Weltbester Hefeteig

Dank meinem lieben Freund Tobi bin ich bereits seit einiger Zeit erleuchtet was das Thema selbst gemachten Pizzateig angeht. Denn er hat mir beigebracht, dass man den Teig für den authentischen Geschmack mindestens 24 h im Kühlschrank gehen lassen muss! Denn erst durch das langsame Gehen findet die alkoholische Gärung statt, die für das spezielle Aroma verantwortlich ist. Ich weiß, dass jetzt viele denken: „Was, wie soll ich das denn machen? So lange auf den Teig warten???“ Aber, ich sage euch: es lohnt sich! Wirklich und ehrlich! Und man kann nicht nur Pizza aus dem Teig machen, sondern auch einfaches Brot oder Focaccia! Probiert es aus …

Ich habe mir angewöhnt, öfter mal solchen Teig anzusetzen und dann in einzelnen Portionen im Kühlschrank aufzubewahren. Je nach Bedarf nehme ich dann eine oder mehrere Portionen raus und backe  etwas daraus. Das ist wirklich irre praktisch und noch dazu wahnsinnig lecker.

Das Rezept ist total einfach:

1 kg Mehl

1 Hefewürfel

1 EL Zucker

Wasser

Olivenöl

Salz

Mehl in die Schüssel. Hefewürfel mit Zucker und ein wenig lauwarmem Wasser auflösen und dann zum Mehl geben. Olivenöl (circa 50 bis 100 ml – je nach Geschmack und Gefühl) und Salz (schon eine ordentliche Portion – der Teig soll leicht salzig schmecken) ebenfalls dazugeben. Unter Zugabe von so viel Wasser wie nötig einen gewöhnlichen Hefeteig kneten. Er darf nicht zu nass und nicht zu trocken sein. Ideal ist er, wenn er sich seidig anfühlt.

Wenn ihr unsicher mit der Konsistenz seid, könnt ihr den Teig kurz stehen lassen und schauen, ob er anfängt zu gehen. Wenn ja: super! Wenn nein: mehr Wasser oder noch etwas Mehl dazu.

Wenn der Teig also so ist wie er sein soll, teilt ihr ihn in mehrere Portionen (bei mir sind es normalerweise sechs) und gebt diese in jeweils eine eigene Tupperschüssel. (Achtung: Es muss noch Luft drin sein, sonst hebt euch der Teig den Deckel an und trocknet aus!)

Nun wartet ihr idealerweise 24 h bevor ihr den Teig weiter verarbeitet. Wenn es gar nicht anders geht, versucht ihn wenigstens 8-10 Stunden gehen zu lassen :) Also morgens ansetzen, abends essen. Es dürfen aber auch ganz locker ein paar Tage sein. Ihr werdet sehen, dass der Teig dann ganz luftig und fluffig ist. Wenn ihr ihn weiter verwendet, solltet ihr ihn nur noch in die entsprechende Form bringen, aber nicht mehr ausgiebig kneten. Sonst geht einiges der gewonnenen Luftigkeit wieder verloren.

So, und jetzt könnt ihr daraus verschiedene Dinge backen.

Für die Focaccia bedeckt ihr eine Auflaufform mit einer ordentlichen Schicht Öl (bitte kein gewöhnliches Olivenöl nehmen, sondern eines, das sich zum Braten eignet), breitet darin den Teig aus (ich nehme 2 der vorbereiteten Portionen), bis sich das Öl auch ein wenig auf der Oberfläche verteilt und gebt anschließend grobes Salz und Rosmarin darauf. Dann für circa 20-25 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei mindestens 200 Grad.

Die Pizza könnt ihr natürlich ganz nach eurem Geschmack machen. Wichtig ist nur, dass der Ofen und am besten auch der Pizzastein bzw. das Backblech auf höchster Stufe vorgeheizt sind. Meine liebste Variante: Tomatensauce, Schinken, Mascarponekleckse, Pilze, Mozzarella di Buffala und ein würziger Käse.

Wenn es ganz einfach und schnell gehen soll, formt den Teig zu einem Fladen oder dreht ihn leicht ein und backt daraus ein schnelles Brot. Noch ein paar Oliven oder ein Salat dazu – perfekt!

Buon appetito!

 

Unverhofft schön

Was macht man mit einem Tag, den man unverhofft Zuhause verbringt, da das mittlere Kind in der Nacht Fieber bekommen hat? Zuerst war ich ein wenig genervt, da ich sooo viel zu tun hatte, so viel zu erledigen, so viel vor. Es fällt mir oft schwer, mich von dem loszulösen, das ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Ich habe dann immer das Gefühl, dass mein gesamtes Konzept zusammenbricht. Bei einem 5-Personen-Haushalt gibt es eben immer viel zu tun … Aber mal ehrlich: Geht wirklich die Welt unter, nur weil ich nicht schon morgens die Waschmaschine anschmeiße? Oder weil ich nicht ins Büro fahre, sondern nur von zu Hause die wichtigsten Mails beantworte? Bricht wirklich das reinste Chaos aus, weil ich nicht einkaufen gehe, sondern meinen Mann bitte, dies auf dem Heimweg zu erledigen? Eben …

Als ich mich also damit abgefunden hatte, dass es heute nicht wie geplant laufen würde, einige Anrufe getätigt hatte und ein paar Mails beantwortet hatte, wurde es ganz wunderbar.

Schneeschippen mit Uropa

Zuerst mussten wir Schnee schippen. Dank Fiebersaft und warmer Kleidung hatte sogar meine kränkelnde Tochter viel Spaß dabei.

Danach haben wir gemeinsam einen italienischen Tomaten-Auberginen-Auflauf gemacht. Lecker!

Parmigiana di melanzane

 

 

 

 

 

 

Und da der Ofen dann sowieso schon einmal heiß war, haben wir auch gleich noch einen Rotweinkuchen gebacken. Den haben wir dann nachmittags mit viel Obst und Tee bei der Lektüre von Pippi Langstrumpf gegessen.

Unser Nachmittagssnack

Alles in allem war es ein wirklich entspannter, schöner Tag. Nicht, dass ich mir jetzt wünschen würde, dass meine Kinder öfter einmal krank würden, aber naja, so ab und zu … ;)

Rezepte fürs Wochenende

Unser erstes Wochenende im fertigen Wohnzimmer haben wir wie gesagt recht gemütlich verbracht. Drei Rezepthighlights möchte ich hier gerne teilen. Einmal etwas ganz ohne Kohlenhydrate, einmal mit Kohlenhydraten aber ohne Gluten und einmal richtig mit allet ;)

Das Glanzlicht der freitäglichen Plätzchen-Bäckerei waren die

Pistazienmakronen

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2 Eiweiß

1 Prise Salz

120 g Zucker

100 g geschälte und gemahlene Mandeln

60 g gemahlene Pistazien

1 TL Zitronensaft

Zum Verzieren: 100 g dunkle Kuvertüre und ein paar Pistazienstückchen

Die Eiweiß mit dem Salz steif schlagen, dann den Zucker einrieseln lassen und anschließend die restlichen Zutaten unterheben.

Den Ofen auf 150 °C vorheizen und die Masse in kleinen Häufchen auf das Backpapier setzen. Achtung: unbedingt Abstand lassen zwischen den Makronen, da sie noch ein wenig auseinander laufen.

Nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen und dann in die Kuvertüre tunken und wenn gewollt mit halben Pistazien verzieren.

Voilà!

Der lange Weg zu 60 g geschälten Pistazien

Der lange Weg zu 60 g geschälten Pistazien

 

Am Samstag haben wir dann mit lieben Freunden selbst Flammkuchen gemacht. Beim Teigausrollen mussten alle mithelfen. Aber die mühevolle Arbeit hat sich gelohnt: es hat geschmeckt wie frisch aus dem Elsass :)

30 g Hefe (in 100 ml lauwarmem Wasser aufgelöst)

750 g Mehl

300 ml Buttermilch 

3 TL Salz

8 EL Olivenöl 

Den Teig zwei Stunden gehen lassen. Dann in 7-8 gleich große Teile teilen und ganz dünn ausrollen. Nach Belieben belegen und bei mindestens 200 Grad °C circa 10 Minuten backen.

Ich liebe es, Flammkuchen zu machen, wenn Freunde da sind. Man kann schon beim Kochen gemütlich zusammensitzen und gemeinsam schnippeln, ausrollen und belegen. Auch die Kinder lieben es erst den Teig zu kneten, ihn dann mit ihren Teigrollen zu bearbeiten und schließlich selbst zu belegen.

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Flammkuchen mit Freunden – ein Traum

Am Sonntagabend gab es dann was ganz ohne Kohlenhydrate – Thunfischsalat (mit Gurke, Tomate, Avocado, Mayonnaise), Tomate-Mozzarella-Salat und ein bisschen Beiwerk. Lecker!

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Ein perfektes Wochenende … nicht nur kulinarisch ♡