen. Auch keine Medaillen gewonnen. Naja. Werfen konnte sie – für ein Mädchen – immerhin ganz gut. 

Ich muss zugeben, dass sie außerdem einigermaßen gut in Sprachen war. Aber ihr volles Potential hat sie auch da nicht ausgeschöpft. Ich konnte nie verstehen, warum sie nicht mal einen richtigen Job daraus gemacht hat. Ich meine, dieses Muttersein alleine – das ist ja nicht erfüllend. Ansonsten hat sie ja nur so selbstständig gearbeitet. Ein bisschen übersetzen hier, ein bisschen bloggen da. Ach ja, und dieser Podcast. Naja. Ich persönlich konnte dem Ganzen ja nie etwas abgewinnen. Und an die Rente hat sie dabei wohl auch nicht gedacht. Oder was passiert, wenn ihr Mann sie mal verlässt. Leichtsinnig war das meiner Meinung nach. Fremdsprachensekretärin. Das hätte ich gut gefunden. Solide. Aber das wollte sie ja nie. 

Bei Anna Zuhause sah es immer ganz ok aus. Von perfekt kann aber auch hier nicht die Rede sein. Gerade wenn die Kinder angeblich mal wieder ‚stressig‘ waren, hat sie oft alles stehen und liegen lassen und lieber mit ihnen gespielt oder etwas mit ihnen unternommen. Keine Ahnung was die Kinder daraus lernen sollten. Ordnung jedenfalls nicht. 

Immer wenn ein neues Baby kam war der Fokus darauf besonders schlimm. Da war dann gar nichts mehr mit Ordnung und Putzen. Stattdessen Pizza bestellen und schlafen auf der Couch. Mit Baby im Arm! Mitten am Tag!

Apropos Pizza: Ich gebe zu, sie hat meistens frisch und gut gekocht. Aber immer mal wieder hat sie Sachen bestellt. Oder es gab nur Brot zum Abendessen. Sogar auf dem Wohnzimmerboden hat die ganze Familie manchmal gegessen. Vor dem Fernseher! Räuberessen haben sie das dann genannt. Naja, für mich wäre das ja nichts. Allein die ganzen Krümel auf dem Teppich hätten mich wahnsinnig gemacht. (Süßigkeiten haben ihre Kinder übrigens auch immer wieder bekommen. Aber das nur am Rande.)

Der Medienkonsum war meiner Meinung nach auch viel zu hoch. Ich verstehe nicht, warum sie ihre Kinder immer wieder vor den Fernseher gesetzt hat. Ich meine, die können doch auch rausgehen. Oder sich anderweitig beschäftigen. Ein Buch lesen zum Beispiel. 

Immer mal wieder hat sie die Kinder aber nicht nur Tablet oder sonstiges spielen lassen, sondern  sich gar nicht um sie gekümmert. Dann ist sie entweder einen Abend oder sogar manchmal ein ganzes Wochenende lang weggeblieben. Diese „Auszeiten“, wie sie es nannte, habe ich nie verstanden. Ich meine, wenn sie schon Kinder bekommt, warum kümmert sie sich dann nicht auch anständig um sie? Aber eins hat mich beeindruckt, das muss ich zugeben! Immer wenn sie weg war, hat sich ihr Mann GANZ ALLEINE um alle Kinder gekümmert. Das fand ich schon stark von ihm. Würde bestimmt nicht jeder Mann machen. 

Wie sie ihren Mann bei sich halten konnte, bleibt mir übrigens ein Rätsel. Denn, sind wir mal ehrlich: Sie hätte sich schon ein bisschen besser um sich kümmern sollen. Öfter mal zum Friseur, ein bisschen mehr Make-Up, nicht immer nur Jeans und Turnschuhe. Hätte ich schon angebracht gefunden. Denn ich sag mal so: Das Auge isst ja immer mit. 

Wo wir gerade davon sprechen: Gestillt hat sie ihre Kinder immer und überall. Ohne Rücksicht. Das fand ich nicht gerade feinfühlig. Manche Menschen fühlen sich schließlich zurecht unangenehm berührt, wenn eine Frau einfach überall ihr Baby stillt. Naja. Das war ihr immer irgendwie egal. Kein Wunder, dass sie manchmal angeeckt ist. Das Gleiche galt übrigens auch für dieses Emanzen-Thema. Gleichberechtigung, gerechte Aufgabenteilung, Mental Load. Das waren immer so Schlagworte, die sie benutzt hat. Habe ich nie so recht verstanden. Aber auch da fand ich es wieder stark, dass ihr Mann das so mitgemacht hat. 

Und diese ganze Nachhaltigkeitsgeschichte. Für die Kinder Klamotten auf dem Flohmarkt kaufen, alles so lange wiederverwenden, bis es wirklich nicht mehr zu verwenden oder zu reparieren ist, weg von Plastik, kaum Fleisch essen und lauter so ein Kram. Fand ich schon echt nervig. Und dann aber doch ab und zu bei ALDI einkaufen (weil sie angeblich keine Zeit hatte auf den Wochenmarkt zu gehen) oder mit dem Auto irgendwo hinfahren (nur weil es bei 5 Grad stark geregnet hat). Das fand ich alles viel zu inkonsequent. Meiner Meinung nach macht man etwas richtig oder lieber gar nicht. Das, was sie da versucht hat, war doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. 

Nun gut, also zusammenfassend kann ich sagen, dass Anna an sich ein netter, aber eben auch ein schwieriger Mensch, mit vielen Fehlern, Kanten und Macken, war. Ich wünschte, sie hätte ihr Leben anders gestaltet. Und so werde ich sie immer als diesen mangelhaften Menschen in Erinnerung behalten. 

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Habt ihr einen Freund, der so über euch reden würde? Gibt es jemandem in eurem Leben, der euch wichtig ist, der so über euch denkt? Nein? Bei mir auch nicht. 

Warum verhalten wir uns dann oft so als wäre das so? 

Just sayin’.

Bücherfreunde

Wie in unserer Podcast-Folge #18 versprochen, kommt hier der Artikel mit all den Büchern, die wir lieben. Einige davon haben wir im Podcast besprochen, wieder andere sind uns erst danach wieder eingefallen. Wie das nun mal so ist … 

Für kleine Kinder

  • Ich groß, du klein von Lilli L’Aronge // Sehr simpel, aber unglaublich süß! Kleinkinder können die kurzen Reime schon nach kurzer Zeit “vorlesen”.
  • Die Schnecke und der Buckelwal + Zogg + Zogg und die Retter der Lüfte von Axel Scheffler und Julia Donaldson // Das Autoren-Duo dürfte allen bekannt sein – aber die beiden haben eben noch mehr zu bieten als den Grüffelo. Fernweh, Sehnsucht und die Verwirklichung seiner Träume – alles kindgerecht erzählt. 
  • Die drei Räuber von Tomi Ungerer // Lasst euch nicht von der zunächst düster wirkenden Malweise abschrecken. Die Geschichte ist unheimlich berührend. 
  • Tante Nudel, Onkel Ruhe und Herr Schlau von Helme Heine // Ein vermutlich eher unbekanntes Werk von Heine. Eine tolle Geschichte mit einer guten Message. 
  • Ein Haufen Freunde von Kerstin Schoene // Für die ganz Kleinen. Unfassbar süße Bilder. 
  • Janosch Janosch Janosch // Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Aber eine Liste von tollen Büchern ohne ihn – undenkbar. 
  • Lieselotte (Reihe) von Alexander Steffensmeier // Die Postkuh ist so witzig. Und die Bilder und Geschichten haben so einen angenehmen, unaufgeregten Vibe. 
  • Ritter ohne Furcht und das fürchterliche Ungeheuer von Franziska Harvey und Gabi Scholz // Auch hier gilt: Keine Angst! Die vermeintlich gruselige Geschichte ist einfach nur schön. 
  • Malwine in der Badewanne von Steven Kellogg // Ein Klassiker! Detailreiche, liebevolle Bilder. 
  • Henriette Bimmelbahn und ihre Freunde von James Krüss // Vor allem der Sammelband mit den vier Geschichten ist eine echte Kaufempfehlung. Die altmodisch anmutenden Reime sprechen auch heute noch die Kinder an. 
  • Zilly und Zingaro (Reihe) von Korky Paul und Valerie Thomas // Die Bilder sind im ersten Moment vielleicht nicht die ansprechendsten, aber die Geschichten sind so witzig!
  • Es klopft bei Wanja in der Nacht von Tilde Michels // Ein Buch, das mich schon als Kind tief berührt hat. Eine kurze, aber sehr eindringliche Geschichte. 
  • So funktioniert das von Christoph Niemann // Witzige und fantasiereiche Illustrationen  – das Beste: alterslos, von ganz klein bis Schulkind.
  • Fiete vom Ahoi Verlag // Bücher, denen eine App vorangeht. Super schöne Illustrationen mit einem Abenteuer von drei Freunden, das sich in zweiten Teil fortsetzt.
  • Fünfter sein von Ernst Jandl // Simpel, großartig. Reihenfolgen und Gefühle lernen in einem der schönsten Bilderbücher.
  • Das kleine Blau und das kleine Gelb von Leo Lionni // Eine kluge Geschichte von und mit Farben.
  • Das sehr unfreundliche Krokodil von Faustin Charles und Michael Terry // Wie grummelig man eigentlich sein kann und warum Freunde doch praktisch sein können. Toll erzählt.

Für größere Kinder; sprich mehr Text als Bild

  • Lippels Traum von Paul Maar // Das Buch, das sowohl Judith als auch mich als Kind wahnsinnig berührt hat. Es geht um die Liebe zu Geschichten und auch um ein sehr aktuelles Thema: Flucht.
  • Die kleine Dame (Reihe) von Stefanie Taschinski // Liebevolle Geschichten über Lilli und die kleine Dame – toll zum Vor- aber auch zum Selberlesen. 
  • Mein glückliches Leben (Reihe) von Eva Eriksson und Rose Lagercrantz // Warmherzige Geschichten von dem Mädchen Dunne – Der erste Band beginnt mit ihrer Einschulung und mit einer besonderen Freundschaft.
  • Mio, mein Mio + Die Brüder Löwenherz + Pelle zieht aus und überhaupt eigentlich alles von Astrid Lindgren // Hach, was soll man zu Astrid Lindgren noch sagen, was noch nicht tausendmal gesagt wurde? 
  • Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika von Oliver Scherz // Ein Buch, das zurecht zur Zeit sehr populär ist. Die Geschichte ist witzig, klug und warmherzig. 
  • Erzähler der Nacht von Rafik Schami // Ein Buch über die Liebe zu Geschichten, angesiedelt in Damaskus. 
  • Das ist kein Papagei, ebenfalls von Rafik Schami // Eine witzige Geschichte über Familie und Haustiere.
  • Willi Wiberg (Reihe) // Die Kinderbuchreihe mag im ersten Moment etwas dumpf daherkommen, aber die Geschichten sind sehr klug und besprechen viele Dinge, die man vielleicht im ersten Moment nicht erwarten würde. Das alles ist immer gespickt mit einem ganz besonderen, augenzwinkernden Humor. Besonders hervorzuheben sind vor allem die Beziehungen in den Geschichten: Alleinerziehender Vater mit lustiger Tante, die ab und zu vorbeikommt.
  • Henry bei den Dinosauriern, The Jon King // Absolute Lieblingsgeschichte hier, weil alles drin steckt: Ausgrabungen, Abenteuer, Dinos und Superhelden! 
  • Wie der Elefant die Freiheit fand von Jorge Bucay // Traurig schönes Buch über eine die verschiedenen Formen von Freiheit. Regt vor allem bei älteren Kindern spannende Diskussionen an. Ist aber auch schon für die Kleineren geeignet.
  • Drei ??? Kids Bücher // seit laaanger Zeit ein Dauerbrenner
  • Wieso Weshalb Warum (Reihe) // mit vielen tollen Klappen zum Entdecken und lernen

Eure Empfehlungen aus Judiths Instagram-Fragerunde

  • Snöfrid aus dem Wiesental von Andreas H. Schmachtl
  • Ritter Trenk (Reihe) von Kirsten Boie
  • Petterson und Findus (Reihe) von Sven Nordquist

uvm. – schaut gerne mal in Judiths Highlights 

Die Lieblingsbücher meiner Kinder (abgesehen von den oben genannten) sind übrigens

  • Momo von Michael Ende
  • Rico, Oskar und … (Reihe) von Andreas Steinhöfel
  • Harry Potter (Reihe) von Joanne K. Rowling 
  • Hilke und der Fluch der Weserwut von Marco Dzebro
  • Gregs Tagebuch (Reihe) von Jeff Kinney 
  • Die Kinder aus dem Möwenweg (Reihe) von Kirsten Boie

Der Transparenz halber: Einige wenige der oben genannten Bücher haben wir als PR-Exemplare vom Arena-Verlag bzw. Beltz-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Danke dafür! Alle hier erwähnten Bücher sind jedoch zu 100% von Herzen gemeinte Empfehlungen!

https://www.arena-verlag.de

https://www.beltz.de

Diesen Beitrag haben Judith und ich zusammen verfasst. Ihr findet ihn auch auf ihrem Blog

Karottenkuchen mit Marzipan

Ich habe ja an der ein oder anderen Stelle vielleicht schon einmal erwähnt, dass mein Mann nichts schlimmer findet als ‘trockenes’ Essen, allen voran zu trockenen Kuchen.

Dieser Kuchen jedoch hat auch ihn restlos überzeugt. Er ist nicht fluffig-locker, sondern richtig saftig.

Aber jetzt los! Ihr braucht:

  • 300 g Karotten, gerieben (gewogen nach dem Schälen – es können aber auch gerne ein paar Gramm mehr sein)
  • 100 g Mandeln, gerieben
  • 100 g Kokosflocken (alternativ gehen auch wieder Nüsse)
  • 50 g Marzipan, gerieben
  • 100 g Zucker
  • Zimt, nach Geschmack
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 1 Zitrone, BIO, heiß abgewaschen, davon braucht man den Abrieb und später ein wenig Saft (circa 1 EL)

Für das Frischkäse-Frosting braucht ihr:

  • 50 g Butter, Raumtemperatur
  • 100 g Frischkäse
  • 150 g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft

Ofen auf 170 Grad vorheizen, eine Springform fetten und ggf. mit Backpapier auslegen. Nüsse mahlen, Karotten raspeln, Marzipan ebenfalls reiben (das ging erstaunlicherweise super in der Reibe meiner KitchenAid-Küchenmaschine), alles zusammen mit den Kokosflocken und dem Zimt vermischen.

Eier trennen, das Eiweiß mit Salz steif schlagen. Zur Seite stellen.

Die Eigelb mit dem Zucker cremig rühren. Möhren-Kokos-Nussmasse unterrühren. Das steif geschlagene Eiweiß unterheben und alles in die Springform geben.

Den Kuchen cirka 40 min lang backen. In der Zeit kann man das Frischkäse-Frosting anrühren. Dazu einfach alle Zutaten vermischen. Am besten stellt ihr es dann, bis der Kuchen ist, in den Kühlschrank, dann wird es etwas fester und lässt sich besser bearbeiten. Wenn ihr mehr Frosting, macht gerne eine größere Menge – aber haltet bitte die Mengenverhältnisse ein. Sonst schmeckt es einfach doof.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen oder ihn im abgeschalteten Ofen noch abkühlen lassen. Wenn er abgekühlt ist, mit dem Frosting bestreichen. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

Schon nachhaltig genervt?

Geht es euch manchmal so, dass ihr denkt: Danke, aber ich habe jetzt wirklich genug Jutebeutel, Einkaufsnetze, Edelstahlbrotboxen und mit Bio-Amaranth gefüllte Gläser gesehen (natürlich aus dem Unverpacktladen)? Ist eure Toleranz für Zahnbürsten aus Bambus, selbstgenähte Abschminkpads und Menstruationstassen überschritten?

Kann ich verstehen. Und ich glaube, es gibt ein paar Dinge, die muss man auch gar nicht mehr erklären. Ich denke, dass die wenigsten Menschen, zumindest die aus der Mittelschicht-Instagram-Bio-Zitronen-Fraktion – zu der ich mich im Übrigen auch zähle, obwohl ich nicht im Prenzlauer Berg wohne (noch nicht einmal in Berlin, um genau zu sein) – noch völlig ohne nachzudenken Plastiktüten oder -verpackungen kaufen, geschweige denn sie einfach in den nächsten Fluss schmeissen. Auch wenn beim Thema Nachhaltigkeit mit Sicherheit noch enorm viel Luft nach oben ist, würde ich doch behaupten, dass sich bei vielen Menschen zumindest ein leises Bewusstsein dafür eingestellt hat.

Aus genau diesem Grund möchte ich euch auch nichts von Netzen, Beuteln oder anderen, umweltfreundlichen Verpackungen erzählen, sondern ein paar Dinge mit euch teilen, die außergewöhnlich nachhaltig sind. Also nicht in besonderem Maße nachhaltig, sondern auf eine spezielle Art …

Mein erster Tipp: Benutzt einen Teigschaber. Wenn man sich überlegt, wie viel Joghurt zum Beispiel im Glas übrig bleibt, wenn man versucht, es mit einem großen Löffel auszukratzen, dann ist das auf Dauer schon ganz schön verschwenderisch. Alternativ dazu kann man natürlich auch einen Hund benutzen. Das wirkt in jedem Fall der Verschwendung entgegen … Aber wenn man selbst auch etwas davon haben möchte oder man einfach gerade keinen Hund zur Hand hat, dann doch lieber den Teigschaber benutzen. Fun Fact: Nicht, dass ich dieses Beispiel nur deswegen herausgesucht hätte, aber wusstet ihr eigentlich, dass dieses Küchenutensil auf Schwedisch slickepott heißt? Topfschlecker also. Ist das nicht geil? Ein ziemlich selbsterklärendes Wort, würde ich sagen. Und viel schöner als das deutsche Teigschaber.

Mein zweiter Tipp, den ich im Übrigen auch von einer schwedischen Freundin habe, lautet: Sprühflasche mit Spüli. Ok, das ist vielleicht nicht ganz so selbsterklärend. Ich habe eine Flasche, die ich zu circa 1/5 mit Spülmittel und zu 4/5 mit Wasser befülle. So spare ich ganz viel Spüli und gleichzeitig ist die Mischung super, um damit z.B. Dinge einzuweichen oder auch, um den Esstisch damit einzusprühen, wenn das Baby gerade ein Spinat-Inferno hinterlassen hat. Übrigens ist die Flasche, die ich benutze, aus Plastik. Ja, ihr habt richtig gelesen: Plaste-Elaste. Denn man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen. Der Nutzen, den ich davon habe, bzw. die Ersparnis an Spülmittel wiegt in meinen Augen in diesem Fall den Nachteil des bösen Plastiks wieder auf. Außerdem hatte ich diese Flasche ursprünglich mal zum Einweichen von Bügelwäsche angeschafft. Da ich aber so gut wie nie bügle, ist die Flasche in der Küche definitiv besser aufgehoben.

Tipp 3: Ehrlich friert am längsten! Hä, was? Ich habe festgestellt, dass meine Familie bei vielen Gerichten unwillens ist, das Gleiche am nächsten Tag noch einmal zu essen. Früher habe ich es dann einfach in den Kühlschrank gestellt und gehofft, dass es vielleicht doch noch jemanden anlacht. Aber vergeblich – oft landete das Essen dann im Müll. Bei einigen Dingen klappt es natürlich hervorragend mit der Weiterverarbeitung: Pfannkuchen werden zB. gerne klein geschnitten und mit Käse oder Schinken angebraten. Oder Kartoffelbrei wird zu Kartoffelwaffeln verarbeitet. Herrje, ich habe sogar schon zu Butter geschlagene Sahne in einem Waffelteig verwurstet. Aber bei anderen Dingen läuft das einfach nicht. Deswegen habe ich mir angewöhnt, diese Reste direkt einzufrieren. Zwei Schöpfkellen Bolo? Ab in den Gefrierschrank. Beim nächsten Mal einfach als Grundlage benutzen. Ein Rest Brühe mit Fleisch- oder Gemüseeinlage? Dito. Ich halte es übrigens genauso mit Lebensmitteln, die ich frisch gekauft habe, aber dann eventuell doch nicht wie geplant brauche. Better safe than sorry. Ich kann das Hackfleisch auch am nächsten Tag wieder auftauen. Alles ist besser als wegschmeißen.

Ganz toll, um Reste zu verwerten finde ich übrigens Pizza oder Flammkuchen. Gerade, wenn eine längere Reise ansteht und man noch allerhand mehr oder weniger große Reste hat, bietet sich das an. Man kann jegliche Käse-, Gemüse-, Saucen-, Schmand-, Frischkäse- oder sonstige Reste darauf schmeißen. Blauschimmelkäse, Oliven, Mascarpone, Salami, Schinken, getrocknete Tomaten, Zucchini, Lachs, Edamer, Gouda, Pilze, Kapern, Kräuter – alles kann, nichts muss. Auf Flammkuchen lässt sich sogar Obst verwerten: Birnen, Äpfel, Nektarinen oder Pfirsiche, Trauben, ein Rest Apfelmus – alles geht. Abgerundet mit ein bisschen Zimt, ein paar Kernen, ein wenig Honig – deliziös. Genauso halte ich es übrigens mit wabbeligem Obst: Alles, was leicht matschig ist oder mehlig, wird entweder direkt versmoothiefiziert oder eingefroren. Als Marmeladenbasis oder für eine Fruchtsauce. Pro Tipp: Alles beschriften! Ich denke immer ich brauche das nicht, und dann stehe ich rätselnd vor den diversen Sachen und versuche zu erraten, ob es sich nun um pürierte Erdbeeren oder Tomatensauce handelt …

Was sich für uns auch bewährt hat, sind Waschlappen in der Küche. Da wir ja eher so die Typen sind, die ihre Kinder (vor allem die kleineren) frei essen lassen, ist die Sauerei oft groß. Mund, Hände, Stirn, Nacken, Ohren, Knie, Fußsohlen – alles kann in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Dazu kommen dann noch der Hochstuhl, der Tisch, die Trinkflasche, you name it. Damit wir dann nicht immer Taschentücher oder Küchenrolle benutzen müssen, haben wir Dutzende kleiner Waschlappen in der Küche.

Ja, ich denke, das muss jetzt erst einmal reichen. Wenn ihr selbst noch coole Tipps für ein etwas umweltbewussteres, nachhaltigeres Leben habt: Immer her damit! Entweder hier oder auf Instagram. Ich würde mich in jedem Fall wahnsinnig freuen!

Educating Anna

Mein langer Weg zur Blogfamilia  

Hi. Ich bin Anna. Und ich bin Bloggerin. Aber das war nicht immer so.

Irgendwann im Jahre 2015 starte ich meinen Blog. Mein drittes Kind ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr alt und ich will schreiben, erzählen, mich austauschen und einfach mal sehen, wohin das Ganze führt. Wenn mich jemand fragt, was ich da mache, antworte ich verschämt, dass ich (noch) so einen Mama-Blog habe. Diese Formulierung geht mir gerade so über die Lippen. Einen Blog „zu haben“ – das ist irgendwie abstrakt genug. 

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Was, wenn es wahr ist?

Was, wenn es wahr ist? Was, wenn es wirklich stimmt, dass Aussehen im Leben eine untergeordnete Rolle spielt? Was, wenn dein Gewicht, die Anzahl deiner Falten, das Volumen deiner Haare oder die Größe deines Hinterns nichts über deine Wertigkeit als Mensch aussagen? Wenn es wahr ist, dass niemand seinen Körper mit ins nächste Leben nehmen kann? Was, wenn wirklich die inneren Werte zählen? Ja, was dann?

Das Thema Körpergefühl beschäftigt mich schon lange. (Wen nicht?) Aber gerade ist es wieder besonders aktuell, da mein viertes Baby in Kürze ein Jahr alt wird. Ein Jahr #afterbabybody also. Ein Jahr #postpartum. Seit kurzem #abgestillt. Ein Jahr nach der Geburt – das ist und war für mich immer eine innere Grenze. Ich weiß nicht genau, warum, aber ich hatte immer das Gefühl, nach Ablauf des ersten Jahres will und kann ich mich wieder etwas mehr mit mir selbst und meinem Körper beschäftigen. Ich möchte wieder mehr Sport machen, beim Essen und Trinken auch wieder mehr nur an mich denken und nicht mehr daran, ob das Baby vielleicht die Milch verweigert, wenn ich Spargel esse. Außerdem möchte ich wieder einen Großteil meiner alten Klamotten tragen können. Klingt doch ganz vernünftig, oder? So war es aber leider nicht immer.

Denn um mein persönliches Körperbild etwas besser verstehen zu können, muss ich ein paar Jahre zurückgehen. Auf obigem Bild könnt ihr mich mit meinem Papa sehen. Wir schreiben das Jahr 2004 und ich bin 1,75 m groß und wiege ungefähr 50 kg. 1,75 m bin ich immer noch. Aber 50 kg wiege ich schon lange nicht mehr. Und das ist auch gut so.

Denn damals leide ich unter Magersucht. Warum? Das ist gar nicht so einfach zusammenzufassen. Was ich sagen kann, ist, dass mich damals vieles beschäftigt und unglücklich gemacht hat. Vieles davon konnte ich nicht kontrollieren. Aber mein Essverhalten, das konnte ich kontrollieren. Und das hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Ein Gefühl von Macht. Es hat vier Jahre Therapie bedurft, um aus diesem Gedankenkarussell ausbrechen zu können. Ich würde nicht von mir behaupten, dass ich heute keinerlei Macken oder Stimmungstiefs mehr habe, aber ich kann sagen, dass ich die Essstörung mithilfe der Psychoanalyse überwinden konnte. Ich muss mir nicht mehr künstlich Kontrolle über mich bzw. mein Leben verschaffen, indem ich mich beim Thema Essen kasteie.

Was jedoch geblieben ist, ist ein etwas gestörtes Verhältnis zu meinem Körper. Ein leicht verstellter Blick. Wenn ich mich jetzt betrachte, weiß ich zwar, dass ich weder krankhaft dick noch irrsinnig dünn bin, aber wo genau ich mich auf dem Spektrum der Gewichtsklassen befinde, kann ich nicht sehen. Und auch wenn ich versuche, es nicht zu tun, so vergleiche ich mich doch mit anderen Frauen.

Nun bin ich so sehr bei Verstand, dass ich weiß, dass viele Fotos (auf Instagram, in Zeitschriften, …) extrem bearbeitet sind oder aus sehr günstigen Winkeln aufgenommen wurden etc. pp. Und ich vergleiche mich auch nicht mit Menschen, die ihren Körper zum Beruf gemacht haben, wie Models oder Schauspielerinnen. Zum Glück gibt es ja mittlerweile auch genug tolle Frauen, die sich so zeigen wie sie sind. Taryn Brumfit, Mother Pukka, Mother of Daughters oder auch bunterkundegimborly – um nur einige von ihnen zu nennen.

Es sind eher die ‘normalen’ Frauen, die anderen Mütter, die ich als Vergleich heranziehe. Die, bei denen eben nichts bearbeitet oder ‘fake’ ist. Aber warum ist das so? Warum mache ich mir überhaupt so viele Gedanken über mein Äußeres? Warum ist es wichtig, wie viele Falten ich habe? Wie viele Speckröllchen? Welche Zahl auf der Waage steht oder auf der Jeans? Sind diese Zahlen, diese Maße wirklich das, was mich ausmacht?

Denn eigentlich bin ich doch ein recht zufriedener Mensch. Ich mag mein Leben. Ich bin dankbar für meine Familie, meinen Mann, meine Kinder. Ich bin auch sehr dankbar für meinen Körper. Er hat mir vier Kinder geschenkt. Vier Schwangerschaften hat er geduldig ertragen. Er hat mir die Geburten meiner Kinder relativ leicht gemacht. Vier Jahre haben meine Brüste meine Kinder ernährt. Und das ist wundervoll. Und es ist auch ok, dass man das (bis zu einem gewissen Maße) meinem Körper ansieht. Warum wohnt also tief in mir drin ein kleines Monster, das mir ins Ohr flüstert, dass es doch besser wäre, wenn ich schlanker und etwas muskulöser wäre? Warum kann ich auf der einen Seite gut akzeptieren, dass meine Brüste klein sind, aber nicht, dass mein Po etwas größer ist? Wen interessiert denn das? Vor allem: Wen interessiert das, der mir wirklich wichtig ist?

Wenn ich selbst an meine Freunde oder Bekannte denke, kommen mir ja auch nicht als erstes ihre Körper in den Sinn. Auch habe ich niemals gedacht: “Mensch, die Mutter von soundso ist ja irre nett. Aber leider ist sie viel zu dünn. Deswegen können wir leider nicht befreundet sein.” Niemals habe ich über meinen Freund gedacht: “Eieieiei. Schade, dass er so muskulös geworden ist. Jetzt können wir einfach keine Freunde mehr sein.” Niemals habe ich ein Gespräch beendet mit den Worten (oder auch nur den Gedanken!): “Sorry, deine Augenbrauen sind mir echt zu buschig. Und dieses Muttermal geht auch echt gar nicht. Mit dir möchte ich nicht sprechen.”

Warum sollte also jemand so über mich denken? Eben.

Und wie ist das mit anderen, berühmten Menschen? Wenn ich Astrid Lindgren sage, wer denkt denn dann: “Oh je, das ist doch die mit den vielen Falten.” Niemand, oder? Man denkt an ihre Bücher, an das, was sie gesagt und geschrieben hat. Vielleicht hat man auch ihre Stimme im Ohr. Die meisten werden ein warmes Gefühl empfinden, wenn sie diesen Namen hören. Und dabei spielt ihr Körper, ihr Aussehen, eine absolut nebensächliche Rolle.

Nehmen wir noch ein anderes Beispiel: Bill Withers. (Sorry, falls ihr sehr jung seid, müsst ihr den jetzt einfach mal googeln.) Wenn ich diesen Namen höre, höre ich sofort “Ain’t no sunshine when she’s gone … It’s not warm when she’s away …” Und was sehe ich vor meinem inneren Auge? Das Album-Cover mit dem Aschenbecher, dem Whisky, der Rose und dem Kaffee. Ich sehe nicht den Mann vor mir, der da singt. Ich höre nur seine Stimme. Und mir ist es völlig wumpe, wie der Mann aussieht. Herrje, ich wusste sogar lange Zeit gar nicht, dass er schwarz ist. Denn ich hatte nur diese eine CD von ihm und darauf war er nicht zu sehen. Aber wenn ich seine Musik höre, dann bin ich sofort verzaubert und kann jedes einzelne Wort auf dem Album mitsingen.

Woran erinnert man sich überhaupt in seinem Leben? An gute Momente, nette Dinge, die gesagt wurden, Lachanfälle, Sonnenuntergänge, Küsse, Briefe, Umarmungen. An Urlaube, Partys, Unfälle, an die Geburten der Kinder, ihre ersten Schritte. Glaubt ihr, dass irgendjemand auf sein Leben zurückblickt und denkt: “Mensch, damals, was wäre das toll gewesen, wenn ich da nur dicker/dünner/weniger faltig/sonnengebräunter/weniger muskulös gewesen wäre?” Ich glaube nicht … Ich kenne eigentlich nur das Gegenteil. Zum Beispiel von meiner Mutter, die manchmal sagt, dass sie es im Nachhinein so traurig findet, wie viel Zeit sie damit verbracht hat, sich selbst nicht schön zu finden. Oder ihren Hintern zu dick zu finden – für den sie jetzt wirklich dankbar wäre.

Und ich selbst weiß, dass ich mich auch damals, Anfang der 00er Jahre, nicht gut gefühlt habe. Obwohl ich von außen betrachtet vermutlich “Traummaße” hatte. Ich habe mich weder schön(er), noch schlank gefühlt; geschweige denn dünn. Total bekloppt, ich weiß. Aber so war es. Ich kann leider auch am heutigen Tag nicht sagen, dass ich vollkommen zufrieden mit meinem Körper bin. Aber ich habe das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Ich rede übrigens nicht davon, sich vollkommen gehen zu lassen. Für mich persönlich ist es nach wie vor wichtig, was ich esse. Aber es geht eben nicht mehr nur darum, wieviel ich esse. Ohne Bewegung werde ich auch wahnsinnig. Wir als Familie gehen viel spazieren. Jetzt, da wir wieder einen Hund haben, noch mehr als zuvor. Wir versuchen auch so oft es geht mit dem Rad zu fahren. Und ich habe für mich entdeckt, dass mir Laufen wirklich Spaß macht und gut tut. Ob ich jemals einen Marathon laufen werde? Keine Ahnung. Aber das ist auch nicht wichtig. Das einzige was zählt, ist, dass ich mich in meinem Körper wohl fühle. Und das lässt sich ziemlich sicher nicht an irgendwelchen Zahlen festmachen.

Meine drei Säulen sind die folgenden:

Ich esse, was mir schmeckt. So viel wie mir gut tut. Ich versuche es mir dabei gut gehen zu lassen. Ich lächle und rede dabei. Ich versuche, so oft es geht, in Gesellschaft zu essen. Ich versuche, mit Liebe zu kochen. Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn es einmal nicht regional, bio und frisch gekocht ist. Ich gönne mir Gutes. Und dazu gehören auch mal Chips, Süßigkeiten, Kuchen oder Alkohol. Alles in Maßen. Aber wenn es sein muss, schlage ich auch gerne mal über die Stränge!

Ich versuche mich so viel zu bewegen, dass ich mich wohl fühle. An einem Tag bedeutet das, mit dem Rad zum Kindergarten zu fahren, an einem anderen Tag arbeite ich ein bisschen im Garten und wieder an einem anderen Tag jogge ich 6 Kilometer. Whatever floats my boat.

Ich übe mich darin, einen liebevollen Blick auf mich selbst zu richten. Gnädig und geduldig mit mir zu sein. Ich mag das Wort ‘stolz’ nicht. Aber ich bin dankbar für meinen Körper. Er ist ein ziemlicher #badass – er kann Kinder machen, austragen, gebären und ernähren. Da sollte es doch ein leichtes sein, ihm die ein oder andere Falte nachzusehen. Denn irgendwie müssen wir ja doch gemeinsam durch dieses Abenteuer namens Leben gehen, mein Körper und ich. So we might as well have a good time together. Alles andere ist doch verrückt.

 

Was, wenn es also wirklich wahr ist? Was, wenn es wirklich stimmt, dass Aussehen im Leben eine untergeordnete Rolle spielt? Was, wenn dein Gewicht, die Anzahl deiner Falten, das Volumen deiner Haare oder die Größe deines Hinterns nichts über deine Wertigkeit als Mensch aussagen? Wenn es wahr ist, dass niemand seinen Körper mit ins nächste Leben nehmen kann? Was, wenn wirklich die inneren Werte zählen? Was, wenn die liebevolle Akzeptanz deines Körpers vielleicht sogar der Schlüssel zum Glück ist? Wäre das nicht wunderbar?

Gans oder gar nicht – Köttbullar oder Wurst?

Kulinarische Gedanken aus Europa

Gemeinsamer Beitrag mit Judith von judith-golightly.com

Jedes Jahr die gleiche Diskussion im Hause Golightly: Was kommt Heiligabend auf den Tisch? Kennt ihr, oder? Der Liebste möchte gerne klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen und ich ja eigentlich lieber Fisch mit Salzkartoffeln. Hat ja auch was mit Kindheitserinnerungen zu tun. Oder ist das etwa ein Ost-West Konflikt, wie ich anfangs vermutete? Eher weniger.

Traditionell gibt es auf der Welt ja viele verschiedene Feiertagsschmankerl. Die Gans und der Truthahn sind da klar die Nummer eins, ob nun als signifikantes Ende der katholischen Fastenzeit damals gefeiert oder weil Königin Elisabeth beim Sieg über die Spanier gerade zufällig Gans aß und diese fortan per Dekret zum Weihnachtsbraten machte, inklusive Knödel und Rotkraut versteht sich. Dies konnten sich natürlich nicht alle leisten, daher aß das gemeine Volk eher günstiges Fast-Food und daraus ist unter anderem tatsächlich die „Kartoffelsalat und Würstchen Tradition“ entstanden.

Was immer noch nicht erklärt, warum sich so viele immer an Weihnachten ums Essen zoffen.

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Kladdkaka

Komischer Name, aber ein famoser Kuchen!

Kladdkaka ist ein schwedischer Schokokuchen, der innen noch schön feucht ist – daher der Name. Denn ‘kladd’ kommt von ‘kladdig’, was so viel wie teigig bedeutet.

Das Geniale an diesem Rezept ist, dass man alle Zutaten in einem einzigen Topf verrührt und dann von dort direkt in die Form gießt. Außerdem kann man diesen Kuchen auch mal auf die Schnelle backen: Er erfordert keinerlei fancy Zutaten und es dauert gerade mal eine knappe Stunde (inklusive backen), bis man den kaka essen kann.

Jetzt aber los.

Ofen auf 175 Grad vorheizen. Weiterlesen

Schokodrops-Kuchen

Hier das Rezept für einen wirklich leckeren und sehr saftigen Schokodrops-Kuchen!

Und glaubt mir, wenn er hier im Haus den Test bestanden hat, muss er wirklich gut sein. Bei meinem großen Sohn geht nichts ohne Schokolade – check. Und mein Mann hat eine absolute Phobie gegen sämtliche Lebensmittel, die trocken sind. Er behauptet, das läge daran, dass er als Kind immer so viele trockene Kartoffeln essen musste 😄 Also, den Saftig-Genug-Check hat er auch bestanden.

Ihr braucht dafür Weiterlesen

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