Feuerschale

Schon lange wollten mein Mann und ich eine Feuerschale, in der man – im Gegensatz zum Grill – auf niedriger Höhe im Garten ein kleineres Feuer anzünden kann. Entweder einfach so, weil’s schön ist, oder um zum Beispiel Stockbrot zu machen. Leider sind die gängigen Schalen, die man im Baumarkt kaufen kann, ziemlich teuer.

Beim googeln nach alternativen, günstigeren Lösungen ist mein Mann dann auf den Blog von Perlenhuhn gestoßen, auf dem es eine Anleitung für eine selbstgegossene Feuerschale aus Beton gibt. Genau das was wir gesucht hatten! Also musste mein armer Mann sofort in den Baumarkt fahren und einen 40 kg Sack Beton kaufen :) Kostenpunkt: 6 Euro!

Zunächst muss man die Plastikformen (Schüsseln, Pflanzschalen, etc.) gut einölen.

Dann den Beton in einem Eimer mit der entsprechenden Menge Wasser (nach Gefühl – einfach nach und nach dazugeben) anrühren und dann in die entsprechende Form gießen. Wer etwas hohles, wie die Feuerschale gießen will, sollte die größere Form nur bis zu maximal 2/3 füllen und dann den entsprechenden, kleineren und von außen ebenfalls eingeölten Platzhalter hinein drücken. Wir mussten zum beschweren noch ein paar Steine benutzen.

Dann das Ganze zwei Tage trocknen lassen. Am besten übergießt man es dabei immer wieder mit Wasser, denn das erst ermöglicht das Abbinden des Betons; dadurch entwickelt er seine Festigkeit. Ich habe die innere Form bereits nach 24 h rausgenommen und den Hohlraum richtig mit Wasser geflutet.

So sah dann die Schale nach 48 h aus. Noch nicht sonderlich spektakulär, aber solide.

Das erste Feuer in der neuen Schale – schon ein wenig spektakulärer ;)

Ich habe übrigens auch noch andere, kleinere Formen gegossen, aber da hatte ich kein glückliches Händchen … Die inneren Formen waren zu groß, so dass die Wände der Schalen und Töpfe zu dünn geworden sind und direkt beim Auslösen aus der Form gebrochen sind … Das will ich aber bei Gelegenheit noch einmal besser machen.

Nur eine kleine runde Schale ist gelungen. Die hatte ich in einer Silikon-Kuchenform gegossen. Das war das dankbarste Material überhaupt! Man konnte die Schale ganz einfach aus der Form lösen. Aber zu den kleineren Projekten folgt bald ein zweiter Beitrag :)

Viel Spaß beim nachmachen und anfeuern oder bepflanzen oder oder oder!

Anna

 

Essen am Lagerfeuer

Als wir vor einigen Jahren mit einem befreundeten Pärchen gemeinsam in Schweden im Urlaub waren, hatte unser Freund T die tolle Idee, unten am See ein Lagerfeuer zu machen und dort zu grillen. Wir grillten also dicke, schwedische Würstchen (die tatsächlich nur mein Mann mochte – ich glaube, mit schwedischen Würstchen muss man aufgewachsen sein, um sie zu mögen) und Stockbrot. Unser lieber T wäre aber nicht der der er ist, wenn er nicht noch ein kleines Tüpfelchen vom i im Ärmel gehabt hätte … Deswegen pimpte er das Stockbrot noch mit Bacon-Scheiben, die er um das Ganze herumwickelte. Ein Traum!

Der Abend wurde für uns alle unvergesslich. Die Kinder (damals waren es insgesamt erst drei) waren so wie wir in den Bann des Feuers, des Sees und der Stimmung gezogen und saßen friedlich auf großen Steinen und aßen. Wir redeten, tranken Dosenbier, machten tolle Fotos und verbrachten en riktig svensk sommarnatt. Ob es Zufall ist, dass ein Dreivierteljahr später zwei weitere Babies geboren wurden … ?

Wir am Möckelnsee in Südschweden, fotografiert von unserem Freund T

Wir am Möckelnsee in Südschweden, fotografiert von unserem Freund T

Seitdem legen wir auch zu Hause oft einfach ein paar Holzscheite auf den Grill, um ein kleines Feuer zu haben, über dem wir Stockbrot oder Würstchen grillen können. Dann fühlen wir uns immer ein bisschen wie im Urlaub.