hyperschlecht

Wie fängt man an, über etwas zu schreiben, das einen wochenlang außer Gefecht gesetzt hat? Ich weiß es nicht so richtig. Deswegen habe ich diesen Post auch schon 26 Mal in meinem Kopf entworfen und dann wieder verworfen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, sich hinzusetzen und zu schreiben. So, nun aber der Reihe nach.

Ich bin schwanger mit meinem vierten Kind. An sich ist das ja eine tolle Nachricht. Jetzt, in Schwangerschaftswoche 21 kann ich das auch so empfinden und freue mich wahnsinnig auf dieses Baby. Aber bis vor zwei, drei Wochen sah die Welt noch ganz anders aus. Die dunkle Wolke, die mich beherrscht hat, heißt Hyperemesis gravidarum. Zu deutsch: die schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit. Ja, genau das, was Herzogin Kate auch hat. Jeder, der auch darunter zu leiden hatte, kennt nur allzu schmerzlich den Unterschied zur normalen morning sickness. Für die Glücklichen, die davon verschont waren: das eine lässt sich mit dem anderen nur schwer vergleichen.

Hyperemesis spielt in einer ganz anderen Liga. Natürlich variiert das Krankheitsbild auch hier von Schwangerer zu Schwangerer, aber man kann es vielleicht so zusammenfassen:

  • die Übelkeit begleitet dich 24 h am Tag
  • der Zustand hält weit über die 12. SSW hinaus an
  • das Erbrechen kann dich so schwächen bzw. dehydrieren, dass du in der Klinik mit Infusionen versorgt werden musst
  • die meisten Schwangeren brauchen Medikamente, um diese Zeit überhaupt zu überstehen
  • dieser Zustand ist psychisch extrem belastend

So weit, so schlecht. Ich war leider in allen vier Schwangerschaften davon betroffen. Bei der ersten ging es bis zur 25. SSW, und ich habe in den ersten Wochen 6 kg abgenommen. Bei der zweiten ging es ’nur‘ bis zur 20., dafür lag ich aber eine zeitlang in der Klinik. Bei der dritten Schwangerschaft hielt das Erbrechen bis zur 18. SSW an und diesmal bis zur 19. SSW.

Für meinen Mann war übrigens schon immer klar, dass er vier Kinder haben wollte. Ich jedoch habe immer gezögert. Und zwar nicht, weil ich kein viertes Kind wollte, sondern weil ich schlicht und ergreifend irrsinnige Angst vor einer erneuten Schwangerschaft hatte. Jetzt, da das schlimmste überstanden ist, kann ich sagen, dass ich mich darüber freue, dass wir diesen kleinen ‚Unfall‘ hatten und ich quasi bewusst gar keine Entscheidung treffen musste. Denn das muss ich klar sagen: bei allem Elend habe ich nie an einen Schwangerschaftsabbruch gedacht. Aber das zu erklären ist gar nicht so leicht. In diesen 13 Wochen Dunkelheit (von der 6. bis zur 19. SSW) war mir irgendwie gar nicht so richtig bewusst, dass ich ein Baby in mir trage. Das klingt verrückt, ich weiß. Aber durch die mit den Symptomen einhergehende Depression konnte ich  gar nicht hinter diese Tür gucken. Ich war gefangen in einem dunklen Raum aus Übelkeit und Erbrechen. Es gab kein Baby in diesem Raum. Nur mich und meinen Körper. Und die Angst. Meine Gedanken kreisten darum, wie ich den Tag überstehen könnte. Morgens fing es damit an, dass ich einen Zeitpunkt abzupassen versuchte, an dem möglichst keines der Kinder in der Nähe der Toilette war, wenn ich mich erbrechen musste. Dann ging es weiter mit der Frage, welche Flüssigkeit denn an diesem Tag am wenigsten schlimm wäre. Wasser? Tee? Ingwersud? Und welches Essen würde wohl heute überhaupt irgendwie funktionieren? Denn das ist die einzige Regel, die (für mich) ganz sicher galt: Wenn ich gar nichts esse, wird es noch schlimmer. Ansonsten gab es so gut wie keine Regeln, was das Ganze noch einmal so unendlich viel schwerer machte. An einem Tag konnte ich einen Flammkuchen essen und dazu eine Fanta trinken und es war ok. Am nächsten Tag konnte es passieren, dass ich mir nach einem Zwieback und einem Schluck Fencheltee die Seele aus dem Leib gekotzt habe.

Wenn es einem so schlecht geht und man so oft es geht einfach auf der Couch vor sich hin vegetiert, googelt man natürlich und sucht Berichte von anderen Betroffenen. Vor Allem bei Instagram bin ich da fündig geworden. Dabei habe ich einige Posts von Frauen gefunden, denen es so ging wie mir oder sogar noch schlechter. Bilder von Eimern, Braunülen, Infusionsständern, etc. So schlimm das auch war, so sehr hat es mich natürlich getröstet, dass ich nicht alleine bin. Aber, was mich wirklich schockiert hat, waren die vielen Beiträge, die in einem fröhlich-tschilpenden Ton so Dinge verkündet haben wie: „Heute wieder ein echt schlechter Tag. Naja, da muss man halt durch. Lachender emoticon, Herz emoticon, Sonnen emoticon #hyperemesisgravidarum“ und dazu ein durchgestyltes Foto einer lächelnden Schwangeren. Oder Beiträge, bei denen IG-typische Fotos von opulenten Mahlzeiten gepostet wurden und dazu Kommentare wie „Nach diesem Essen ist die #hyperemesisgravidarum ein bisschen besser auszuhalten! Lachender emoticon“  Puh. Ich meine, ich fühle mich schon ein bisschen merkwürdig dabei, das zuzugeben, aber ich habe mich von solchen Posts verhöhnt gefühlt. Ich weiß, dass jeder seiner eigenen Wahrnehmung unterliegt, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Frauen das gleiche durchgemacht haben wie ich. Es ist ja auch völlig ok, wenn man sich nicht wochenlang beschissen fühlt! Glaubt mir, es ist sogar besser so! Die wirkliche Hyperemesis wünsche ich niemandem! Niemandem! Aber ich wünsche mir, dass man sorgsam mit diesem Thema umgeht. Wenn man nicht wirklich davon betroffen ist, sollte man sich vielleicht einfach zurückhalten. Auch mit Tips. Wenn ich einen Euro für jedes Mal bekommen hätte, da mich jemand fragte: „Hast du es denn schon mal mit Ingwer probiert? Soll helfen …“, dann könnte ich jetzt mit dem Geld ein schönes Wochenende irgendwo verbringen.

Ja, ich habe Ingwer ausprobiert. Ja, ich habe B-Vitamine probiert. Ja, ich kenne Vomex. Ja, ich kenne den Trick, erstmal einen trockenen Keks zu essen bevor man aufsteht. Ja, ich kenne Nux Vomica. Ja, ich habe nach dem Aufstehen erstmal einen Schluck lauwarmes Wasser getrunken. Ja, ich habe es mit Tee probiert. Ja, ich kenne Ipecacuanha. Ja, ich habe es mit ausschließlich warmem, bekömmlichem Essen versucht. Ja, ich habe an einer Zitrone gerochen. Ja, ich habe so ein blödes Akupressur-Armband. JA JA JA!

Wie gesagt, bei mir war das einzige, was sicher war, dass ich mich zum essen zwingen musste, denn sonst war ich völlig verloren. Dennoch ist mir auch das nicht immer gelungen. Manchmal war der Widerwille gegen das Essen einfach zu groß. Ansonsten habe ich es mit Akupunktur versucht. Es hat die Übelkeit nicht weggezaubert, aber es hat mir zumindest ein kleines bisschen Linderung und Entspannung verschafft. Meine Hebamme meinte jedoch auch, dass das einzige was wirklich helfen könnte, Ruhe und Entspannung sei. Das ist natürlich nicht gerade leicht zu bewerkstelligen, wenn ein Kind frisch in die dritte Klasse (= neue Lehrerin, neues Klassenzimmer, neue Ansprüche) kommt, das andere Kind eingeschult wird (alles neu!) und das dritte Kind Eingewöhnung im Kindergarten hat. Deswegen waren die ersten 4-5 Wochen nach den Sommerferien auch die schlimmsten überhaupt. Erst, als sich alles eingependelt hatte, und ich auch mal wieder 2-3 Stunden am Tag für mich hatte, ging es langsam bergauf. Nichtsdestotrotz konnte ich nach dem Sommerurlaub bis heute nicht mehr arbeiten gehen. Momentan arbeite ich nur von zu Hause. (Das ist mir auch nach wie vor ein Rätsel, wie Frauen mit Hyperemesis es schaffen, ihren Job weiterzumachen. Riesenrespekt an dieser Stelle.)

Der einzige Tip, den ich mir anmaßen würde, anderen Betroffenen zu geben ist der folgende: Besprecht mit eurer Frauenärztin/eurem Frauenarzt die Möglichkeit der Beantragung einer Haushaltshilfe. Zu mir kam an drei Tagen in der Woche eine Frau, die mir geholfen hat. Das war wirklich eine wahnsinnige Erleichterung! Wenn ihr also betroffen seid und die Möglichkeit dazu habt, nehmt diese Hilfe an! Ich fand die Vorstellung am Anfang zwar auch schwierig, dass jemand um mich herumwirbeln sollte, während ich im Bett lag, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Während der Zeit in der die Haushaltshilfe da war, ging es bei mir auch sichtlich bergauf. Das kann natürlich auch Zufall gewesen sein, aber mir hat es ungemein geholfen, dass jemand da war, der dieses äußere, belastende Chaos ein bisschen gebändigt hat.

Warum schreibe ich das eigentlich alles auf? Tja, es ist wohl wie so oft, wenn Menschen über Dinge schreiben, die sie belasten oder belastet haben: Man erhofft sich davon eine Art Therapie, dass man sich frei machen, vielleicht sogar abschließen kann mit diesem dunklen Kapitel. Im Englischen gibt es das schöne Wort closure. Das wünsche ich mir. Und ein bisschen gut fühlt es sich auf jeden Fall schon an. :)

Jetzt kann ich mich endlich wieder den schönen, sonnigen, bunten, wilden, fröhlichen, banalen Dingen des Lebens widmen und mich auf mein viertes Baby freuen. Yay!

Danke, dass ihr bis hierhin gelesen habt. ♡

Anna

 

 

P.S.: Es tut mir leid, dass manche von euch nun erst auf diesem Wege von Baby Nummer 4 erfahren haben …

 

 

Zwischen Sardegna und hier

Leute, Leute. Vor vier Stunden sind wir von unserem15-tägigen Sardinienurlaub zurückgekehrt. Noch sind wir völlig gefangen in diesem Niemandsland zwischen Urlaub und Zuhause, zwischen am-Strand-liegen und Wäsche waschen, zwischen Eis essen und Wochenendeinkauf. Ich mag noch gar nicht daran denken, wie der Montag mit Arbeit, Schule und Kindergarten wieder weitergeht. Und ich habe beschlossen, das auch wirklich nicht zu tun. Heute schwelge ich noch ein wenig im Gestern. Der Alltag muss noch einen Tag warten. Wenn ich dann wieder richtig im Alltagsmodus angekommen bin, werde ich natürlich ausführlich darüber berichten, wie ein Urlaub auf Sardinien mit drei Familien (sage und schreibe 14 Personen insgesamt) so aussehen kann. Aber bis dahin: noch ein bisschen Dolcefarniente. Nur noch ein ganz kleines bisschen  ….

Kartoffelwaffeln

Am vergangenen Wochenende haben wir ein Rezept ausprobiert, das mein Mann (!) in der FLOW (Nummer 23) entdeckt hat:

Kartoffelwaffeln mit Lachs

Eine Sensation!

Das Rezept stammt von einem australischen Koch, der mittlerweile in Stockholm lebt: Simon Bajada.

250 g mehligkochende Kartoffeln schälen, kochen, stampfen, abkühlen lassen und mit

Salz, Pfeffer, Dill (wer will),

25 g zerlassener salziger Butter,

60 g Mehl und

2 Eiern vermengen und im gefetteten Waffeleisen ausbacken.

Dazu Gravlax (und/oder wie wir Garnelen), Schmand, Zitronensaft reichen.

Auch lecker dazu: rote Zwiebeln, die zuvor mit Zitronensaft und Zucker eingelegt wurden.

Smaklig måltid!

 

 

 

 

Unverhofft schön

Was macht man mit einem Tag, den man unverhofft Zuhause verbringt, da das mittlere Kind in der Nacht Fieber bekommen hat? Zuerst war ich ein wenig genervt, da ich sooo viel zu tun hatte, so viel zu erledigen, so viel vor. Es fällt mir oft schwer, mich von dem loszulösen, das ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Ich habe dann immer das Gefühl, dass mein gesamtes Konzept zusammenbricht. Bei einem 5-Personen-Haushalt gibt es eben immer viel zu tun … Aber mal ehrlich: Geht wirklich die Welt unter, nur weil ich nicht schon morgens die Waschmaschine anschmeiße? Oder weil ich nicht ins Büro fahre, sondern nur von zu Hause die wichtigsten Mails beantworte? Bricht wirklich das reinste Chaos aus, weil ich nicht einkaufen gehe, sondern meinen Mann bitte, dies auf dem Heimweg zu erledigen? Eben …

Als ich mich also damit abgefunden hatte, dass es heute nicht wie geplant laufen würde, einige Anrufe getätigt hatte und ein paar Mails beantwortet hatte, wurde es ganz wunderbar.

Schneeschippen mit Uropa

Zuerst mussten wir Schnee schippen. Dank Fiebersaft und warmer Kleidung hatte sogar meine kränkelnde Tochter viel Spaß dabei.

Danach haben wir gemeinsam einen italienischen Tomaten-Auberginen-Auflauf gemacht. Lecker!

Parmigiana di melanzane

 

 

 

 

 

 

Und da der Ofen dann sowieso schon einmal heiß war, haben wir auch gleich noch einen Rotweinkuchen gebacken. Den haben wir dann nachmittags mit viel Obst und Tee bei der Lektüre von Pippi Langstrumpf gegessen.

Unser Nachmittagssnack

Alles in allem war es ein wirklich entspannter, schöner Tag. Nicht, dass ich mir jetzt wünschen würde, dass meine Kinder öfter einmal krank würden, aber naja, so ab und zu … ;)

Papas Geburtstag

Es ist Freitag, der 6. Januar 2017. Morgens um 9:47 wache ich auf. Mein Mann liegt neben mir. Er schnarcht. Von oben höre ich die Stimmen unserer drei Kinder. Sie diskutieren. Es geht um irgendetwas mit Lego, Eisbären und Elsa. Fuck. Ich wecke meinen Mann. Wir müssen uns beeilen. Um elf müssen wir zum Brunch bei meinem Papa sein. Er feiert heute seinen 56.ten Geburtstag. Davor muss aber noch der Hund raus, wir müssen uns einigermaßen stadtfein machen und vor allem die Kinder müssen davon überzeugt werden, dass sie sich heute bereits vor 14 Uhr aus ihren Schlafanzügen schälen müssen. Der Weihnachtsferien-Modus hat uns nämlich momentan fest im Griff. Mein Mann brummt vor sich hin. Ich versuche nun etwas eindringlicher, ihn zu wecken. Als ich aufstehe, versucht er, mich zurück ins Bett zu ziehen. Ich wehre mich schweren Herzens gegen seine Hank-Moody-Moves und entfliehe im letzten Moment dem Bett. Ich gehe duschen, schminke mich, ziehe mich an, trommle die Kinder zusammen, helfe ihnen bei der Wahl der Festtagskleidung, prügle meinen Mann aus dem Bett, wickle den Kleinsten, treibe meinen Mann dazu an, endlich mit dem Hund rauszugehen, mache uns beiden einen Kaffee, flechte meiner Tochter einen französischen Zopf, knöpfe meinem Großen das Hemd richtig zu und schaffe es schließlich, uns alle einigermaßen pünktlich ins Auto zu verfrachten.

Und dann …

Dann wache ich auf. Es ist der 6. Januar 2017 und wir werden nicht zu meinem Papa fahren. Denn mein Papa ist vor knapp zwölf Jahren gestorben. An diesem kleinkarierten, windigen kleinen Arsch namens Krebs. Meine, unsere, Kinder hat er nie kennengelernt. Und meine Kinder haben ihn nie kennengelernt. Noch wissen sie nicht, was ihnen dadurch entgangen ist. Was für ein unglaublicher Opa er gewesen wäre. Er liebte Kinder. Er hätte meine Kinder bis zur Besinnungslosigkeit geliebt. Er war Musiker, Schauspieler und Regisseur. Er war ein Freigeist. Er war nicht einfach. Aber einer der tollsten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe. Ich vermisse ihn schmerzlich. Jeden Tag. Es reißt mir das Herz raus. Jeden Tag.

Aber ich mache weiter. Und meine Schwestern machen weiter. Weil wir wollen. Weil wir müssen. Und weil wir es ihm schuldig sind. Weil jeder Tag ein geschenkter Tag ist. Weil wirklich alles andere verblasst und unwichtig erscheint im Angesicht des Verlusts und des Todes. Und weil es nichts gibt, was wertvoller ist als das Leben. Abgedroschen, aber wahr. Amen.

Ich weiß, dass er zusieht. Dass er meine Kinder, meine Schwestern und uns alle sieht. Und dass er sich freut. Jeden Tag. Darüber, dass wir weitermachen. Auch wenn wir weinen.

Advent Advent und keiner rennt …

Nein, keiner rennt, sondern alle sitzen beseelt von Erinnerungen und Vorfreude um den Tisch herum, auf dem zum ersten Mal in diesem Jahr die Kisten mit der Weihnachtsdeko stehen. Oh wie schön! Endlich beginnt die Adventszeit. Obwohl es zuweilen stressig sein kann, die diversen Weihnachtsfeiern und Adventsnachmittage abzuklappern, alle Geschenke zu besorgen und das julbord (das traditionelle schwedische Weihnachtsessen) vorzubereiten, liebe ich diese Zeit.

dsc_0161Einer der schönsten Momente in dieser vorweihnachtlichen Zeit ist definitiv, die Kinder dabei zu beobachten, wie sie voller Begeisterung in den Weihnachtssachen wühlen und sich wie kleine Kinder (hahaha) über alles freuen, was sie in den Boxen wieder entdecken.

 

Nachdem wir am Samstagmorgen alle zusammen bei unserem (zweiten) Waldbesuch mehrere schöne Tannen- und Ilexzweige gesammelt hatten, konnten wir endlich Adventskranz und Co. basteln. Am Vortag war ich schon einmal mit den Kindern in den Wald gefahren, aber naja, was soll ich sagen … irgendwie hatte ich da nicht auf dem Schirm, dass es in diesem Wald keine Tannen gibt, sondern nur Kiefern ;)

Die Ergebnisse unserer gemeinsamen Bastelei:

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Unsere Türdekoration

Der Adventskranz

Der Adventskranz

Fensterdekoration

Fensterdekoration

★★★

★★★★★

★★★★★★★

★★★★★★★★★★

★★

Eine schöne Adventszeit

★★★★

Rezepte fürs Wochenende

Unser erstes Wochenende im fertigen Wohnzimmer haben wir wie gesagt recht gemütlich verbracht. Drei Rezepthighlights möchte ich hier gerne teilen. Einmal etwas ganz ohne Kohlenhydrate, einmal mit Kohlenhydraten aber ohne Gluten und einmal richtig mit allet ;)

Das Glanzlicht der freitäglichen Plätzchen-Bäckerei waren die

Pistazienmakronen

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2 Eiweiß

1 Prise Salz

120 g Zucker

100 g geschälte und gemahlene Mandeln

60 g gemahlene Pistazien

1 TL Zitronensaft

Zum Verzieren: 100 g dunkle Kuvertüre und ein paar Pistazienstückchen

Die Eiweiß mit dem Salz steif schlagen, dann den Zucker einrieseln lassen und anschließend die restlichen Zutaten unterheben.

Den Ofen auf 150 °C vorheizen und die Masse in kleinen Häufchen auf das Backpapier setzen. Achtung: unbedingt Abstand lassen zwischen den Makronen, da sie noch ein wenig auseinander laufen.

Nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen und dann in die Kuvertüre tunken und wenn gewollt mit halben Pistazien verzieren.

Voilà!

Der lange Weg zu 60 g geschälten Pistazien

Der lange Weg zu 60 g geschälten Pistazien

 

Am Samstag haben wir dann mit lieben Freunden selbst Flammkuchen gemacht. Beim Teigausrollen mussten alle mithelfen. Aber die mühevolle Arbeit hat sich gelohnt: es hat geschmeckt wie frisch aus dem Elsass :)

30 g Hefe (in 100 ml lauwarmem Wasser aufgelöst)

750 g Mehl

300 ml Buttermilch 

3 TL Salz

8 EL Olivenöl 

Den Teig zwei Stunden gehen lassen. Dann in 7-8 gleich große Teile teilen und ganz dünn ausrollen. Nach Belieben belegen und bei mindestens 200 Grad °C circa 10 Minuten backen.

Ich liebe es, Flammkuchen zu machen, wenn Freunde da sind. Man kann schon beim Kochen gemütlich zusammensitzen und gemeinsam schnippeln, ausrollen und belegen. Auch die Kinder lieben es erst den Teig zu kneten, ihn dann mit ihren Teigrollen zu bearbeiten und schließlich selbst zu belegen.

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Flammkuchen mit Freunden – ein Traum

Am Sonntagabend gab es dann was ganz ohne Kohlenhydrate – Thunfischsalat (mit Gurke, Tomate, Avocado, Mayonnaise), Tomate-Mozzarella-Salat und ein bisschen Beiwerk. Lecker!

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Ein perfektes Wochenende … nicht nur kulinarisch ♡

 

 

Hoch die Hände Wochenende

Moin!

Nach unzähligen leichten bis mittleren Krankheitsanfällen seitens der Kinder haben wir es geschafft, uns wieder einigermaßen an die Oberfläche zu strampeln.

Mehr oder weniger spontan habe wir letzte Woche eine Rundumerneuerung unseres Wohnzimmers vorgenommen: Tapete runter, Wände gestrichen, alles umgestellt!

Also haben wir es dieses Wochenende ein wenig ruhiger angehen lassen. Wir haben viel gebacken, gekocht und stundenlang auf dem Wohnzimmerboden gesessen um alle CDs und DVDs durchzusehen und auszusortieren, während die Kinder zu „Ich hab die Schnauze voll von rosa“ auf der Couch rumgehopst sind.

Das größte Kind hilft mit beim Tapete-runter-reissen - selbstverständlich ausgestattet mit einem Feuerwehrhelm

Das größte Kind hilft mit beim Tapete-runter-reissen – selbstverständlich ausgestattet mit einem Feuerwehrhelm

Mit ein wenig Hilfe von Mike Timm sieht unser Wohnzimmer jetzt so aus:

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Wir lieben es. Die glatten Wände machen alles viel ruhiger.dsc_0157

Und Fuchs der ich bin, habe ich natürlich gleich die Gelegenheit genutzt, um mal wieder ALLES umzustellen. Mein Mann war wie immer begeistert ;) Aber das Ergebnis gefällt auch ihm sehr gut. :)dsc_0158

bad moms

Vor ein paar Tagen hatte ich das Vergnügen mit meiner allerliebsten Freundin Tini ins Kino gehen zu können. Getroffen haben wir uns im Restaurant neben dem Kino um etwas zu trinken,  eine Kleinigkeit zu essen und zu quatschen. So fing der Abend schon richtig gut an, denn, das Ganze fand ohne jegliche Unterbrechung statt!!! Das alleine ist ja schon ein Geschenk. Hallelujah.

Aber das anschließende Kinoprogramm war – unerwarteterweise – sogar fast noch besser. Wir hatten die Wahl zwischen dem neuen Bridget Jones Film und Bad Moms. Und dank der für uns passenderen Spielzeit haben wir uns für Bad Moms entschieden. Das war vermutlich die beste Entscheidung, seit ich JA zum Heiratsantrag meines Mannes gesagt habe.

Na gut. Das ist ein wenig übertrieben. Aber nur ein wenig.

Denn: wir haben uns so unfassbar amüsiert! NATÜRLICH ist es ein amerikanischer Mainstream-Film. NATÜRLICH bedient er lauter Klischees und Vorurteile. NATÜRLICH ist es kein anspruchsvoller Film, der deine Seele tief berührt und dein Leben verändert. NATÜRLICH ist die Hauptdarstellerin heiß und sieht nicht aus wie die Durchschnitts-Mom. NATÜRLICH führen die meisten von uns kein solches Leben. Jajaja.

ABER: ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal bei einem Film so lange, so heftig und lautstark gelacht habe (und meine Freundin ebenso). Und das lag offensichtlich nicht nur an unserem von Natur aus beknackt-fröhlichen Gemüt (und dem Prosecco den wir getrunken hatten); denn der Großteil des Publikums hat genauso laut geschrieen, gegrunzt und geheult vor Lachen wie wir. Sogar die paar Männer die da waren!

Ich könnte noch einiges über den Inhalt schreiben, aber das ist völlig überflüssig. Wichtig ist nur: Wenn ihr euch auf etwas primitivere Unterhaltung einlassen könnt, eine Freundin habt, die euch begleiten will und Lust habt auf einen fulminanten Lachanfall, dann schaut euch diesen Film an!

Cheers auf Klischees, einen coolen Soundtrack und Lachkrämpfe!

 

 

 

Herbstdeko

Nach dem schier endlosen Spätsommer ist nun auch bei uns ganz eindeutig der Herbst eingekehrt. Es wurde also Zeit umzudekorieren: und dank der letzten Ausflüge in den Wald hatte sich einiges an Herbstdekorations-Material angesammelt. Ich bin ja ein Freund von einfachen Dingen, vor allem deswegen, weil ich es schön finde, wenn die Kinder mitmachen können. Dieser Bastelansatz zeigt nun offensichtlich Wirkung: denn meine beiden Jüngeren (5 und 2) sind nach dem letzten Ausflug für eine Zeitlang verschwunden. Irgendwann kamen sie dann wieder und hatten diese kleine Glasflasche mit lauter Beeren und Blättern gefüllt :) Total einfach und süß!

dsc_0964Ich muss zugeben, dass das Ganze nach ein paar Tagen verschimmelt war. Aber es ist ja leicht neu zu machen. ;)

Vor der Tür haben wir mit ein paar Kastanien, Moos, Maiskolben und weiteren Schätzen aus dem Wald ebenfalls den Herbst eingeläutet …