Brownies zum Niederknien

Als wir letztens in den Urlaub fahren wollten, entdeckte ich ein halb volles großes Glas Apfelmark im Kühlschrank. Hmpf, dachte ich. Wegschmeißen wollte ich es nicht. Also suchte ich nach einem Rezept um die circa 350 g Apfelmark noch zu verwursten. Und ich fand …

Das ultimative Rezept für Schokoladenbrownies!

Sie sind so fluffig, so schokoladig, so perfekt! Sie schmecken uns Erwachsenen und den Kindern! Sie sind schnell gebacken, man braucht nur wenige Zutaten und sie verursachen bei meinem Laktose-intoleranten Schwager keine unangenehmen Situationen! Muss ich noch mehr Werbung machen? Nein? Dann ist’s ja gut. Hier kommt das Rezept:

„Brownies zum Niederknien“ weiterlesen

Karottenkuchen mit Marzipan

Ich habe ja an der ein oder anderen Stelle vielleicht schon einmal erwähnt, dass mein Mann nichts schlimmer findet als ‘trockenes’ Essen, allen voran zu trockenen Kuchen.

Dieser Kuchen jedoch hat auch ihn restlos überzeugt. Er ist nicht fluffig-locker, sondern richtig saftig.

Aber jetzt los! Ihr braucht:

  • 300 g Karotten, gerieben (gewogen nach dem Schälen – es können aber auch gerne ein paar Gramm mehr sein)
  • 100 g Mandeln, gerieben
  • 100 g Kokosflocken (alternativ gehen auch wieder Nüsse)
  • 50 g Marzipan, gerieben
  • 100 g Zucker
  • Zimt, nach Geschmack
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 1 Zitrone, BIO, heiß abgewaschen, davon braucht man den Abrieb und später ein wenig Saft (circa 1 EL)

Für das Frischkäse-Frosting braucht ihr:

  • 50 g Butter, Raumtemperatur
  • 100 g Frischkäse
  • 150 g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft

Ofen auf 170 Grad vorheizen, eine Springform fetten und ggf. mit Backpapier auslegen. Nüsse mahlen, Karotten raspeln, Marzipan ebenfalls reiben (das ging erstaunlicherweise super in der Reibe meiner KitchenAid-Küchenmaschine), alles zusammen mit den Kokosflocken und dem Zimt vermischen.

Eier trennen, das Eiweiß mit Salz steif schlagen. Zur Seite stellen.

Die Eigelb mit dem Zucker cremig rühren. Möhren-Kokos-Nussmasse unterrühren. Das steif geschlagene Eiweiß unterheben und alles in die Springform geben.

Den Kuchen cirka 40 min lang backen. In der Zeit kann man das Frischkäse-Frosting anrühren. Dazu einfach alle Zutaten vermischen. Am besten stellt ihr es dann, bis der Kuchen ist, in den Kühlschrank, dann wird es etwas fester und lässt sich besser bearbeiten. Wenn ihr mehr Frosting, macht gerne eine größere Menge – aber haltet bitte die Mengenverhältnisse ein. Sonst schmeckt es einfach doof.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen oder ihn im abgeschalteten Ofen noch abkühlen lassen. Wenn er abgekühlt ist, mit dem Frosting bestreichen. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

Schon nachhaltig genervt?

Geht es euch manchmal so, dass ihr denkt: Danke, aber ich habe jetzt wirklich genug Jutebeutel, Einkaufsnetze, Edelstahlbrotboxen und mit Bio-Amaranth gefüllte Gläser gesehen (natürlich aus dem Unverpacktladen)? Ist eure Toleranz für Zahnbürsten aus Bambus, selbstgenähte Abschminkpads und Menstruationstassen überschritten?

Kann ich verstehen. Und ich glaube, es gibt ein paar Dinge, die muss man auch gar nicht mehr erklären. Ich denke, dass die wenigsten Menschen, zumindest die aus der Mittelschicht-Instagram-Bio-Zitronen-Fraktion – zu der ich mich im Übrigen auch zähle, obwohl ich nicht im Prenzlauer Berg wohne (noch nicht einmal in Berlin, um genau zu sein) – noch völlig ohne nachzudenken Plastiktüten oder -verpackungen kaufen, geschweige denn sie einfach in den nächsten Fluss schmeissen. Auch wenn beim Thema Nachhaltigkeit mit Sicherheit noch enorm viel Luft nach oben ist, würde ich doch behaupten, dass sich bei vielen Menschen zumindest ein leises Bewusstsein dafür eingestellt hat.

Aus genau diesem Grund möchte ich euch auch nichts von Netzen, Beuteln oder anderen, umweltfreundlichen Verpackungen erzählen, sondern ein paar Dinge mit euch teilen, die außergewöhnlich nachhaltig sind. Also nicht in besonderem Maße nachhaltig, sondern auf eine spezielle Art …

Mein erster Tipp: Benutzt einen Teigschaber. Wenn man sich überlegt, wie viel Joghurt zum Beispiel im Glas übrig bleibt, wenn man versucht, es mit einem großen Löffel auszukratzen, dann ist das auf Dauer schon ganz schön verschwenderisch. Alternativ dazu kann man natürlich auch einen Hund benutzen. Das wirkt in jedem Fall der Verschwendung entgegen … Aber wenn man selbst auch etwas davon haben möchte oder man einfach gerade keinen Hund zur Hand hat, dann doch lieber den Teigschaber benutzen. Fun Fact: Nicht, dass ich dieses Beispiel nur deswegen herausgesucht hätte, aber wusstet ihr eigentlich, dass dieses Küchenutensil auf Schwedisch slickepott heißt? Topfschlecker also. Ist das nicht geil? Ein ziemlich selbsterklärendes Wort, würde ich sagen. Und viel schöner als das deutsche Teigschaber.

Mein zweiter Tipp, den ich im Übrigen auch von einer schwedischen Freundin habe, lautet: Sprühflasche mit Spüli. Ok, das ist vielleicht nicht ganz so selbsterklärend. Ich habe eine Flasche, die ich zu circa 1/5 mit Spülmittel und zu 4/5 mit Wasser befülle. So spare ich ganz viel Spüli und gleichzeitig ist die Mischung super, um damit z.B. Dinge einzuweichen oder auch, um den Esstisch damit einzusprühen, wenn das Baby gerade ein Spinat-Inferno hinterlassen hat. Übrigens ist die Flasche, die ich benutze, aus Plastik. Ja, ihr habt richtig gelesen: Plaste-Elaste. Denn man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen. Der Nutzen, den ich davon habe, bzw. die Ersparnis an Spülmittel wiegt in meinen Augen in diesem Fall den Nachteil des bösen Plastiks wieder auf. Außerdem hatte ich diese Flasche ursprünglich mal zum Einweichen von Bügelwäsche angeschafft. Da ich aber so gut wie nie bügle, ist die Flasche in der Küche definitiv besser aufgehoben.

Tipp 3: Ehrlich friert am längsten! Hä, was? Ich habe festgestellt, dass meine Familie bei vielen Gerichten unwillens ist, das Gleiche am nächsten Tag noch einmal zu essen. Früher habe ich es dann einfach in den Kühlschrank gestellt und gehofft, dass es vielleicht doch noch jemanden anlacht. Aber vergeblich – oft landete das Essen dann im Müll. Bei einigen Dingen klappt es natürlich hervorragend mit der Weiterverarbeitung: Pfannkuchen werden zB. gerne klein geschnitten und mit Käse oder Schinken angebraten. Oder Kartoffelbrei wird zu Kartoffelwaffeln verarbeitet. Herrje, ich habe sogar schon zu Butter geschlagene Sahne in einem Waffelteig verwurstet. Aber bei anderen Dingen läuft das einfach nicht. Deswegen habe ich mir angewöhnt, diese Reste direkt einzufrieren. Zwei Schöpfkellen Bolo? Ab in den Gefrierschrank. Beim nächsten Mal einfach als Grundlage benutzen. Ein Rest Brühe mit Fleisch- oder Gemüseeinlage? Dito. Ich halte es übrigens genauso mit Lebensmitteln, die ich frisch gekauft habe, aber dann eventuell doch nicht wie geplant brauche. Better safe than sorry. Ich kann das Hackfleisch auch am nächsten Tag wieder auftauen. Alles ist besser als wegschmeißen.

Ganz toll, um Reste zu verwerten finde ich übrigens Pizza oder Flammkuchen. Gerade, wenn eine längere Reise ansteht und man noch allerhand mehr oder weniger große Reste hat, bietet sich das an. Man kann jegliche Käse-, Gemüse-, Saucen-, Schmand-, Frischkäse- oder sonstige Reste darauf schmeißen. Blauschimmelkäse, Oliven, Mascarpone, Salami, Schinken, getrocknete Tomaten, Zucchini, Lachs, Edamer, Gouda, Pilze, Kapern, Kräuter – alles kann, nichts muss. Auf Flammkuchen lässt sich sogar Obst verwerten: Birnen, Äpfel, Nektarinen oder Pfirsiche, Trauben, ein Rest Apfelmus – alles geht. Abgerundet mit ein bisschen Zimt, ein paar Kernen, ein wenig Honig – deliziös. Genauso halte ich es übrigens mit wabbeligem Obst: Alles, was leicht matschig ist oder mehlig, wird entweder direkt versmoothiefiziert oder eingefroren. Als Marmeladenbasis oder für eine Fruchtsauce. Pro Tipp: Alles beschriften! Ich denke immer ich brauche das nicht, und dann stehe ich rätselnd vor den diversen Sachen und versuche zu erraten, ob es sich nun um pürierte Erdbeeren oder Tomatensauce handelt …

Was sich für uns auch bewährt hat, sind Waschlappen in der Küche. Da wir ja eher so die Typen sind, die ihre Kinder (vor allem die kleineren) frei essen lassen, ist die Sauerei oft groß. Mund, Hände, Stirn, Nacken, Ohren, Knie, Fußsohlen – alles kann in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Dazu kommen dann noch der Hochstuhl, der Tisch, die Trinkflasche, you name it. Damit wir dann nicht immer Taschentücher oder Küchenrolle benutzen müssen, haben wir Dutzende kleiner Waschlappen in der Küche.

Ja, ich denke, das muss jetzt erst einmal reichen. Wenn ihr selbst noch coole Tipps für ein etwas umweltbewussteres, nachhaltigeres Leben habt: Immer her damit! Entweder hier oder auf Instagram. Ich würde mich in jedem Fall wahnsinnig freuen!

Kladdkaka

Komischer Name, aber ein famoser Kuchen!

Kladdkaka ist ein schwedischer Schokokuchen, der innen noch schön feucht ist – daher der Name. Denn ‘kladd’ kommt von ‘kladdig’, was so viel wie teigig bedeutet.

Das Geniale an diesem Rezept ist, dass man alle Zutaten in einem einzigen Topf verrührt und dann von dort direkt in die Form gießt. Außerdem kann man diesen Kuchen auch mal auf die Schnelle backen: Er erfordert keinerlei fancy Zutaten und es dauert gerade mal eine knappe Stunde (inklusive backen), bis man den kaka essen kann.

Jetzt aber los.

Ofen auf 175 Grad vorheizen. „Kladdkaka“ weiterlesen

Schokodrops-Kuchen

Hier das Rezept für einen wirklich leckeren und sehr saftigen Schokodrops-Kuchen!

Und glaubt mir, wenn er hier im Haus den Test bestanden hat, muss er wirklich gut sein. Bei meinem großen Sohn geht nichts ohne Schokolade – check. Und mein Mann hat eine absolute Phobie gegen sämtliche Lebensmittel, die trocken sind. Er behauptet, das läge daran, dass er als Kind immer so viele trockene Kartoffeln essen musste 😄 Also, den Saftig-Genug-Check hat er auch bestanden.

Ihr braucht dafür „Schokodrops-Kuchen“ weiterlesen

Weltbester Hefeteig

Dank meinem lieben Freund Tobi bin ich bereits seit einiger Zeit erleuchtet was das Thema selbst gemachten Pizzateig angeht. Denn er hat mir beigebracht, dass man den Teig für den authentischen Geschmack mindestens 24 h im Kühlschrank gehen lassen muss! Denn erst durch das langsame Gehen findet die alkoholische Gärung statt, die für das spezielle Aroma verantwortlich ist. Ich weiß, dass jetzt viele denken: “Was, wie soll ich das denn machen? So lange auf den Teig warten???” Aber, ich sage euch: es lohnt sich! Wirklich und ehrlich! Und man kann nicht nur Pizza aus dem Teig machen, sondern auch einfaches Brot oder Focaccia! Probiert es aus …

Ich habe mir angewöhnt, öfter mal solchen Teig anzusetzen und dann in einzelnen Portionen im Kühlschrank aufzubewahren. Je nach Bedarf nehme ich dann eine oder mehrere Portionen raus und backe  etwas daraus. Das ist wirklich irre praktisch und noch dazu wahnsinnig lecker.

Das Rezept ist total einfach: „Weltbester Hefeteig“ weiterlesen

Weltbester Zitronenkuchen

Dieses Rezept war eines der ersten, das ich mir je angeeignet habe und ich finde, es ist nach wie vor das allerbeste Rezept für Barbarakuchen, also Zitronenkuchen! Außerdem habe ich kürzlich rausgefunden, dass der Teig auch in Muffinform gut gelingt.

Nich lang schnacken – hier das Rezept:

200 g Butter

250 g Zucker

abgeriebene Zitronenschale

4 Eier

125 g Speisestärke

125 g Mehl

0,5 TL Backpulver

und für den Guss

Saft einer halben Zitrone

circa 6 EL Puderzucker

Bei dem Teig darauf achten, dass die Butter wirklich weich ist. Zunächst die Butter mit dem Zucker und der Zitronenschale verrühren, bis alles schön cremig und ein bisschen heller geworden ist. Danach die Eier hinzugeben (am besten wirklich eines nach dem anderen, und immer so lange rühren, bis man das Ei nicht mehr sieht). Dann das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver dazu. Alles nochmal kräftig verrühren.

Für den Kuchen: Den Teig in eine (am besten mit Backpapier ausgekleidete) Kastenform füllen und bei 175 Grad (ohne Umluft) circa 70 Minuten backen. Macht immer mal wieder eine Stäbchenprobe, denn der Kuchen sollte nicht total trocken gebacken werden.

Für die Muffins: den Teig in eine (am besten mit Papierförmchen ausgekleidete) Muffinform füllen. Bei mir werden es immer 12 große Muffins. Dann bei 175 Grad (ohne Umluft) circa 25-30 Minuten backen. Auch hier empfiehlt sich die Stäbchenprobe.

Anschließend bei beiden Zubereitungsarten den Zitronenguss auf dem Backwerk verteilen. Nach Belieben noch Streusel drauf und fertig!

Viel Spass beim Nachbacken

Rhabarberkuchen

Jetzt, da es wieder Rhabarber zu kaufen gibt, ist mir wieder mein liebstes Rezept für einen Rharbarberkuchen mit Baiser eingefallen. Mir persönlich ist er mit einem Quark-Öl-Teig am liebsten, da dieser Teig nicht so durchweicht und auch immer gelingt :)

Man braucht für den Teig

150 g Mehl

1/2 Päckchen Backpuler

75 g Speisequark

3 EL Milch

3 EL Öl

30 g Zucker

1 EL Vanillezucker

1 Prise Salz

Alles kräftig durchkneten und auf einem gefetteten Backblech ausrollen (ich habe eine ganz normale, runde Springform genommen; man kann aber auch mit der doppelten Menge ein ganzes Blech Kuchen backen).

Für den Belag

750 g Rhabarber

waschen und in Stücke schneiden (schälen ist nicht nötig!) und auf den Teig legen.

Dann den Kuchen bei 175° C (Heissluft) für circa 25 min backen.

Für das Baiser

2 Eiweiß

75 g Zucker

steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen.

Dann noch einmal für circa 10 min in den Ofen, bis das Eiweiß schön goldbraun ist.

Im Zweifelsfall funktioniert es übrigens auch, den Kuchen gleich mit dem Eischnee zusammen zu backen – letztens ist es mir nämlich passiert, dass ich das Eiweiß auf dem Kuchen hatte bevor ich ihn das erste Mal gebacken hatte ;) Ich habe ihn dann einfach bei circa 150 °C Ober- und Unterhitze ungefähr 45 min lang gebacken …