Mit 14 Mann nach Sardinien

Das war ein ganz schönes Projekt, das wir uns da vorgenommen hatten: Zu vierzehnt nach Sardinien! 3 Familien, 1 Wohnwagen, 1 Wohnmobil, 1 VW-Bus mit Anhänger, 6 Erwachsene, 8 Kinder, 2 Wochen, 900 km nach Livorno, 6,5 h auf der Fähre, 630 km Rundweg auf Sardinien, wieder 6,5 h Fähre, wieder 900 km von Livorno nach Hause …

Zu Vierzehnt? seid ihr bekloppt?

Viele Leute, denen ich davon erzählt habe, was wir in den Pfingstferien vorhaben, haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen: „Ne, das wäre mir zu anstrengend!“ „Mit so vielen Leuten zusammen Urlaub machen? Wahnsinn!“ Und, was soll ich sagen? Ja, es ist nicht immer leicht, sich mit so vielen anderen Menschen abzustimmen, zu arrangieren und zu einigen. Aber es ist eine unheimlich wertvolle Erfahrung, bei der man viel über sich selbst und die anderen lernen kann. Und für die Kinder war es einfach traumhaft. Es war immer jemand da zum Spielen (und das schon am frühen Morgen!) und zusammen waren sie unheimlich frei und selbstständig: so konnten zum Beispiel die Kleinen zusammen mit den größeren Kindern auf den Spielplatz laufen oder mit Lauf- und Fahrrädern eine Runde um den Campingplatz drehen – ganz ohne Erwachsene. Auch für uns Eltern war das natürlich eine riesige Erleichterung. Wir konnten Urlaub mit unseren Kindern machen, aber mussten sie nicht permanent bespaßen – wir waren entspannt und zufrieden und so waren die Kids es auch. Wie gesagt, es gab auch Situationen, die für alle unbefriedigend waren, da man vielleicht unterschiedliche Vorstellungen von der Tagesplanung oder vom Essen oder oder oder hatte, aber alles in allem war es eine tolle Erfahrung.

Die Anreise

Auf der Fähre

Ich möchte diesen Urlaub nicht jedes Jahr machen, aber ich bin soooo froh, dass wir es dieses Jahr so gemacht haben! Das liegt daran, dass die Anreise mit Auto (und Wohnwagen) eben ziemlich lang ist. Wir mussten circa 900 km nach Livorno fahren und dort dann auf die Fähre. Da die Italiener ja ihrem Ruf gerecht werden müssen, vielleicht nicht das bestorganisierteste Volk der Erde zu sein, ging die Fähre auch einfach mal eine Stunde später los als angekündigt ;) Mit dem Flugzeug ist die Reise natürlich schneller und bequemer, aber für uns als fünfköpfige Familie einfach nicht optimal. Alternativ kann man übrigens auch von Genua oder sogar von Frankreich (Nizza, Marseille oder Toulon) die Fähre nehmen. Preise vergleichen lohnt sich! Für unser großes Gespann war es jedoch am günstigsten von Livorno aus. Bei der Kalkulation der Anreise darf man auch nicht vergessen, die anderen Kosten mit einzuberechnen – z.B. Vignetten (ja, Vignetten – denn in der lieben Schweiz braucht nicht nur das Auto eine Vignette, sondern auch der Wohnwagen!) und Mautgebühren.

Tipps? ja, Tipps

Ich tue mich immer schwer damit, ganz konkret zu Dingen zu raten oder von ihnen abzuraten, da die Vorstellungen und Geschmäcker ja so verschieden sind, aber in diesem Fall möchte ich es doch tun: Ich behaupte, dass man total viel verpasst, wenn man auf Sardinien in einer einzigen Unterkunft bleibt anstatt die Insel zu erkunden. Ich habe selten eine so vielfältige Landschaft kennengelernt. Deswegen ist mein ganz klarer Tipp, sich entweder einen Mietwagen zu leihen, oder eben doch die beschwerliche, aber lohnenswerte Anreise mit dem eigenen Auto auf sich zu nehmen :) Wir haben so unglaublich viel gesehen und erlebt in diesen 14 Tagen – das möchte ich um keinen Preis der Welt missen.

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hyperschlecht

Wie fängt man an, über etwas zu schreiben, das einen wochenlang außer Gefecht gesetzt hat? Ich weiß es nicht so richtig. Deswegen habe ich diesen Post auch schon 26 Mal in meinem Kopf entworfen und dann wieder verworfen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, sich hinzusetzen und zu schreiben. So, nun aber der Reihe nach.

Ich bin schwanger mit meinem vierten Kind. An sich ist das ja eine tolle Nachricht. Jetzt, in Schwangerschaftswoche 21 kann ich das auch so empfinden und freue mich wahnsinnig auf dieses Baby. Aber bis vor zwei, drei Wochen sah die Welt noch ganz anders aus. Die dunkle Wolke, die mich beherrscht hat, heißt Hyperemesis gravidarum. Zu deutsch: die schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit. Ja, genau das, was Herzogin Kate auch hat. Jeder, der auch darunter zu leiden hatte, kennt nur allzu schmerzlich den Unterschied zur normalen morning sickness. Für die Glücklichen, die davon verschont waren: das eine lässt sich mit dem anderen nur schwer vergleichen.

Hyperemesis spielt in einer ganz anderen Liga. Natürlich variiert das Krankheitsbild auch hier von Schwangerer zu Schwangerer, aber man kann es vielleicht so zusammenfassen:

  • die Übelkeit begleitet dich 24 h am Tag
  • der Zustand hält weit über die 12. SSW hinaus an
  • das Erbrechen kann dich so schwächen bzw. dehydrieren, dass du in der Klinik mit Infusionen versorgt werden musst
  • die meisten Schwangeren brauchen Medikamente, um diese Zeit überhaupt zu überstehen
  • dieser Zustand ist psychisch extrem belastend

So weit, so schlecht. Ich war leider in allen vier Schwangerschaften davon betroffen. Bei der ersten ging es bis zur 25. SSW, und ich habe in den ersten Wochen 6 kg abgenommen. Bei der zweiten ging es ’nur‘ bis zur 20., dafür lag ich aber eine zeitlang in der Klinik. Bei der dritten Schwangerschaft hielt das Erbrechen bis zur 18. SSW an und diesmal bis zur 19. SSW.

Für meinen Mann war übrigens schon immer klar, dass er vier Kinder haben wollte. Ich jedoch habe immer gezögert. Und zwar nicht, weil ich kein viertes Kind wollte, sondern weil ich schlicht und ergreifend irrsinnige Angst vor einer erneuten Schwangerschaft hatte. Jetzt, da das schlimmste überstanden ist, kann ich sagen, dass ich mich darüber freue, dass wir diesen kleinen ‚Unfall‘ hatten und ich quasi bewusst gar keine Entscheidung treffen musste. Denn das muss ich klar sagen: bei allem Elend habe ich nie an einen Schwangerschaftsabbruch gedacht. Aber das zu erklären ist gar nicht so leicht. In diesen 13 Wochen Dunkelheit (von der 6. bis zur 19. SSW) war mir irgendwie gar nicht so richtig bewusst, dass ich ein Baby in mir trage. Das klingt verrückt, ich weiß. Aber durch die mit den Symptomen einhergehende Depression konnte ich  gar nicht hinter diese Tür gucken. Ich war gefangen in einem dunklen Raum aus Übelkeit und Erbrechen. Es gab kein Baby in diesem Raum. Nur mich und meinen Körper. Und die Angst. Meine Gedanken kreisten darum, wie ich den Tag überstehen könnte. Morgens fing es damit an, dass ich einen Zeitpunkt abzupassen versuchte, an dem möglichst keines der Kinder in der Nähe der Toilette war, wenn ich mich erbrechen musste. Dann ging es weiter mit der Frage, welche Flüssigkeit denn an diesem Tag am wenigsten schlimm wäre. Wasser? Tee? Ingwersud? Und welches Essen würde wohl heute überhaupt irgendwie funktionieren? Denn das ist die einzige Regel, die (für mich) ganz sicher galt: Wenn ich gar nichts esse, wird es noch schlimmer. Ansonsten gab es so gut wie keine Regeln, was das Ganze noch einmal so unendlich viel schwerer machte. An einem Tag konnte ich einen Flammkuchen essen und dazu eine Fanta trinken und es war ok. Am nächsten Tag konnte es passieren, dass ich mir nach einem Zwieback und einem Schluck Fencheltee die Seele aus dem Leib gekotzt habe.

Wenn es einem so schlecht geht und man so oft es geht einfach auf der Couch vor sich hin vegetiert, googelt man natürlich und sucht Berichte von anderen Betroffenen. Vor Allem bei Instagram bin ich da fündig geworden. Dabei habe ich einige Posts von Frauen gefunden, denen es so ging wie mir oder sogar noch schlechter. Bilder von Eimern, Braunülen, Infusionsständern, etc. So schlimm das auch war, so sehr hat es mich natürlich getröstet, dass ich nicht alleine bin. Aber, was mich wirklich schockiert hat, waren die vielen Beiträge, die in einem fröhlich-tschilpenden Ton so Dinge verkündet haben wie: „Heute wieder ein echt schlechter Tag. Naja, da muss man halt durch. Lachender emoticon, Herz emoticon, Sonnen emoticon #hyperemesisgravidarum“ und dazu ein durchgestyltes Foto einer lächelnden Schwangeren. Oder Beiträge, bei denen IG-typische Fotos von opulenten Mahlzeiten gepostet wurden und dazu Kommentare wie „Nach diesem Essen ist die #hyperemesisgravidarum ein bisschen besser auszuhalten! Lachender emoticon“  Puh. Ich meine, ich fühle mich schon ein bisschen merkwürdig dabei, das zuzugeben, aber ich habe mich von solchen Posts verhöhnt gefühlt. Ich weiß, dass jeder seiner eigenen Wahrnehmung unterliegt, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Frauen das gleiche durchgemacht haben wie ich. Es ist ja auch völlig ok, wenn man sich nicht wochenlang beschissen fühlt! Glaubt mir, es ist sogar besser so! Die wirkliche Hyperemesis wünsche ich niemandem! Niemandem! Aber ich wünsche mir, dass man sorgsam mit diesem Thema umgeht. Wenn man nicht wirklich davon betroffen ist, sollte man sich vielleicht einfach zurückhalten. Auch mit Tips. Wenn ich einen Euro für jedes Mal bekommen hätte, da mich jemand fragte: „Hast du es denn schon mal mit Ingwer probiert? Soll helfen …“, dann könnte ich jetzt mit dem Geld ein schönes Wochenende irgendwo verbringen.

Ja, ich habe Ingwer ausprobiert. Ja, ich habe B-Vitamine probiert. Ja, ich kenne Vomex. Ja, ich kenne den Trick, erstmal einen trockenen Keks zu essen bevor man aufsteht. Ja, ich kenne Nux Vomica. Ja, ich habe nach dem Aufstehen erstmal einen Schluck lauwarmes Wasser getrunken. Ja, ich habe es mit Tee probiert. Ja, ich kenne Ipecacuanha. Ja, ich habe es mit ausschließlich warmem, bekömmlichem Essen versucht. Ja, ich habe an einer Zitrone gerochen. Ja, ich habe so ein blödes Akupressur-Armband. JA JA JA!

Wie gesagt, bei mir war das einzige, was sicher war, dass ich mich zum essen zwingen musste, denn sonst war ich völlig verloren. Dennoch ist mir auch das nicht immer gelungen. Manchmal war der Widerwille gegen das Essen einfach zu groß. Ansonsten habe ich es mit Akupunktur versucht. Es hat die Übelkeit nicht weggezaubert, aber es hat mir zumindest ein kleines bisschen Linderung und Entspannung verschafft. Meine Hebamme meinte jedoch auch, dass das einzige was wirklich helfen könnte, Ruhe und Entspannung sei. Das ist natürlich nicht gerade leicht zu bewerkstelligen, wenn ein Kind frisch in die dritte Klasse (= neue Lehrerin, neues Klassenzimmer, neue Ansprüche) kommt, das andere Kind eingeschult wird (alles neu!) und das dritte Kind Eingewöhnung im Kindergarten hat. Deswegen waren die ersten 4-5 Wochen nach den Sommerferien auch die schlimmsten überhaupt. Erst, als sich alles eingependelt hatte, und ich auch mal wieder 2-3 Stunden am Tag für mich hatte, ging es langsam bergauf. Nichtsdestotrotz konnte ich nach dem Sommerurlaub bis heute nicht mehr arbeiten gehen. Momentan arbeite ich nur von zu Hause. (Das ist mir auch nach wie vor ein Rätsel, wie Frauen mit Hyperemesis es schaffen, ihren Job weiterzumachen. Riesenrespekt an dieser Stelle.)

Der einzige Tip, den ich mir anmaßen würde, anderen Betroffenen zu geben ist der folgende: Besprecht mit eurer Frauenärztin/eurem Frauenarzt die Möglichkeit der Beantragung einer Haushaltshilfe. Zu mir kam an drei Tagen in der Woche eine Frau, die mir geholfen hat. Das war wirklich eine wahnsinnige Erleichterung! Wenn ihr also betroffen seid und die Möglichkeit dazu habt, nehmt diese Hilfe an! Ich fand die Vorstellung am Anfang zwar auch schwierig, dass jemand um mich herumwirbeln sollte, während ich im Bett lag, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Während der Zeit in der die Haushaltshilfe da war, ging es bei mir auch sichtlich bergauf. Das kann natürlich auch Zufall gewesen sein, aber mir hat es ungemein geholfen, dass jemand da war, der dieses äußere, belastende Chaos ein bisschen gebändigt hat.

Warum schreibe ich das eigentlich alles auf? Tja, es ist wohl wie so oft, wenn Menschen über Dinge schreiben, die sie belasten oder belastet haben: Man erhofft sich davon eine Art Therapie, dass man sich frei machen, vielleicht sogar abschließen kann mit diesem dunklen Kapitel. Im Englischen gibt es das schöne Wort closure. Das wünsche ich mir. Und ein bisschen gut fühlt es sich auf jeden Fall schon an. :)

Jetzt kann ich mich endlich wieder den schönen, sonnigen, bunten, wilden, fröhlichen, banalen Dingen des Lebens widmen und mich auf mein viertes Baby freuen. Yay!

Danke, dass ihr bis hierhin gelesen habt. ♡

Anna

 

 

P.S.: Es tut mir leid, dass manche von euch nun erst auf diesem Wege von Baby Nummer 4 erfahren haben …

 

 

Zwischen Sardegna und hier

Leute, Leute. Vor vier Stunden sind wir von unserem15-tägigen Sardinienurlaub zurückgekehrt. Noch sind wir völlig gefangen in diesem Niemandsland zwischen Urlaub und Zuhause, zwischen am-Strand-liegen und Wäsche waschen, zwischen Eis essen und Wochenendeinkauf. Ich mag noch gar nicht daran denken, wie der Montag mit Arbeit, Schule und Kindergarten wieder weitergeht. Und ich habe beschlossen, das auch wirklich nicht zu tun. Heute schwelge ich noch ein wenig im Gestern. Der Alltag muss noch einen Tag warten. Wenn ich dann wieder richtig im Alltagsmodus angekommen bin, werde ich natürlich ausführlich darüber berichten, wie ein Urlaub auf Sardinien mit drei Familien (sage und schreibe 14 Personen insgesamt) so aussehen kann. Aber bis dahin: noch ein bisschen Dolcefarniente. Nur noch ein ganz kleines bisschen  ….

Feuerschale

Schon lange wollten mein Mann und ich eine Feuerschale, in der man – im Gegensatz zum Grill – auf niedriger Höhe im Garten ein kleineres Feuer anzünden kann. Entweder einfach so, weil’s schön ist, oder um zum Beispiel Stockbrot zu machen. Leider sind die gängigen Schalen, die man im Baumarkt kaufen kann, ziemlich teuer.

Beim googeln nach alternativen, günstigeren Lösungen ist mein Mann dann auf den Blog von Perlenhuhn gestoßen, auf dem es eine Anleitung für eine selbstgegossene Feuerschale aus Beton gibt. Genau das was wir gesucht hatten! Also musste mein armer Mann sofort in den Baumarkt fahren und einen 40 kg Sack Beton kaufen :) Kostenpunkt: 6 Euro!

Zunächst muss man die Plastikformen (Schüsseln, Pflanzschalen, etc.) gut einölen.

Dann den Beton in einem Eimer mit der entsprechenden Menge Wasser (nach Gefühl – einfach nach und nach dazugeben) anrühren und dann in die entsprechende Form gießen. Wer etwas hohles, wie die Feuerschale gießen will, sollte die größere Form nur bis zu maximal 2/3 füllen und dann den entsprechenden, kleineren und von außen ebenfalls eingeölten Platzhalter hinein drücken. Wir mussten zum beschweren noch ein paar Steine benutzen.

Dann das Ganze zwei Tage trocknen lassen. Am besten übergießt man es dabei immer wieder mit Wasser, denn das erst ermöglicht das Abbinden des Betons; dadurch entwickelt er seine Festigkeit. Ich habe die innere Form bereits nach 24 h rausgenommen und den Hohlraum richtig mit Wasser geflutet.

So sah dann die Schale nach 48 h aus. Noch nicht sonderlich spektakulär, aber solide.

Das erste Feuer in der neuen Schale – schon ein wenig spektakulärer ;)

Ich habe übrigens auch noch andere, kleinere Formen gegossen, aber da hatte ich kein glückliches Händchen … Die inneren Formen waren zu groß, so dass die Wände der Schalen und Töpfe zu dünn geworden sind und direkt beim Auslösen aus der Form gebrochen sind … Das will ich aber bei Gelegenheit noch einmal besser machen.

Nur eine kleine runde Schale ist gelungen. Die hatte ich in einer Silikon-Kuchenform gegossen. Das war das dankbarste Material überhaupt! Man konnte die Schale ganz einfach aus der Form lösen. Aber zu den kleineren Projekten folgt bald ein zweiter Beitrag :)

Viel Spaß beim nachmachen und anfeuern oder bepflanzen oder oder oder!

Anna

 

Rhabarberkuchen

Jetzt, da es wieder Rhabarber zu kaufen gibt, ist mir wieder mein liebstes Rezept für einen Rharbarberkuchen mit Baiser eingefallen. Mir persönlich ist er mit einem Quark-Öl-Teig am liebsten, da dieser Teig nicht so durchweicht und auch immer gelingt :)

Man braucht für den Teig

150 g Mehl

1/2 Päckchen Backpuler

75 g Speisequark

3 EL Milch

3 EL Öl

30 g Zucker

1 EL Vanillezucker

1 Prise Salz

Alles kräftig durchkneten und auf einem gefetteten Backblech ausrollen (ich habe eine ganz normale, runde Springform genommen; man kann aber auch mit der doppelten Menge ein ganzes Blech Kuchen backen).

Für den Belag

750 g Rhabarber

waschen und in Stücke schneiden (schälen ist nicht nötig!) und auf den Teig legen.

Dann den Kuchen bei 175° C (Heissluft) für circa 25 min backen.

Für das Baiser

2 Eiweiß

75 g Zucker

steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen.

Dann noch einmal für circa 10 min in den Ofen, bis das Eiweiß schön goldbraun ist.

Im Zweifelsfall funktioniert es übrigens auch, den Kuchen gleich mit dem Eischnee zusammen zu backen – letztens ist es mir nämlich passiert, dass ich das Eiweiß auf dem Kuchen hatte bevor ich ihn das erste Mal gebacken hatte ;) Ich habe ihn dann einfach bei circa 150 °C Ober- und Unterhitze ungefähr 45 min lang gebacken …

Sandkastenküche

Da bei uns ja immer viel umgeräumt, ausgeräumt, umgestellt und aussortiert wird, gibt es oft das ein oder andere Möbelstück, das übrig bleibt und nach einer neuen Bestimmung sucht. So erging es auch diesem alten, halb kaputten Phonomöbel (schon lustig, dass frühere Fernseher wirklich auf so ein kleines Teil gepasst haben …).

Da klar war, dass dieses Prachtstück nicht mehr INNERHALB des Hauses untergebracht werden sollte, kamen wir schnell auf den Gedanken, es in eine Spielküche für den Sandkasten zu verwandeln.

Also einfach mit Edding ein paar Kochplatten aufgezeichnet, vorne noch ein paar Knöpfe aufgemalt, fertig!

Und wenn es nach dieser Saison vollständig auseinanderfällt, hat es wenigstens noch einen schönen Sommer gehabt ;)

Zack Zack Wärmflaschenbezug

Kurz vor unserem ersten richtigen Campingtrip (dazu später mehr), habe ich noch schnell eine Wärmflasche besorgt, da die Wettervorhersage ja so eher mäßig war … Da das grüne Gummidings jedoch nicht ganz meinen ästhetischen Vorstellungen entsprochen hat, musste ich noch ganz schnell einen Bezug nähen.

Mit ein paar Fleece-Stoffresten ging das dann auch wirklich Zack Zack.

1. Wärmflasche auf den Stoff legen und mit einem großzügigen cm drumherum abmalen. Oben  am Hals noch 3 cm mehr Spiel lassen.

2. Den Stoff ausschneiden. Dieses Stoffstück dient nun als Vorlage für die anderen beiden Teile. Für die anderen beiden Teile jeweils einmal das untere Drittel, dann einmal das obere Drittel runterklappen und abzeichnen. Wieder ausschneiden. Da ich vergessen habe, von diesen wichtigen Schritten Fotos zu machen, versuche ich das mal anhand der Zeichnung zu verdeutlichen ;)

3. Wer möchte, kann noch etwas auf den Stoff aufnähen. Ich habe mich für ein einfaches Herz entschieden.

4. Nun die beiden Teile, die nur zu zwei Dritteln ausgeschnitten wurden, an den geraden, offenen Kanten umnähen.

5. Dann alle Teile rechts auf rechts legen und rundherum zunähen. Am Schluss noch von innen nach außen drehen – fertig! :)

 

Gebirgs-Wandmalerei

Im Zuge der Verschönerung des Spielpodests kamen wir auf die Idee, das Spielzimmer der Kinder endlich einmal zu streichen.

Da das Zimmer ja allen drei Kindern als Spielzimmer dient, musste es etwas neutrales sein und sollte auch zu dem neuerlich grau bezogenen Podest passen.

Relativ schnell hatten wir uns auf Berge geeinigt.

Mithilfe von viel Malerkrepp und ein paar Vorlagen, die wir aus Pappe ausgeschnitten hatten, konnten wir das Gebirge relativ schnell und problemlos an die Wand malen. 

Pimp my Podest

Das Spielpodest, das wir gebaut haben, als unser Kleinster kam, war nach knapp drei Jahren fällig für eine Generalüberholung. Ich hatte schon lange überlegt, es mit einem Teppich zu überziehen, aber irgendwie konnte ich mich nie dazu überwinden, für die Pressspanplatte, die circa 1,30 x 1,70 m groß ist, Teppich von der Rolle zu kaufen, der 4 m breit ist. Erstens zahlt man dann ja das doppelte von dem was man wirklich braucht und außerdem: Was tun mit dem Rest? Da ich von Natur aus dazu neige, Dinge zu horten, wollte ich mich quasi selbst davor schützen, irgendwo im Keller 2m x 1,50 m Teppich“Reste“ aufzubewahren :)

Als ich letztens durch den Baumarkt schlich (um Farben für Projekt Gebirgs-Wandmalerei zu kaufen), hatte ich endlich die Erleuchtung! TEPPICHFLIESEN! Wie cool sind bitte Teppichfliesen? Für solche Projekte sind sie einfach perfekt: 40 x 40 cm große Filzplatten, selbstklebend, günstig, leicht zu verarbeiten, gut Kante auf Kante zu legen.

Also habe ich rasch 18 Stück gekauft (zum Preis von gerade einmal 20 €!) und bin damit nach Hause gerast. Dort habe ich zusammen mit den Kindern gleich losgelegt.

Zunächst habe ich Linien eingezeichnet, damit die erste und damit alle folgenden Filzplatten gerade aufgeklebt werden können. 

Die Platten habe ich alle an den Seiten überlappen lassen, da ich dachte, ich könnte sie nach unten umklappen und damit die hässlich Kanten verkleiden. Es sollte sich herausstellen, dass das nicht ging, da der Filz dazu einfach zu starr ist. (Mein Mann hatte das übrigens vorausgesagt – geglaubt habe ich ihm aber erst, als ich es ausprobiert habe ;)

Da mich die offenen Seiten der Pressspanplatte jedoch so sehr gestört haben, habe ich mir eine andere Lösung einfallen lassen: 

Ich habe einfach an den Kanten doppelseitiges Teppichverlegeband aufgeklebt und dann mit den Resten der Teppichfliesen beklebt. Dank des neuen Cutters liessen sich die Kanten auch extrem genau abschneiden und das Ergebnis ist, wie ich finde, echt gut geworden:

Dann musste das Podest nur wieder aufgebaut werden :)

Lecker Fisch!

In der letzten Zeit gibt es bei uns irgendwie oft Fisch bzw. Seafood …

Die Lachssuppe habe ich bei meiner schwedisch-finnischen Schwiegermama kennengelernt. Sie ist total schnell und einfach zubereitet und schmeckt einfach gigantisch.

Die Grundzutaten sind – wer hätte es gedacht – Lachs, Kartoffeln, und irgendeine Art Suppengrün. Was man noch hinzugibt ist eigentlich nicht wichtig. Besonders lecker finde ich Selleriestauden. Ich habe mir angewöhnt, wenn ich Gemüse kaufe, das sich für Suppen oder Currys oder ähnliches eignet, einfach kleinzuschneiden und den Teil, den ich nicht gleich brauche, einfach einzufrieren. Das ist irre praktisch, wenn man mal nicht wahnsinnig viel Zeit zum einkaufen und/oder kochen hat. Das gleiche mache ich übrigens auch mit dem Lachs: ich kaufe oft ein frisches Lachsfilet und schneide es dann in grobe Würfel und friere es ein.

 

Das zweite skandinavisch-kulinarische Highlight der letzten Tage wären räkor – also Shrimps.

Obwohl es eine große Fummelei bedeutet, kaufen wir immer die ungeschälte Variante: die Shrimps schmecken dann einfach besser. Traditionell isst man sie auf Brot (gerne mjukbröd, also das weiche Brot, das es bei IKEA oder mittlerweile sogar auch bei ALDI gibt) bzw. Toast. Dazu passt Schmand, Dill, Zitrone, Zwiebel, Mayonnaise und Pfeffer. Dieses Mal haben wir erstmals die marinierten Zwiebeln dazu gegessen – auch seeehr lecker!